News vom 11.12.2008

Post-Aufsichtsratssitzung: Budget für 2009 beschlossen

Schulterschluss mit Personalvertretung für Postmarktgesetz

In der heutigen Aufsichtsratssitzung der Österreichischen Post AG wurde das Budget 2009 mehrheitlich beschlossen.

Der Vorstand der ÖIAG und Präsident des Aufsichtsrats der Österreichischen Post, Dr. Peter Michaelis: „Wir müssen jetzt vorsorgen, damit die Post für den kommenden Wettbewerb gerüstet ist. Gemeinsam mit Politik und Arbeitnehmervertretern  muss ein Weg gefunden werden, der die Post und ihre Arbeitsplätze auch nach der Liberalisierung der Märkte nachhaltig sichert. Wie dieser Weg auszusehen hat, ist maßgeblich von den für die kommenden sechs Monate in Aussicht gestellten Rahmenbedingungen abhängig.  Auf Basis dieser künftigen Gesetzeslage wird der Vorstand bis Sommer 2009 eine Mittelfristplanung vorlegen, durch welche das Unternehmen gut abgesichert und gestärkt  in die liberalisierte Zukunft gehen kann.“

Post-Generaldirektor Dr. Anton Wais: "Mit dem beschlossenen Budget für das Jahr 2009 hält die Post weiterhin am richtigen Kurs in Richtung faire Spielregeln am Postmarkt für das Jahr 2011 fest, in dem jeder Kunde gleich viel Wert ist und alle Konsumenten den gleichen Preis zahlen. Es wird im nächsten Jahr weder zu einer  Kündigungswelle kommen noch zur Ausdünnung der Postversorgung der österreichischen Bevölkerung. Schon in der kommenden Woche wird das Unternehmen mit der Gewerkschaft  über jede vorgesehene Betriebsänderung unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit  in Gespräche eintreten, die rahmengesetzlichen Änderungen werden darauf Einfluss haben und berücksichtigt werden.“

Die Maßnahmen im Einzelnen für das Jahr 2009
Das Budget wurde auf der Grundlage beschlossen, dass im Jahr 2009 mit einem Umsatzanstieg zu rechnen ist. Dieser Umsatzanstieg ist insbesondere in der Zeitungszustellung, Werbeprospektversand sowie im bereits erfolgreich gestarteten Premium Paket zu erreichen.

Um auf der Kostenseite Entlastungen zu erzielen hat der Aufsichtsrat mehrheitlich der nicht Nachbesetzung von freiwerdenden rund 1.000 Stellen durch natürliche Personalfluktuation (inkl. Annahme des Sozialplans) zugestimmt.  Zum anderen wird 2009 ein Kosteneinsparungsjahr in den zentralen Bereichen der Österreichischen Post AG und ein Investitionsjahr in bestehende Standorte und Töchterunternehmen (Logistikzentren in der Slowakei und Kroatien sowie bei meiller direct und trans-0-flex).

Die Österreichische Post AG und ihre Mitarbeiter haben in den vergangenen Jahren hohe Flexibilität bei der Umsetzung notwendiger Kostenschritte gezeigt. Mit der Restrukturierung im Paket und im Sortier- und Zustellbetrieb Brief bereitet sich das Unternehmen auf den zukünftigen verstärkten Wettbewerb mit dem Ziel Kostengleichheit herzustellen.

Der Vorstand der Österreichischen Post AG unterbreitete dem Aufsichtsrat den Vorschlag, die Konkretisierung der Strategie der Jahre 2010-2012 erst nach Vorliegen der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Sommer 2009 vorzunehmen.

In der weiteren Zusammenarbeit zwischen dem Postvorstand und dem Zentralausschuss der Österreichischen Post AG wurde eine gemeinsame Punktation erarbeitet. Diese muss erst noch von den Gremien der Personalvertretung beschlossen werden. Die Inhalte der Punktutation im einzelnen:

  1. Die Forderungen der Post an ein neues Postmarktgesetz sowie der in diesem Zusammenhang stehenden Änderungen der Universaldienstverordnung und der adäquaten Finanzierung einer österreichweit verpflichtenden Zustellung werden in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe definiert und in einem gemeinsam definierten Umsetzungsprogramm nach Möglichkeiten der beiden Partner vorangetrieben.
  2. Der Zentralausschuss der Österreichischen Post AG (über die Gewerkschaft der Post- und Fernmeldebediensteten) sowie der Vorstand der Post (als Mitglied der Wirtschaftskammer) werden ein gemeinsam abgestimmtes Umsetzungsprogramm zur Schaffung eines Branchen-KV vorantreiben.
  3. Der Vorstand der Österreichischen Post AG und das Präsidium des Zentralausschusses bekennen sich dazu, die wirtschaftlichen Maßnahmen des Gesamtunternehmens sowie der einzelnen Geschäftsfeldbereiche vor einer allfälligen Umsetzung eng abstimmen, gemäß den Mitwirkungsrechten nach Arbeitsverfassungsgesetz (ArbVG) und dem Post-Betriebsverfassungsgesetz (BwVG) zwischen dem ZA und dem Vorstand der ÖPAG.
  4. Alternativen zu allfälligen Postamtsschließungen bzw. zur Auslagerung von Zustell- und Sortierleistungen im Bereich Brief an Private werden gemäß Arbeitsverfassungsgesetz( ArbVG), Post-Betriebsverfassungsgesetz (PBVG) sowie dem Budget 2009 gemeinsam gesucht. Dieser Prozess wird ab sofort beginnen und soll ehestmöglich abgeschlossen sein.

Rückfragehinweis:
Österreichische Post AG
Konzernkommunikation
Leitung Mag. Marc Zimmermann
Tel.: +43 (0) 577 67 – 22626
E-Mail: marc.zimmermann@post.at

Michael Homola
Pressesprecher
Tel.: +43 (0) 577 67 – 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

Wien, 11. Dezember 2008