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Corporate Social Responsibility

Verantwortung und nachhaltige Entwicklung

Als eines der größten Unternehmen Österreichs kennt die Österreichische Post ihre Verantwortung gegenüber Stakeholdern und gesellschaftlichem Umfeld. Deshalb bekennen wir uns dazu, die Interessen aller Beteiligten in unseren Zielen und unserer Tätigkeit angemessen zu berücksichtigen. Dabei orientiert sich die Österreichische Post am UN Global Compact, dessen Mitglied sie seit 2007 ist. In zehn Grundsätzen legt der Global Compact ökologische und soziale Mindeststandards fest. Diese Grundsätze bilden die zentralen Forderungen der in den Vereinten Nationen repräsentierten internationalen Gemeinschaft für eine nachhaltige, auf die Interessen aller Stakeholder bedachten Unternehmensführung.

CSR-Prinzipien

Orientierung am Unternehmenserfolg
Das grundsätzliche Ziel, die Ertragskraft nachhaltig zu sichern, hat für das Management der Österreichischen Post oberste Priorität. Denn nur ein ertragsstarkes Unternehmen kann auf Dauer seine gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und einen angemessenen Beitrag zur Erfüllung sozialer Bedürfnisse leisten. In diesem Sinn werden die Strukturen des Unternehmens laufend durchleuchtet, um O ptimierungspotenziale zu erschließen und so die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Dies sichert langfristig den angestrebten Unternehmenserfolg.

Gesellschaftliche und soziale Verantwortung
Die Österreichische Post ist einer der größten Arbeitgeber Österreichs. Auch in Zukunft sollen attraktive Arbeitsplätze angeboten werden. Zudem werden die Frauenförderung und die Möglichkeit zur Teilzeitarbeit aktiv weiterentwickelt. Zur nachhaltigen Absicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sind ständige O ptimierungsmaßnahmen und Prozessverbesserungen unumgänglich. Daraus resultieren Anpassungen der Personalkapazität an den jeweils aktuellen Bedarf. Diese erfolgen unter strikter Beachtung sozialer Gesichtspunkte und unter maximaler Nutzung der natürlichen Fluktuation.

Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter
Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und betriebliche Gesundheitsförderung sind Schlüsselelemente der Unternehmenspolitik. Denn motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind die Basis des bewährten Logistikkonzepts, das die tägliche Belieferung der Kunden sicherstellt. Eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung ist dafür eine unabdingbare Voraussetzung.

Wirtschaftlich erfolgreich mit Rücksicht auf die Umwelt
Auch der effiziente Umgang mit Ressourcen ist der Österreichischen Post wichtig. Zahlreiche Projekte, wie die Teilnahme am Greenhouse Gas Reduction Programme von PostEurop, zeugen davon. Die Post hat sich dazu verpflichtet, von 2008 bis 2012 10% aller im Unternehmen anfallenden Treibhausgas-Emissionen einzusparen.

CSR-Themenschwerpunkte

Die Österreichische Post definiert ihre nachhaltige Entwicklung gegenüber den Stakeholdern mit vier Themenschwerpunkten. Neben Ökonomie sind dies gesellschaftliche Verantwortung, Umwelt und die eigenen Mitarbeiter.

Gesellschaft

Gesellschaftliche und soziale Ziele:

Aufrechterhaltung der flächendeckenden Versorgung
Intensivierung des Dialogs mit Stakeholdern
Cultural Responsibility: Engagement im lokalen Umfeld

Bekenntnis zur landesweiten Versorgung
Die Österreichische Post ist der schnellste landesweite Zusteller, Jahr für Jahr: Zumindest 95% aller Briefe werden bereits am Werktag nach der Aufgabe ihrem Empfänger zugestellt. Das ist ein europäischer Spitzenwert. Möglich ist diese Höchstleistung nur durch die moderne Logistik und den persönlichen Einsatz der Mitarbeiter in der Brief- und Paketlogistik.

Für die landesweite Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen bewährt sich bereits seit Jahren die Kombination eigener und fremdgeführter Post-Geschäftsstellen. Insbesondere das Konzept der Post.Partner, bei dem lokale Trafikanten, Einzelhändler oder auch Gemeindeämter mit der Post kooperieren, ist erfolgreich. Durch ihr erweitertes Angebot tragen die Post.Partner darüber hinaus zur Stärkung der Nahversorgung bei.

