E-Mobilität ist längst keine Vision mehr. Elektrofahrzeuge halten langsam aber sicher Einzug auf den Straßen Europas. Die Österreichische Post, die mit rund 9.000 Fahrzeugen (ca. 7.000 PKW/LKW, 1.000 Mopeds und 1.000 Fahrräder) über den größten Fuhrpark Österreichs verfügt, will in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. Elektrofahrzeuge können wesentliche Beiträge zur Reduktion von Emissionen, Lärm und des Energieverbrauchs leisten – denn Elektromotoren arbeiten wesentlich effizienter und sind vor Ort emissionsfrei und geräuscharm.
Unterstützt durch das Förderprogramm „klima:aktiv mobil“ des Lebensministeriums verfügte die Post mit Anfang 2012 bereits über 265 E-Fahrzeuge, davon 247 einspurige und 18 zweispurige E-Fahrzeuge, sowie 77 Erdgas-Fahrzeuge. Während sich einspurige E-Fahrzeuge bereits seit längerem im Fuhrpark der Österreichischen Post befinden, begab sich das Unternehmen 2011 mit dem Ankauf von 18 E-Autos auf völlig neues Terrain. Neben zehn Renault Kangoo hat die Post derzeit acht elektrische Citroen Berlingo im Einsatz. Die Umstellung für die Zusteller war zu Beginn noch relativ groß, vor allem die fehlende Geräuschkulisse war gewöhnungsbedürftig. Probleme gab es teilweise noch bei den extrem tiefen Temperaturen des heurigen Winters. Eines der Learnings der ersten Testphase war auch, die Schulungen der Fahrer noch weiter zu intensivieren, da vor allem effizientes Fahren bei Elektromobilität noch stärker im Vordergrund stehen muss. Insgesamt fällt das erste Resümee der Testphase positiv aus – die Österreichische Post setzt auch verstärkt auf diese Zukunftstechnologie. So plant die Österreichische Post, ihren E-Fuhrpark nun bedeutend zu erweitern und will diesen bis 2015 auf über 1000 E-Fahrzeuge ausbauen. Da E-Mobilität derzeit noch nicht wirtschaftlich darstellbar ist, ist die Österreichische Post dafür auf Förderungen angewiesen. Für die nächsten Jahre hat die Post mit dem Klima- und Energiefonds der Bundesregierung und dem klima:aktiv mobil-Programm des Lebensministeriums Partner an ihrer Seite, die sie beim Vorhaben, die E-Flotte weiter auszubauen, durch Förderungen und Know-how stark unterstützen. Die Österreichische Post ist mit ihrer Modellregion für E-Mobilität, „E-Mobility Post“, eine von acht Modellregionen in Österreich. Im Rahmen dieses Programms plant das Unternehmen von 2012 bis 2015 rund 300 E- Autos, 300 E-Mopeds und über 500 E-Fahrräder zu beschaffen, um den praktischen Einsatz im Zustellverkehr zu testen und zu erforschen. Der konkrete Ausbau der E-Flotte hängt von der Eignung der Fahrzeuge für den postalischen Betrieb sowie neuen Innovationen der Anbieter, die voraussichtlich in Kürze auf den Markt kommen, ab.
Die Österreichische Post engagiert sich auch laufend in Projekten zur Weiterentwicklung der E-Mobilitäts-Technologien. So ist die Österreichische Post Mitglied der Initiative “Clean Motion OÖ” (CMO), welche die Kompetenzen der Zulieferer für
E-Fahrzeuge stärken soll. Im Rahmen des vom BMVIT unterstützen Projekts eMORAIL werden Konzepte für die Verbindung von Bahnbetrieb und Carsharing auf Basis von E-Fahrzeugen entwickelt. Die Österreichische Post steht für diese Verkehrslösung als Partner zur Verfügung.
Weiterführende Links
http://www.lebensministerium.at/
http://www.bmvit.gv.at/


