News vom 13.08.2009

Post AG im ersten Halbjahr 2009: Umsatz geht im ersten Halbjahr um 3,6% zurück; EBIT um 8,0% reduziert

Anhaltend schwieriges Marktumfeld 2009 erfordert weiterhin Kosteneinsparungen als oberste Priorität

- Schwieriges Marktumfeld: Wirtschaftsleistung in Österreich sinkt laut Prognose
  um rund 4%; Unternehmen versuchen Sendevolumen und Sendungsgewichte zu
  reduzieren und forcieren die elektronische Kommunikation
- Konzernumsatz um 3,6% oder 42,8 Mio EUR gesunken
  o Brief (-4,5%): Rückgang sowohl bei täglicher Briefpost als auch bei
     Werbesendungen
  o Paket & Logistik (-3,0%): rezessionsbedingter Mengenrückgang und Preisdruck;
     Wachstum am österreichischen Markt unterstützt durch Neukunden Hermes
  o Filialnetz (+1,3%): Positive Entwicklung bei Telekom-Produkten;
     Finanzdienstleistungen stabil
- EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) um 8,0% auf 75,4 Mio EUR 
  zurückgegangen
- Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsmaßnahmen zeigen erste Erfolge und
  haben weiterhin oberste Priorität

Die Österreichische Post im Überblick
Die Tendenzen des ersten Halbjahres 2009 bestätigen die Erwartung, dass die internationale Wirtschaftskrise auch für die Österreichische Post eine große Herausforderung bedeutet. Das liegt vor allem daran, dass die Transportvolumina des Brief- und Paketmarktes von der ökonomischen Entwicklung, vom Konsumverhalten der Bevölkerung und den Werbeausgaben der Firmen abhängig sind. Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld versuchen außerdem viele Unternehmen, den sinkenden Umsätzen durch Kosteneinsparungen zu begegnen. Die Summe dieser Entwicklungen, sowie der Strukturwandel durch eine zunehmende Substitution von Briefen durch elektronische Medien hat negative Auswirkungen auf das geschäftliche Sendevolumen von Briefen und Paketen.

Der Umsatz der Österreichischen Post reduzierte sich daher im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 3,6% oder 42,8 Mio EUR auf 1.156,0 Mio EUR. Im zweiten Quartal erfolgte ein Rückgang um 4,8% auf 560,8 Mio EUR.

Maßgebliche Veränderungen gab es sowohl in der Division Brief mit einem Umsatzrückgang von 4,5%, bedingt durch die Reduktion der täglichen Geschäftspost und Werbesendungen, als auch in der Division Paket & Logistik (-3,0%) durch einen rezessionsbedingten Preisdruck bei Premiumpaketen. Der Bereich  Standardpaket in Österreich entwickelte sich, unterstützt durch den Volumenzuwachs des neuen Kunden Hermes, positiv.
 
Die Österreichische Post hat bereits 2008 begonnen, der rückläufigen Entwicklung mit Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung entgegenzusteuern. Daraus resultieren erste sichtbare Erfolge bei der Reduktion der Sachkosten und bei der Anpassung der Personalkapazitäten. In Summe konnten etwa 36 Mio EUR an Kosteneinsparungen erzielt werden. Das rückläufige Ergebnis war jedoch wesentlich vom Umsatzrückgang um 42,8 Mio EUR und von der erfolgten Gehaltssteigerung von 22 Mio EUR im ersten Halbjahr 2009 geprägt; das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um 8,0% auf 75,4 Mio EUR.

Die Österreichische Post wird daher ihre Maßnahmen intensivieren, um sowohl durch vertriebsseitige Initiativen als auch durch weitere Kosteneinsparungen der Wirtschaftskrise entgegenzusteuern. Bei den Personalkosten sollte es gelingen, den Lohn- und Gehaltssteigerungen in 2009 durch sozial verträgliche Veränderungen wie die Nutzung der Mitarbeiterfluktuation und die Nicht-Nachbesetzung frei werdender Stellen entgegenzuwirken. Positiv unterstützen wird hier der seit 1. August 2009 geltende Kollektivvertrag für neu eintretende Mitarbeiter. Auch bei den Sachkosten sind Einsparungen vorgesehen. Bei Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird angepeilt, die Kosten in Summe um 30 Mio EUR unter das Niveau von 2008 zu senken.
„Die konjunkturelle Situation und die strukturellen Veränderungen erfordern konsequente Kosteneinsparungen auf allen Ebenen“, so Generaldirektor Dr. Rudolf Jettmar.