Für die Österreichische Post als Universaldienstleister ist der Dialog mit der Politik, insbesondere mit Städten und Gemeinden, von großer Bedeutung. Denn die Gemeinden sind wichtige Partner in allen Fragen der Versorgungssicherheit der österreichischen Bevölkerung mit Postdienstleistungen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Marktveränderung sind gemeinsame Initiativen mit dem Ziel „Mehr Post für Österreich“ von großer Bedeutung. Die Zusammenarbeit mit den kommunalen Interessenvertretungen in Österreich ist eine wichtige Säule im aktiven Dialog der Österreichischen Post mit ihren Stakeholdern.

Eine im Jahr 2009 durchgeführte Stakeholderbefragung zeigte die weitreichende Bandbreite der Erwartungen und spiegelt das Spannungsfeld wider, in dem sich die Österreichische Post AG befindet: einerseits ein börsenotiertes Unternehmen mit klarer wirtschaftlicher Ertragsorientierung und andererseits ein Dienstleister mit Versorgungsauftrag für ganz Österreich.

Social und Cultural Responsibility
Soziales 2009 unterstützte die Österreichische Post bereits zum fünften Mal die Aktion „Ö3-Wundertüte“ durch die Übernahme der gesamten Logistik. Nicht mehr benötigte Handys werden durch diese Aktion zu barem Geld und helfen Familien in Not. Unterstützt hat die Post auch die Aktion „Ein Funken Wärme“, bei der die Caritas gemeinsam mit dem Kooperationspartner Kronen Zeitung Spenden für in Not geratene Familien sammelte.

Bei Unwettern im Frühjahr 2009 wurden in Österreich viele Hausbrunnen überflutet. In einer Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Seibersdorf (AIT) und AQA stellte die Post 100 von Hochwasser betroffenen Hausbrunnenbesitzern kostenlos Wasserchecks zur Verfügung.

Sport
Fußball behielt auch nach der UEFA EURO 2008™ einen hohen Stellenwert: Eine Kooperation zwischen dem Hauptsponsor Post, dem Unterrichtsministerium und dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB) ermöglichte bundesweit 104 Schulen, an der erstmals stattfindenden „Postliga Mädchenfußball“ teilzunehmen. Die Bedeutung von Sport für das Unternehmen wurde auch durch die Teilnahme am „Tag des Sports“ unterstrichen.

Kultur
Im kulturellen Bereich wurde anlässlich des Haydn-Jahres 2009 das Eröffnungskonzert der Haydn- Festspiele gesponsert und die bewährte Zusammenarbeit mit dem Salzburger Jazzherbst fortgesetzt. Im Bereich der bildenden Kunst erfolgte eine Kooperation mit der Albertina sowie mit dem Essl Museum.

Ökonomie

Ökonomische Ziele:

Mittelfristiges Umsatzwachstum von 1–2% p.a.
Nachhaltige EBITDA -Marge von 10–12%
Attraktive Dividendenpolitik

Die Österreichische Post AG ist ein börsenotiertes Unternehmen, das in den letzen Jahren eine erfolgreiche Entwicklung vollzogen hat. Um die gesteckten Ziele auch weiterhin zu erreichen, orientiert sich die Österreichische Post AG an den Wünschen ihrer Kunden, aber auch an den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter und Eigentümer.

Das Vertrauen der Post-Empfänger und die Wünsche der Kunden stehen im Mittelpunkt des unternehmerischen Handelns der Österreichischen Post AG. Durch innovative Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Briefzustellung bis zur Retourenbearbeitung steigert die Post ihre Effizienz und generiert Zusatzleistungen, die gleichzeitig auch die Auslastung der primären Distributionsstrukturen sichern.

Gesellschaftliche und vor allem technische Entwicklungen beschleunigen den strukturellen Wandel der Postzustellung hin zur elektronischen Zustellung von Briefen. Um dieser Veränderung zu entsprechen, erschließt die Österreichische Post AG auch im Bereich der elektronischen Datenübermittlung ihren Kunden neue und attraktive Dienstleistungen.

Wertschöpfungsbetrachtung
Dem von der Österreichischen Post im Jahr 2009 erwirtschafteten Umsatz von 1.290,4 Mio EUR (inkl. sonstige betriebliche Erträge) standen Vorleistungen von 1.156,0 Mio EUR gegenüber. Dies inkludiert Aufwendungen für Material und zugekaufte Leistungen im Umfang von 766,1 Mio EUR sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von 270,2 Mio EUR. Die sich daraus ergebende Wertschöpfung der Österreichischen Post von 1.290,4 Mio EUR verteilte sich zum Großteil auf die Mitarbeiter: direkt in Form von Gehältern und Löhnen bzw. indirekt durch den damit verbundenen Sozialaufwand. An die Aktionäre gehen für das Jahr 2009 insgesamt 101,3 Mio EUR an Dividende, der Staat Österreich ist mit 52,8% beteiligt, erhält also 53,5 Mio EUR als Aktionär. Di Ertragsteuern beliefen sich auf 45,1 Mio EUR.

