E-Mobilität ist längst keine Vision mehr. Elektrofahrzeuge halten langsam aber sicher Einzug auf den Straßen Europas. Die Österreichische Post, die mit rund 9.100 Fahrzeugen (ca. 7.250 PKW/LKW, 900 Mopeds und 900 Fahrräder) über den größten Fuhrpark Österreichs verfügt, will in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnehmen. Elektrofahrzeuge können wesentliche Beiträge zur Reduktion von Emissionen, Lärm und des Energieverbrauchs leisten – denn Elektromotoren arbeiten wesentlich effizienter und sind vor Ort emissionsfrei und geräuscharm.

Unterstützt durch das Förderprogramm „klima:aktiv mobil“ des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und den Klima- und Energiefonds der Bundesregierung verfügte die Post bereits über 653 E-Fahrzeuge, davon 699 einspurige und 163 mehrspurige E-Fahrzeuge, sowie 68 Erdgas-Fahrzeuge. Während sich einspurige E-Fahrzeuge bereits seit längerem im Fuhrpark der Österreichischen Post befinden, begab sich das Unternehmen 2011 mit dem Ankauf der ersten 18 E-Autos auf völlig neues Terrain. Neben 59 Nissan E-NV 200, 50 Renault Kangoo, 20 Mercedes Vito E-Cell, hat die Post derzeit acht elektrische Citroen Berlingo, sowie sieben Kyburz, sieben Paxster und 12 Jet-Flyer im Einsatz. Die Umstellung für die Zusteller war zu Beginn noch relativ groß, vor allem die fehlende Geräuschkulisse war gewöhnungsbedürftig. Eines der Learnings der ersten Testphase war auch, die Schulungen der Fahrer noch weiter zu intensivieren, da vor allem effizientes Fahren bei Elektromobilität noch stärker im Vordergrund stehen muss. Insgesamt fällt das erste Resümee der Testphase positiv aus – die Österreichische Post setzt auch verstärkt auf diese Zukunftstechnologie. So plant die Österreichische Post, ihren E-Fuhrpark nun bedeutend zu erweitern und will diesen bis 2016 auf rund 1.300 E-Fahrzeuge ausbauen. Da E-Mobilität derzeit noch nicht wirtschaftlich darstellbar ist, ist die Österreichische Post dafür auf Förderungen angewiesen. Für die nächsten Jahre hat die Post mit dem Klima- und Energiefonds der Bundesregierung und dem klima:aktiv mobil-Programm des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Partner an ihrer Seite, die sie beim Vorhaben, die E-Flotte weiter auszubauen, durch Förderungen und Know-how stark unterstützen. Die Österreichische Post ist mit ihrer Modellregion für E-Mobilität, „E-Mobility Post“, eine von acht Modellregionen in Österreich. Zur Deckung des Energiebedarfs der zukünftigen "E-Mobility Post"-Flotte errichtete die Österreichische Post bereits eine Dach-Photovoltaikanlage auf dem Briefzentrum Wien und eine weitere am Dach des neuen Logistikzentrums in Allhaming (Oberösterreich).

 

Weiterführende Links:
http://www.lebensministerium.at/
http://www.bmvit.gv.at/