Geschäftsentwicklung – Ertragslage im Detail
Die rückläufige Wirtschaftsentwicklung im Jahr 2009 hat nunmehr in vielen Unternehmen ihre Spuren hinterlassen.

Sinkende Umsätze und vermehrter Kostendruck führen zu verstärkten Rückgängen des geschäftlichen Sendevolumens von Briefen und Paketen. Neben dieser Entwicklung war das Ergebnis der Österreichischen Post auch durch die geringere Anzahl an Werktagen im Vergleich  zum ersten Halbjahr 2008 beeinträchtigt. Der Umsatz des Post-Konzerns reduzierte sich daher im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres um 3,6% oder 42,8 Mio EUR auf 1.156,0 Mio EUR. Im zweiten Quartal erfolgte ein Rückgang um 4,8% auf 560,8 Mio EUR.

Der Umsatz der Division Brief zeigte im ersten Halbjahr einen Rückgang von 4,5%, der hauptsächlich aus den Geschäftsfeldern Briefpost und Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) resultierte. Hier waren sowohl die reduzierte tägliche Geschäftspost aufgrund der rückläufigen Wirtschaftsentwicklung und der Substitution durch elektronische Medien, als auch der verzögerte Einsatz von Werbeausgaben im Direct Marketing spürbar.
 
In der Division Paket & Logistik (-3,0%) wirkten sich rezessionsbedingte Mengenrückgänge und der internationale Preisdruck negativ auf die Umsatzentwicklung, insbesondere im Bereich der Premiumpakete, aus. Bei Standardpaketen in Österreich war ein Wachstum zu verzeichnen, unterstützt durch den neuen Kunden Hermes.

Der Umsatzzuwachs von 1,3% im Filialnetz ist auf die gute Entwicklung beim Verkauf von Mobil- und Festnetzprodukten zurückzuführen. Die Finanzdienstleistungen entwickelten sich stabil.

Umsatz nach Divisionen und Gewinn- und Verlustrechnung: siehe Anhang

Die Prioritäten der Österreichischen Post liegen verstärkt einerseits auf vertriebsseitigen Initiativen und andererseits auf Aktivitäten zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung. Diesbezügliche Maßnahmen zeigen nun erste Erfolge. Dem Umsatzrückgang um 42,8 Mio EUR und der Lohn- und Gehaltssteigerung von 22 Mio EUR stehen operative Kosteneinsparungen von 36 Mio EUR gegenüber.
Sowohl beim Materialaufwand als auch beim Sonstigen betrieblichen Aufwand konnten erste Einsparungen erzielt werden - auf Basis bereits eingeleiteter Maßnahmen werden weitere Effekte vorrangig im zweiten Halbjahr erwartet.

 Die größte Aufwandsposition der Österreichischen Post stellt der Personalaufwand mit 560,9 Mio EUR dar, das entspricht nahezu 50% des Umsatzes. Kostensteigernd wirkten sich die per Ende 2008 vereinbarten Lohnabschlüsse aus; basierend auf der hohen Inflationsrate des Jahres 2008 war für Österreich eine Gehaltssteigerung von 3,7% ab 1. Jänner 2009 vereinbart worden. Die Gehaltssteigerungen machten im ersten Halbjahr 2009 konzernweit etwa 22 Mio EUR an Mehrkosten aus, denen durch sozial verträgliche Maßnahmen wie die Nutzung der Mitarbeiterfluktuation entgegengewirkt werden konnte. Der durchschnittliche Personalstand des Post Konzerns reduzierte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 um 889 auf 25.900 Mitarbeiter.

EBIT nach Divisionen: siehe Anhang

Alle operativen Divisionen verzeichneten rezessionsbedingt eine Beeinträchtigung des Ergebnisses. Die Division Brief erwirtschaftete ein positives EBIT von 114,5 Mio EUR (minus 21,2 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr), die Division Paket & Logistik ein negatives EBIT von 3,4 Mio EUR (minus 10,5 Mio EUR), ebenso wie die Division Filialnetz mit minus 4,0 Mio EUR (minus 10,7 Mio EUR).