Umwelt

Umweltziele:

Senkung Energieverbrauch um 10% bis 2012
CO²-Reduktion um 10% in den Jahren 2008–2012
Reduktion von Restmüll

Die Österreichische Post nimmt ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt aktiv wahr. Deshalb ist es ihr Ziel, die ökologischen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit durch den Einsatz umweltfreundlicher Technologien und den effizienten Umgang mit Ressourcen möglichst gering zu halten.

Im Dezember 2009 startete im Rahmen der Klimaschutz- Offensive der Post das Projekt „co²de green“: Die Post kauft CO²-Ausgleichszertifikate für 650.000 Pakete und EMS (Express Mail Service)-Sendungen und unterstützt damit ein klimaneutrales Projekt in Thailand. Dieser „co²de green“wird gratis an die Kunden, die im Filialnetz ihre Pakete aufgeben, weitergegeben.

Höhere Öko-Effizienz im Transport
Transporte – ein wesentlicher Teil der Unternehmenstätigkeit – werden so umweltfreundlich wie möglich gestaltet. Zum einen geschieht dies durch optimierte Routenplanung (Leerfahrten werden vermieden, die Auslastung der eingesetzten Fahrzeuge konsequent optimiert, die Anzahl der Transport-Kilomete verringert), zum anderen garantieren eine moderne Fahrzeugflotte, regelmäßige Wartung und laufende Schulung der Fahrer die Öko Effizienz. In einem Pilotprojekt schulten z.B. posteigene ECO-Trainer rund 150 Lenker im spritsparenden Fahrverhalten.

Gas- und Elektrofahrzeuge in der Zustellung
Einen innovativen und umweltfreundlichen Weg geht die Post auch bei der Zustellung. In Kooperation mit der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen und unterstützt durch das Beratungs- und Förderprogramm „klima:aktiv mobil“ des Lebensministeriums wurde ein Pilotversuch mit erdgasbet iebenen Fahrzeugen gestartet. Zurzeit hat die Post 77 Erdgas- Fahrzeuge sowie rund 20 Elektro-Mopeds und Elektro-Räder im Einsatz.

Teilnahme an internationalen Klimaschutzprogrammen
Auch auf internationaler Ebene hat sich die Österreichische Post zu einer nachhaltigen Unternehmenspolitik verpflichtet. So ist sie etwa – als eine von 16 europäischen Postgesellschaften – Mitglied des „Greenhouse Gas Reduction Programme“ der Post-Interessenvertretung PostEurop. Basierend auf einer gemeinsam entwickelten Erhebungsmethode werden im Rahmen dieses Programms erstmals die CO²-Emissionen der Postdienstleister im Bereich Transport und Fuhrpark systematisch erhoben und vergleichbar gemacht. Die Teilnehmer haben sich zusätzlich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Vom Start des Programms im Jahr 2008 bis 2012 sollen rund 10% der CO²-Emissionen abgebaut werden. Auch bei dem von der International Postal Cooperation – einer Vereinigung von 24 Postbetreibern aus Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland – auf Basis des „Greenhouse Gas Protocol“ entwickelten „Environmental Measurement and Monitoring System (EMMS)“ ist die Österreichische Post engagiert. Auf Grundlage dieses Systems bzw. seiner Ergebnisse wurde zeitgleich mit der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen Ende Dezember 2009 der erste globale Nachhaltigkeitsbericht des Postsektors präsentiert.

Die Österreichische Post AG als Dienstleistungsunternehmen verbraucht vor allem Ressourcen im Bereich Fuhrpark und Gebäude. Andere Materialverbräuche wie etwa Metall sind nicht signifikant.

Mitarbeiter


Mitarbeiterziele:
Qualifikation und Leistungskultur
Arbeitssicherheit: Senkung der Arbeitsunfälle
Gesundheit: Senkung der Krankenstände

Als einer der größten Arbeitgeber des Landes ist sich die Österreichische Post ihrer Verantwortung gegenüber allen Mitarbeitern bewusst. Gerade in einem Dienstleistungsbetrieb muss der „Faktor Mitarbeiter“ einen hohen Stellenwert genießen. Mit den zahlreichen Initiativen und Projekten zur Förderung der Mitarbeiter orientiert sich die Post ganz klar daran,

ihre Mitarbeiter leistungsorientiert zu fördern,
ihre Mitarbeiter für die Veränderungen am Arbeitsmarkt zu qualifizieren und
die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu fördern.

