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1999

Internationales Netzwerk in Vorbereitung

Pressemeldung vom 14.07.1999

Österreichische Post AG:
Innovation in allen Unternehmensbereichen

"Wir werden als Marktführer in Österreich den bereits scharfen Wettbewerb aktiv mitgestalten", kündigte der neue Post-Generaldirektor Anton Wais anläßlich der ersten Pressekonferenz der Österreichischen Post AG in Wien an. Dazu hat der Vorstand der Post drei Hauptziele definiert: Innovation in allen Unternehmensbereichen (Produkte, Prozesse, Abläufe), neue Wege in der Kundengewinnung und -bindung sowie eine offensive, internationale Netzwerkstrategie. "Wir werden sicherlich nicht darauf warten, daß große ausländische Konkurrenten unseren Markt bestimmen."

Die Post weise als österreichisches Unternehmen mit einer langen Tradition zahlreiche positive Assets auf: Das Vertrauen in ihre Mitarbeiter und ihre Dienstleistungen, mit 2.300 Postämtern eines der größten flächendeckenden Vetriebsnetze und eine hohe Logistik-Kompetenz. "Auf dieser guten Ausgangsbasis werden wir aufsetzen, mit Produkten und Wegen, die jetzt allerdings noch niemand mit unserem Traditionsbetrieb in Verbindung bringt", peilt Wais mit seinen Vorstandskollegen ein hohes Tempo an.

Internes Benchmarking, Call Center

Zwei Projekte wurden bereits vom Vorstand der Österreichischen Post AG initiiert: Mit dem Postamt 1103 Wien Südbahnhof wurde der Startschuß für ein internes Benchmarking gegeben. Das Postamt 1103 ist das größte Österreichs und besteht aus der Umleitung für Briefe und Pakete, Paketzustellung und Bahnpost. Im Zuge des Benchmark-Projekts sollen unter Einbeziehung der in allen Abteilungen einzurichtenden Projektteams die Hauptprozesse und deren Schnittstellen definiert werden und Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet und umgesetzt werden. "Damit wollen wir eine Verbesserung der Qualität und eine Produktivitätssteigerung in der Logistik erzielen", erklärte Logistik-Vorstand Jörn Kaniak.


Als wichtigste Kundenschnittstelle neben den Postämtern, dem Vertrieb und den Zustellern hat der Vorstand der Österreichischen Post AG die Einrichtung eines Call Centers definiert. "Wir sind eines der größten Dienstleistungsunternehmen Österreichs und als solches werden wir alle Chancen, den Markt aktiv zu bearbeiten, wahrnehmen", kündigt Josef Halbmayr, Vorstandsdirektor für Produkte und Vertrieb an.

Neue Wege in der Kundengewinnung und -bindung

Die Österreichische Post AG ist ein Unternehmen mit einer langen Tradition, in dem die Kundenorientierung einen wesentlichen Stellenwert hatte und hat. "Wir wollen nun mit einem der größten Filialnetze Österreichs und der Möglichkeit einer persönlichen Betreuung unserer Kunden durch mehr als 14.700 Zusteller österreichweit neue Wege gehen", definierte Wais die Ziele des Post- Vorstands. Dabei sollen nicht nur die Kundenzielgruppen neu definiert und segmentiert werden, sondern auch ungewöhnliche Wege in der Findung attraktiver Produkte und Services gegangen werden.

Know-how für Mitarbeiter

Auch in der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sollen neue Schwerpunkte gesetzt werden. Dazu sind in den nächsten Jahren Ausbildungsprogramme in allen Unternehmensbereichen geplant: "Um neue Wege zu gehen, müssen vor allem die Mitarbeiter sehr stark miteinbezogen werden. Die Motivation und Qualifikation im Unternehmen ist sehr hoch, wir wollen unseren Mitarbeitern nun das entsprechende Know-how zur Hand geben, um auch vielleicht bisher noch nicht angedachte oder ungewöhnliche Geschäftsideen zu verwirklichen", so Wais. Die Kosten für die geplanten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden bei mindestens 500 bis 700 Mio. S in den nächsten Jahren liegen.

Internationales Netzwerk mit Schwerpunkt Zentraleuropa

Die Österreichische Post AG wird eine internationale Netzwerkstrategie verfolgen. Dabei wird das Hauptaugenmerk auf die südosteuropäischen Länder gelegt. Mit der slowenischen Post ist die Österreichische Post AG bereits eine Kooperation eingegangen, in Ungarn, Tschechien, Kroatien und der Slowakei laufen derzeit Untersuchungen über das mögliche Marktpotential. Anschließend sollen sehr rasch Gespräche mit potentiellen Partnern in diesen Märkten aufgenommen werden. "Gerade unsere traditionell guten Verbindungen zu diesen Ländern machen uns auch für große europäische Player zu einem interessanten Partner", betonte Wais. Hier könne die Post auch als eine im internationalen Vergleich kleinere Gesellschaft ihre Stärken ausspielen.


Ziel ist es, im Rahmen eines "virtuellen Unternehmens" ein hochqualitatives Logistik-Netzwerk aufzubauen, das über strategisch relevante Standorte im südosteuropäischen Raum verfügt. "Dabei sind wir in der Form der Zusammenarbeit völlig offen", so Wais. Auch in diesem Bereich könne man sich neue, innovative Wege der Kooperation vorstellen.

Gute Ausgangslage, Ausblick 1999

"Wir haben bei unserem Antritt nach dem ersten Halbjahr 1999 eine gute Ausgangslage vorgefunden. Das Unternehmen Post hat mit einer Eigenkapitalquote von 46,6 Prozent eine solide Kapitalausstattung, ein gutes Geschäftsjahr 1998 hinter sich und auch die Entwicklung für das Jahr 1999 liegt im Plan", erklärte Finanzvorstand Rudolf Jettmar.

Vor allem in den zukunftsträchtigen Wachstumsmärkten wie Info-Mails (+ 7 %) und EMS (+ 9 %) konnte die Post im ersten Halbjahr 1999 gegenüber dem Vergleichszeitraum 1998 zulegen. Auch die zügige, österreichweite Umsetzung der Modernisierungsoffensive "Postamt Neu" zeigte bereits erste Erfolge.

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