Eine Verbesserung wurde hingegen im Bereich „Sonstiges/Konsolidierung“ erreicht. Dieser Bereich enthält nicht weiterverrechnete Aufwendungen zentraler Abteilungen, Aufwendungen im Zusammenhang mit leer stehenden Immobilien, Mieteinnahmen und Erlöse aus Anlagenverkäufen, Aufwendungen für Sozialplanleistungen an Mitarbeiter sowie die Veränderung der Rückstellung für Unterauslastung. Im ersten Halbjahr 2009 war die Notwendigkeit einer zusätzlichen Rückstellungsbildung gering. Es wurden sogar vermehrt Mitarbeiter, für die in der Vorperiode eine Rückstellung für Unterauslastung gebildet worden war, wieder in den laufenden Arbeitsprozess integriert, sodass in Summe eine Rückstellungsreduktion von 22,3 Mio EUR erfolgte. Im Gegensatz dazu wurden 15,1 Mio EUR an Rückstellungen für Mitarbeiter gebildet, die den Sozialplan zur Übergangskarenzierung bis zum Pensionsantritt angenommen haben. Im Bereich „Sonstiges/Konsolidierung“ ist daher eine Verbesserung auf nunmehr minus 31,8 Mio EUR eingetreten.

Das Finanzergebnis des Österreichischen Post Konzerns reduzierte sich im ersten Halbjahr 2009 auf minus 0,1 Mio EUR, unter anderem bedingt durch das gesunkene Zinsniveau und einen positiven Einmaleffekt im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Steuern verminderte sich um 15,5% auf 75,2 Mio EUR. Nach Abzug von Steuern im Ausmaß von 19,1 Mio EUR ergibt sich ein Periodenergebnis (Ergebnis nach Steuern) von 56,2 Mio EUR. Dies entspricht 0,83 EUR/Aktie im ersten Halbjahr 2009 noch 1,0 EUR/Aktie im Vergleichszeitraum des Vorjahres und 0,33 EUR/Aktie im zweiten Quartal 2009 nach 0,4 EUR/Aktie im zweiten Quartal 2008.

Solide Bilanzstruktur
Die Österreichische Post folgt einer risikoaversen Geschäftsgebarung. Dies zeigt sich an der hohen Eigenkapitalquote, den geringen Finanzverbindlichkeiten und dem hohen Zahlungsmittelbestand.

Die Österreichische Post verfügt in Summe über einen erheblichen Bestand an kurzfristigen und langfristigen Finanzmitteln. Per 30. Juni 2009 waren dies Zahlungsmittel- und Zahlungsmittel-äquivalente von insgesamt 144,6 Mio EUR und Finanzinvestitionen in Wertpapiere von 118,0 Mio EUR. Der Bestand an Finanzmitteln hat sich von 340,6 Mio EUR per 31.12.2008 auf 262,6 Mio EUR per 30.6.2009 reduziert, dies inkludiert die Dividendenauszahlung im zweiten Quartal 2009. Den Finanzmitteln stehen Bankverbindlichkeiten von lediglich 132,5 Mio EUR gegenüber.

Cash Flow
Im Cash-Flow aus dem Ergebnis in Höhe von 82,7 Mio EUR waren sowohl die rezessionsbedingten Effekte als auch die geringere Anzahl an Werktagen feststellbar. Dementsprechende Umsatzrückgänge im Brief- und Paketgeschäft wirkten sich einnahmenseitig aus.

Der Cash-Flow aus der Veränderung des Nettoumlaufvermögens betrug im ersten Halbjahr minus 23,8 Mio EUR und inkludiert Erhöhung von Forderungen, reduzierte Verbindlichkeiten sowie geringere Rückstellungen. In Summe ergibt sich für das erste Halbjahr 2009 ein Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit in Höhe von 58,9 Mio EUR.

Der Cash-Flow aus Investitionstätigkeit mit minus 48,3 Mio EUR beinhaltet den Erwerb von Sachanlagen (CAPEX) mit 37,6 Mio EUR sowie den Erwerb von Wertpapieren in Höhe von 24,7 Mio EUR. Der erwirtschaftete Free Cash-Flow vor dem Erwerb von Wertpapieren betrug 35,3 Mio EUR.

Mitarbeiter
Die durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte des Österreichischen Post Konzerns ging im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,3% oder 889 Mitarbeiter auf nunmehr 25.900 Mitarbeiter zurück. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einer Abnahme in der Division Brief. Der weitaus größte Teil der Konzernmitarbeiter (in Vollzeitkräften) ist in der Österreichischen Post AG beschäftigt (21.591). In den Tochterunternehmen arbeiten mehr als 4.300 Mitarbeiter.