Veränderte Marktbedingungen
Der Wettbewerb im Postmarkt nimmt stetig zu. Hinzu kommt die Vorbereitung auf die vollkommene Öffnung des Briefmarkts im Jahr 2011. Dadurch sind laufende Anpassungen der Personalstruktur erforderlich. Im Februar 2009 wurde deshalb zwischen Unternehmen und Personalvertretung ein Sozialplan bis Ende 2010 vereinbart. Dieser bietet anlassbezogen eine umfassendeUnterstützung der betroffenen Mitarbeiter.

Regionale Arbeitsstiftungen
Mitarbeiter, die sich beruflich neu orientieren möchten, können in eine externe Arbeitsstiftung eintreten. Innerhalb von maximal drei Jahren absolvieren sie hier Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, um danach mithilfe der erworbenen Kenntnisse eine neue berufliche Tätigkeit zu ergreifen. Auch bei der Suche nach einem entsprechenden Arbeitsplatz unterstützen wir unsere Mitarbeiter aktiv.

Karriere- und Entwicklungscenter (KEC)
Darüber hinaus unterstützt und begleitet das Karriere- und Entwicklungscenter (KEC) – die New- Placement-Einheit der Österreichischen Post – die neue berufliche O rientierung der vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Mitarbeiter. Das Jahr 2009 war hier durch eine Reduktion der Mitarbeiterzahl gekennzeichnet. 60 Mitarbeiter etwa haben sich für das Überbrückungsmodell zum Pensionsantritt entschieden. Für über 40 Mitarbeiter konnte im Zuge einer systemischen Laufbahnberatung wieder ein fester Arbeitsplatz in einer Divisions- oder Serviceeinheit gefunden werden. Rund 250 Mitarbeiter sind mittlerweile in Langzeiteinsätzen tätig wie zum Beispiel im Austausch von Hard- oder Software für die Serviceeinheit IT, dem Poststellen Management oder der Digitalisierung der Eingangspost oder von Archiven unserer Kunden.

Schließlich ist es auch gelungen, die Anzahl der extern verleasten Mitarbeiter zu erhöhen. Diese Möglichkeit, neue Perspektiven für arbeitsplatzverlustige Mitarbeiter zu eröffnen, soll im kommenden Jahr genauso forciert werden wie Ressortwechsel zu anderen Bundesdienststellen. Gegen Ende 2009 wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass in den nächsten Jahren in Summe bis zu 1.000 Beamte der beiden Unternehmen Österreichische Post und Telekom Austria freiwillig zum Bundesministerium für Inneres (BMI) wechseln können.

Frauen und Familie
Der unternehmenseigene Frauenförderungsplan unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und garantiert Chancengleichheit bei der Aufnahme und in der beruflichen Laufbahn. Auch der Wiedereinstieg nach der Karenz wird weiterhin durch aktives Karenzmanagement gefördert.

Um Mädchen gezielt für techniknahe Berufsgruppen zu begeistern, nahm die Post 2009 bereits zum zweiten Mal erfolgreich am „Wiener Töchtertag“ teil und bot Einblicke in die Tätigkeiten im Briefzentrum, im Paketzentrum und bei der Güterbeförderung.

Gesundheit und Sicherheit
Mit Jahresende wurde das seit 2008 im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung laufende Schwerpunktprogramm „Richtiges Bewegen bringt allen was“ erfolgreich abgeschlossen. An mehr als 400 Informationsveranstaltungen über richtige Haltung und Bewegung am Arbeitsplatz nahmen mehr als 13.200 Führungskräfte und Mitarbeiter in den Zustellbasen teil. Neben dem bundesweiten Angebot zur kostenlosen Grippeimpfung für Mitarbeiter offerierte die Österreichische Post auch 2009 wieder vergünstigte Möglichkeiten für FSME-, Tetanus-, Diphterie-, Polio- und Hepatitisimpfungen. Für Nachtschichtarbeiter und Mitarbeiter mit Bildschirmtätigkeit bestanden Angebote zu arbeitsmedizinischen Untersuchungen.

Im Hinblick auf die Gefahren, die eine Pandemie für das Unternehmen birgt, wurde ein bereits vorhandener Pandemieplan entsprechend aktualisiert. Zusätzlich stehen den Mitarbeitern auf einer eigenen Intranetseite aktuelle Hinweise, Merkblätter, Checklisten und eine Hotline-Telefonnummer zur Verfügung, um durch gezielte Informationen das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

Aus- und Weiterbildung

Fokussierte Investitionen in HR
Die zielgruppen- und kompetenzorientierte Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und Führungskräfte stand 2009 weiterhin im Vordergrund. Das Leistungsspektrum erstreckte sich von Trainings in der Division Brief (Center of Competence, Vertriebsschulungen, Prozessmanagement) über Schulungen im Filialnetz (Direct Marketing, Telefontrainings, Spezialschulungen Philatelie) bis hin zu Aktivitäten in der Division Paket & Logistik (Vertrieb, Zeitmanagement, Qualitätsmanagement).

