„Denn die Art und Weise, wie sich das Bauwerk innenräumlich aus dem Berg heraus entwickelt, ist spannungsvoll und engagiert gemacht. Die Trennung von Aufstieg und Abstieg von den Raumfolgen im Ausstellungsbereich sowie die Differenzierung der Geschoße sind sinnvoll. Doch vor allem ist angenehm, dass das Gebäude nicht wichtiger sein soll als die darin auszustellenden Kunstwerke und deren Zusammenschau.“
Spectrum, 23.10.2004
Museum der Moderne Mönchsberg Salzburg
Das Museum der Moderne Mönchsberg wurde 2004 als zweiter Ausstellungsort neben dem bis heute bestehenden Museum der Moderne Rupertinum eröffnet und legt seinen Fokus auf Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Der neue Museumsbau wurde von den Münchner Architekten Klaus Friedrich, Stefan Hoff und Stefan Zwink in prominenter Lage über der Kulisse der Salzburger Altstadt realisiert. Die kubische Form mit ihrer hellen Ummantelung mit dem lokalen Untersberger Marmor wird durch vertikale Fugen gegliedert, die sich in ihrem Rhythmus auf das Notensystem bestimmter Arien aus Mozarts Oper „Don Giovanni“ beziehen. Das schlichte Rechteck steht in klarer Abgrenzung zum angrenzenden Wasserturm aus dem 19. Jahrhundert. Die verschiedenen Terrassen im Außenraum sowie die Ebenen im Inneren reflektieren die Schichtungen des Berges. Die großzügige Ausstellungsfläche von ca. 2.300 m2 auf drei Ebenen wird durch eine Skulpturenterrasse mit Blick auf die Salzburger Altstadt ergänzt.
Der Fokus der Ausstellungen liegt auf österreichischer und internationaler Kunst der Gegenwart und der klassischen Moderne. Die Sammlungsbestände mit ihren Schwerpunkten auf Malerei, Skulptur sowie die umfangreiche internationale Grafiksammlung und Beiträge österreichischer Fotografie nach 1945 werden in wechselnden thematischen Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Des Weiteren werden in den beiden Häusern die Fotosammlung der Republik Österreich sowie die Fotosammlung „Fotografis“ der UniCredit Bank Austria als Dauerleihgaben verwaltet.