Ausblick 2009
Die ersten sechs Monate des Jahres 2009 zeigen, dass für das gesamte Jahr mit einer schwierigeren wirtschaftlichen Situation zu rechnen ist, als dies zu Beginn des Jahres absehbar war. Die Wirtschaftsprognosen für die Länder, in denen die Österreichische Post tätig ist, wurden in den vergangenen Monaten stetig nach unten revidiert. Die im Dezember 2008 vorliegenden Prognosen von WIFO und IHS für das Wirtschaftswachstum in Österreich in 2009 lagen bei -0,5% und -0,1%. Die aktuellen Werte liegen bereits bei -3,4% und -4,3%. Von den Folgen dieses Wirtschaftsabschwunges ist auch die Österreichische Post betroffen. Die Österreichische Post erwartet, dass die verschlechterte ökonomische Situation auch weiterhin Auswirkungen auf das Volumen von Briefen, Paketen und Werbesendungen haben wird.

Die geringere Wirtschaftsleistung wirkt sich spätzyklisch auf das Brief- und Paketgeschäft der Österreichischen Post aus. Dies zeigt sich am Umsatzrückgang des Konzerns von 2,4% im ersten Quartal 2009 und 4,8% im zweiten Quartal 2009. Die Volumenentwicklung im Vergleich zum Vorjahr wird auch im zweiten Halbjahr rückläufig sein. Es ist damit zu rechnen, dass die aktuellen Entwicklungen anhalten und die Phase der Bodenbildung dieses Trends voraussichtlich noch nicht erreicht ist.

Für die Österreichische Post haben Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramme daher weiterhin oberste Priorität. Eingeleitete Maßnahmen werden fortgesetzt und intensiviert.
 
Bei den Personalkosten sollte es gelingen, den Lohn- und Gehaltssteigerungen 2009 durch Nutzung der Mitarbeiterfluktuation und durch Nicht-Nachbesetzung frei werdender Stellen entgegenzuwirken, um den Personalaufwand 2009 zu reduzieren. Unterstützen sollte hier ein neuer Kollektivvertrag für neu eintretende Mitarbeiter, der ab 1. August 2009 in Kraft getreten ist. Auch bei den Sachkosten sind Einsparungen vorgesehen.

Bei Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen wird angepeilt, die Kosten in Summe um 30 Mio EUR unter das Niveau 2008 zu senken.  Zusätzlich ist, wie bereits berichtet, eine Reduktion der Anlageinvestitionen  (CAPEX) im Gesamtjahr 2009 um 20% auf 80 Mio EUR vorgesehen. 
 
Geschäftsentwicklung der Divisionen
Division Brief

Der Außenumsatz der Division Brief reduzierte sich im ersten Halbjahr 2009 gegenüber der Vergleichsperiode 2008 um 4,5% auf 688,4 Mio EUR. Zurückzuführen ist diese Entwicklung einerseits auf die rückläufige Wirtschaftsentwicklung und  die elektronische Substitution von Briefen und andererseits auf die geringere Anzahl an Werktagen.
Das Geschäftsfeld Briefpost verzeichnete einen Umsatzrückgang von 4,8% oder 18,7 Mio EUR. Es zeigt sich, dass durch die schlechte wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen die stetige Substitution von Briefen durch elektronische Medien beschleunigt wird. Insbesondere im Kundensegment Telekommunikation erfolgt eine Reduktion der Versandmengen, während das Sendungsvolumen im Finanzdienstleistungssektor weiterhin konstant blieb. Darüber hinaus ergaben sich negative Auswirkungen durch einen Rückgang bei internationalen Sendungen sowie durch die geringere Anzahl an Werktagen.

Im Geschäftsfeld Infomail (adressierte und unadressierte Werbesendungen) reduzierte sich der Umsatz um 4,9% oder 12,8 Mio EUR. Ein Grund für die negative Entwicklung ist der allgemeine Rückgang von Werbeausgaben.

Bei adressierten Werbesendungen zeigten sich verringerte Sendevolumina insbesondere im Versandhandel: Aussendungen werden reduziert, verschoben oder gestrichen.

Die Reduktion von Werbesendungen durch den Versandhandel wirkte sich auch negativ auf die Umsatzentwicklung des auf Druckdienstleistungen und Dokumentenmanagement spezialisierten Unternehmens meiller direct aus. Die Volumina von unadressierten Werbesendungen des Handels blieben hingegen relativ konstant.

Im Geschäftsfeld Medienpost war aufgrund des konjunkturellen Rückganges bei Tages- und Wochenzeitungen ein Umsatzrückgang von 0,9% oder 0,6 Mio EUR zu verzeichnen.