In den jeweiligen Fachbereichen wurde gezielt in den Ausbau und die Vertiefung der Kompetenzen der Mitarbeiter investiert. Die Maßnahmen beinhalteten unter anderem IT-Wissen, arbeitsrechtliche Themen, spezielle EDV-Coachings und Vorbereitungen auf den Europäischen
Computerführerschein, Certified Internal Auditor-Ausbildungen und Internes-Kontrollsystem- Trainings.

Vor dem Hintergrund der internationalen Vernetzung wurde großer Wert auf die Weiterentwicklung der Sprachfähigkeiten und Cultural Awareness gelegt.

Implacementstiftung
Um dem Fachkräftemangel in der Branche bzw. in bestimmten Regionen entgegenzuwirken, startete die Post eine zukunftsweisende Zusammenarbeit mit einer Implacementstiftung. Ziel der Stiftung ist es, eine bedarfsgerechte und arbeitsplatznahe Qualifizierung künftiger Mitarbeiter zu gewährleisten und selbst ausgebildete Fachkräfte langfristig im Unternehmen zu beschäftigen.

Ausbildung
von Banklehrlingen Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Verantwortung für junge Menschen besonders wichtig, deshalb bildet die Post in Zusammenarbeit mit der BAWAG PSK seit September 2009 20 Banklehrlinge in einer dreijährigen dualen Ausbildung (Berufsschule und Ausbildung im Betrieb) aus. Der Einsatz der Banklehrlinge ist vorerst in den Wiener Postfilialen und in Filialen in Niederösterreich (Wien Umgebung) geplant, langfristig auch im gesamten Bundesgebiet.

Motivation
Im Bereich Brief wurden wie in den letzten Jahren die bewährten Post- und Managementgespräche weitergeführt. Diese von Führungskräften geleiteten Gespräche geben den Mitarbeitern die Möglichkeit, mit dem Top- und mittleren Management in den persönlichen Dialog zu treten und direktes Feedback auf konkrete Fragestellungen zu erhalten.

Weiters wurden sowohl beim „Logistik Award“ als auch beim „Vertriebselite.Club“ herausragende Leistungen der Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen prämiert.

In der Division Paket & Logistik wurden 2009 mit den „Senior Management Conventions“ regelmäßige länderübergreifende Führungskräfteveranstaltungen eingeführt, in denen die strategische Ausrichtung an einen erweiterten Kreis von Führungskräften kommuniziert und gemeinsam an wesentlichen aktuellen Themenstellungen aus der Division gearbeitet wird.

Weiters wurden ständige länderübergreifende Arbeitsgruppen in den Bereichen Integration und Vertrieb eingerichtet, welche den divisionsweiten Wissensaustausch und die Kommunikation zusätzlich unterstützen.

Motivation durch Erfolgsbeteiligung
Durch den Börsegang der Österreichischen Post ist die Mehrzahl der Mitarbeiter auch zu Aktionären des Unternehmens geworden. Zusätzliche Motivation bietet die Österreichische Post seit Jahren regelmäßig durch eine freiwillige Erfolgsprämie. Im Rahmen
dieses unter den großen österreichischen Unternehmen einzigartigen Programms werden für 2009 bereits zum achten Mal in Folge 10% des erwirtschafteten EBIT der Österreichischen Post AG an die Mitarbeiter ausgeschüttet. Im Jahr 2009 war für 2008 eine Auszahlung von 648 EUR pro Mitarbeiter er Österreichischen Post AG erfolgt.

Sozialleistungen, Post.Sozial
Der Verein „post.sozial“ spiegelt die soziale Verantwortung der Österreichischen Post gegenüber ihren Mitarbeitern durch zusätzliche – über gesetzliche Vorgaben hinausgehende – Sozialleistungen wider. Die Leistungspalette reicht von finanziellen Unterstützungen bei außergewöhnlichen Belastungen wie Krankheit oder Naturkatastrophen über vergünstigte Angebote im kulturellen Bereich bis zur kostengünstigen Kinderbetreuung während der Ferienzeit. Weiters wird auch Unterstützung für Gesundheitsmaßnahmen und zur Gesunderhaltung beitragenden Freizeitaktivitäten angeboten.

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