News vom 12.12.2007

Österreichische Post positioniert Division Paket & Logistik in Österreich neu

 

  • Maßnahmenpaket zur Neuordnung der Division Paket & Logistik beschlossen
  • EBIT 2008: sowohl in der Division Paket & Logistik als auch im Paketgeschäft Österreich positiv
  • Mittelfristiges EBIT-Ziel im Konzern von 7 bis 8% bestätigt; EBIT-Ziel der Division Paket & Logistik von 5% angestrebt
  • Reduktion von 21 auf 14 Paketzustellbasen und stärkere Einbindung in Brieflogistik als bisher; Verlagerung des Paket-Verteilzentrums von Graz nach Kalsdorf; Reduktion von 360 Mitarbeitern der Paketlogistik bis Ende 2008
  • Post stellt Paket auf 24-Stunden-Zustellung auch im B2C-Bereich um; auch Samstags- und Mehrfachzustellung

Vorstand und Aufsichtsrat der Österreichischen Post haben in der Aufsichtsratsitzung vom 12. Dezember 2007 ein umfangreiches Maßnahmenkonzept zur Neupositionierung der Division Paket & Logistik in Österreich beschlossen.

Im Wesentlichen umfasst das Konzept drei Maßnahmen, die im Laufe des Jahres 2008 umgesetzt werden, und zur verbesserten Marktstellung der Division Paket & Logistik führen.

1. Redimensionierung der Paketlogistik und teilweise Integration in die Brieflogistik, um ein noch effizienteres österreichweites Zustellnetz zu schaffen
2. Neues Premiumprodukt: 24-Stunden-Businesspaket (B2B und B2C)
3. Wachstum im Geschäftskundenpaket (B2B) – Marktanteilsziel von 20% im Jahr 2011

Die Maßnahmen der Neuausrichtung werden dazu führen, dass 7 Paketzustellbasen geschlossen werden und das Paket-Verteilzentrum Graz zum bestehenden Standort Kalsdorf verlagert wird. Der durch das verringerte Paketvolumen reduzierte Personalbedarf von ca. 360 Paketmitarbeitern wird soweit möglich durch eine Umschichtung in die Division Brief bzw. durch einen Sozialplan abgefedert.

"Wir haben das Unternehmen Österreichische Post in den letzten Jahren zu einem erfolgreichen und profitablen Unternehmen gemacht. Das EBIT steigt kontinuierlich von 4 Mio EUR in 2002 auf geplante 160 Mio EUR 2007. Durch das nunmehrige Maßnahmenprogramm wird der Erfolgskurs beibehalten. Das Maßnahmenpaket soll dazu führen, dass das Konzernergebnis 2008 jenes von 2007 nur knapp unterschreiten wird und danach stetig steigen soll. Mit einer geplanten mittelfristigen EBIT-Marge zwischen 7 und 8% bleiben wir wieder voll auf Kurs", so Post-Generaldirektor Anton Wais.

Die Maßnahmen umfassen im Detail folgende Punkte:

1. Redimensionierung der Paketlogistik: schneller und effizienter gemeinsam mit Brieflogistik

Damit wird die Logistik des Standardpaketes effizienter organisiert und Synergien mit der Briefzustellung genutzt. 7 Paket-Zustellbasen (Wörgl, Vitis, Steyr-Dietach, Großwilfersdorf, Fohnsdorf, Liezen, St. Georgen) werden geschlossen und das Paket-Verteilzentrums von Graz nach Kalsdorf (bestehender Standort) verlegt. Große Teile des Paketvolumens werden vom bundesweiten Netz der 11.000 Briefzusteller übernommen. Im städtischen Gebiet erfolgt die Paketzustellung über eigene Paketzusteller.

Damit hat die Post einen verminderten Personalkapazitätsbedarf von ca. 360 Mitarbeitern in der Paketlogistik. Alle diesbezüglichen Maßnahmen werden durch einen existierenden Sozialplan abgefedert und die Brieflogistik wird Mitarbeiter aus dem Paketbereich aufnehmen. Die Transportlogistik wird weiter optimiert und die Gebiete bestehender Frächter werden erweitert.

2. Verbesserte Servicedienstleistungen/Mehrwertdienste: neues Premiumprodukt „24-Stunden-Businesspaket“ zusätzlich zum 48-Stunden Paket

In der Division Paket & Logistik wird es verbesserte Serviceleistungen im Laufe des Jahres 2008 geben.
Ein neues Premiumprodukt, das „24-Stunden-Businesspaket“, wird enorme Vorteile für B2B und B2C-Kunden bringen.
Der spätest mögliche Einlieferungszeitpunkt für Geschäftspakete wird von derzeit 19.00 Uhr auf 1.00 Nacht ausgedehnt. Dies ist in Anbetracht der Einlieferung von Sendungen aus internationalen Zentraldepots, die in steigendem Ausmaß außerhalb Österreichs liegen, von großer Bedeutung.

Darüber hinaus wird es als Vorteil v.a. für viele Privatkunden eine Mehrfachzustellung und Samstagzustellung geben. Bei weiteren Zustellversuchen erfolgt die Terminvereinbarung mit den Empfängern über ein Call-Center und eine elektronische Benachrichtigung der Paketzusteller.


3. Vertriebsoffensive im B2B-Segment: Marktanteil von 20% im Jahr 2011 angepeilt

Im Geschäftskundenpaket wird die Post in eine Vertriebsoffensive gehen. Besonders durch die Abend- und Spätabholung, den erweiterten Einlieferzeitraum und durch eine neue IT-Volldatenerfassung aller Pakete wird eine flexible Umroutung möglich. Spezialbranchenlösungen wie etwa temperaturgeführte Transporte werden forciert. Die Österreichische Post erwartet sich eine Steigerung des Marktanteils in diesem Segment von derzeit rund 5% auf 20% in 2011.


„Mit all diesen Maßnahmen und einer Offensivstrategie wird die Post nun zusätzlich vom ,Heger und Pfleger´ auch zum Jäger am Markt," so Wais.


Das nunmehrige Maßnahmenpaket stellt sicher, dass die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig gestärkt wird. Die Division Paket & Logistik wird nicht nur international – nach den Akquisitionen der letzten Jahre werden 75% des Divisionsumsatzes außerhalb Österreichs generiert – sondern auch in Österreich positiv bilanzieren. Mittelfristig ist für die Division Paket & Logistik eine EBIT-Marge von 5% angestrebt.
Trotz der Marktbeeinträchtigung im österreichischen Paketgeschäft geht die Post davon aus, dass das operative Konzernergebnis 2008 (EBIT) nur geringfügig unter dem des Jahres 2007 liegen wird und in den Folgejahren kontinuierlich ansteigt.


Rückfragehinweis:
Österreichische Post AG
Public Relations
Leitung Öffentlichkeitsarbeit
Michael Homola
Tel.: +43 (0) 577 67 – 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

Österreichische Post AG
Leitung Investor Relations & Public Relations
DI Harald Hagenauer
Tel.: +43 (0) 57767 – 30400
E-Mail: harald.hagenauer@post.at

Wien, 12. Dezember 2007