In Summe erwirtschaftete die Division Brief ein EBITDA in Höhe von 132,9 Mio EUR. Das EBIT lag mit 114,5 Mio EUR um 15,6% oder 21,2 Mio EUR unter dem Vergleichswert des Vorjahres.

Division Paket & Logistik
Der Außenumsatz der Division Paket & Logistik reduzierte sich im ersten Halbjahr 2009 auf Basis der negativen Wirtschaftsentwicklung in den Schwerpunktmärkten um 3,0% auf 371,1 Mio EUR. In allen Märkten ist ein rezessionsbedingter Preisdruck und Mengenrückgang festzustellen.

Mit dem Produkt Premiumpaket (Paketzustellung innerhalb von 24 Stunden) wird mit etwa 305 Mio EUR der größte Umsatzanteil erzielt. Obwohl die konjunkturellen Einbußen in diesem Bereich weit geringer ausgefallen sind als in vielen anderen Logistikbranchen, wie etwa dem Fracht- oder Expressgeschäft, war ein Umsatzrückgang von 4,8% zu verzeichnen.

Regional gesehen erwirtschaftete die Tochtergesellschaft trans-o-flex in Deutschland mit etwa 75% in diesem Produktsegment den größten Umsatzanteil, gefolgt von Österreich mit weiterhin steigendem B2B-Paketvolumen (9%), Süd-/Osteuropa (9%) und den trans-o-flex Gesellschaften in den Niederlanden und Belgien (7%).

Mit dem Produkt Standardpaket in Österreich wurde eine Umsatzsteigerung von 2,3% auf rund 62 Mio EUR erzielt. Die Versandmengen des neu gewonnen Großkunden Hermes werden seit dem 1. Juni 2009 übernommen und tragen positiv zu dieser Entwicklung bei.

Das EBIT der Division betrug im ersten Halbjahr 2009 minus 3,4 Mio EUR und lag damit unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Zurückzuführen ist dieses Ergebnis auf den rezessionsbedingten Preis- und Mengendruck mit daraus resultierenden negativen Effekten bei den Konzernunternehmen.

Division Filialnetz
Der Außenumsatz der Division Filialnetz erhöhte sich im ersten Halbjahr 2009 um 1,3%. Die Verbesserung ist größtenteils auf eine Absatzsteigerung bei Mobiltelefonie- und Festnetz-Produkten zurückzuführen.

Erfreulicherweise zeigte sich auch eine stabile Entwicklung bei Finanzdienstleistungen – sowohl hinsichtlich der Sparvolumen als auch bei Wertpapierveranlagungen.

Die Veränderung der Innenumsätze der Division um minus 8,9% ist auf geringere Philatelieumsätze – nach positiven Einmaleffekten im Vorjahr, etwa durch die Fußball Europameisterschaft – sowie auf einen Rückgang des Sendevolumens an Briefen und Paketen über das Filialnetz zurückzuführen. Es handelt sich hierbei um rezessionsbedingte Rückgänge sowie um die Auswirkungen der geringeren Volumina durch die vermehrte Abholung von Briefmengen bei Großkunden.

Das EBIT der Division Filialnetz betrug minus 4,0 Mio EUR nach plus 6,7 Mio EUR im ersten Halbjahr des Vorjahres, hauptsächlich bedingt durch den rückläufigen Innenumsatz. Die geplanten Einsparungspotentiale konnten durch die behördlich verzögerte Umwandlung von unrentablen Kleinpostämtern nur teilweise realisiert werden. Von der geplanten Umstellung von 300 unrentablen eigenbetriebenen Postfilialen auf fremdbetriebene Post.Partner-Filialen werden etwa 100 Filialen im Juli und August umgestellt. Weitere Filialen sind in Vorbereitung, deren Umwandlung ist allerdings bis Ende September 2009 durch einen Bescheid des Verkehrsministeriums aufgeschoben.

Rückfragehinweis:
Österreichische Post AG
Konzernkommunikation
Leitung Mag. Marc Zimmermann
Tel.: +43 (0) 577 67 – 22626
E-Mail: marc.zimmermann@post.at

Österreichische Post AG
Michael Homola
Pressesprecher
Tel.: +43 (0) 577 67 – 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

Österreichische Post AG
Leitung Investor Relations
DI Harald Hagenauer
Tel.: +43 (0) 57767 – 30400
harald.hagenauer@post.at

Wien, 13.08.2009

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