News vom 12.11.2008

Zukunftssicherung der Post: Neuausrichtung des Unternehmens beschlossen

Werterhaltung des Unternehmens und flächendeckende Versorgung der Bevölkerung stehen im Vordergrund
Wachstumsstrategie und neue Betreibermodelle für Filialen und Zustellung sichern
Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mitbewerb

Der Postmarkt wird sich in Österreich ab dem 1.1.2011 radikal verändern. Zu diesem Termin verliert die Post das Briefmonopol und Wettbewerber werden in den Markt drängen, um sich ein möglichst großes Stück dieses „Kuchens“ zu sichern. Der Post entgeht damit die entscheidende Einnahmequelle, aus der heute die Universaldienstleistung (jeden Tag an jeder Tür) mit deutlich zu hohen Personalkosten finanziert wird. Die Folge sind Umsatz- und Mengenverluste, die die Wettbewerbsfähigkeit der Österreichischen Post AG ohne das Setzen von Maßnahmen gefährden. Die Post muss auf die Herausforderung der Liberalisierung rechtzeitig und schnell reagieren. Die Post ist derzeit zur flächendeckenden Versorgung von ganz Österreich verpflichtet, ihr werden hohe Qualitätsanforderungen aus der Universaldienstverordnung – die ausschließlich für die Österreichische Post AG gilt – auferlegt. Darüber hinaus hat die Österreichische Post AG strukturelle arbeitsrechtliche Wettbewerbsnachteile.

Der Vorstand der Österreichischen Post AG hat deshalb dem Aufsichtsrat am 12.11. ein Strategiepapier zur Veränderung der Unternehmensstruktur mit folgenden Zielen zum Beschluss vorgelegt:

1. Unveränderte Aufrechterhaltung der flächendeckenden Versorgung mit Postdienstleistungen für die österreichische Bevölkerung
2.  Absicherung der Post-Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Österreich
3.  Werterhaltung der Post für Staat und Eigentümer (dzt. rund 1,6 Mrd. EUR)

Damit verbunden wurde die grundsätzliche Neuausrichtung des Unternehmens beschlossen. Es ist dies:

1. Die Intensivierung der Wachstumsstrategie im In- und Ausland
2. Der Ausbau alternativer Betreibermodelle im Filialnetz
3. Die Erhöhung des Anteils privater Zustellung und Sortierung im Brief- und Paketbereich

Die konkreten Umsetzungen sind jeweils in den Budgets der jeweiligen Jahre unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen zu beschließen. So werden die Maßnahmen für das Jahr 2009 in der nächsten Aufsichtsratssitzung vom 11.12.2008 beschlossen.

Die Post geht davon aus, dass seitens der Regierung und des Parlaments nun so rasch als möglich jene „Postmarktordnung“ beschlossen wird, die klare und faire Regelungen unter den Wettbewerbern trifft. Heute fehlen jene rechtlichen Bestimmungen, die allen Mitbewerbern jene Vorschriften und Pflichten auferlegen, die der Markt erfordert und zu „Chancengleichheit“ führen.

Rückfragehinweis:

Österreichische Post AG
Konzernkommunikation
Leitung Mag. Marc Zimmermann
Tel.: +43 (0) 577 67 – 22626
E-Mail: marc.zimmermann@post.at

Michael Homola
Pressesprecher
Tel.: +43 (0) 577 67 – 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

Wien, 12. November 2008