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2000

Postvorstand und Personalvertretung verabschieden Gesamtpaket

Pressemeldung vom 11/2/2000

Nach harten Verhandlungen in den vergangenen zwei Monaten vereinbaren Personalvertretung und Vorstand der Österreichischen Post AG eine gemeinsame Vorgangsweise im Zusammenhang mit der Zustellkonzentration und der notwendigen Produktivitätssteigerung.

Nach den Verhandlungen der vergangenen Wochen wurde eine Einigung in Bezug auf das Zustellbasenkonzept gefunden:
Die Zustellkonzentration wie ursprünglich in der Post.strategie präsentiert wird ausgesetzt.
In einem am 1. Januar 2001 startenden Feldversuch werden in Abstimmung mit der Personalvertretung 24 Zustellbasen eingerichtet. Die Dauer dieses "Echtzeitversuchs" wird bis 31. März 2001 angesetzt. Bis Mitte April werden Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorliegen, die ein zu diesem Zweck gebildeter Wirtschaftsausschuss des Unternehmens bewerten wird und die Basis für die weitere Vorgangsweise bilden. Bei einem erfolgreichen Soll/Ist-Vergleich wird das Zustellbasenkonzept umgesetzt. Sollte nachweislich kein wirtschaftlicher Erfolg eintreten, wird festgelegt, wie der für 2001 vorgesehene Produktivitätsfortschritt von rund 500 Vollzeitarbeitskräften in der Distribution (Zustellung) realisiert werden kann. Sowohl Vorstand als auch Personalvertretung sind sich der Bedeutung dieses notwendigen Schrittes in Richtung Produktivitätssteigerung bewusst.

Parallel dazu gehen Vorstand und Personalvertretung in konstruktive Verhandlungen hinsichtlich eines österreichweit einheitlichen Personalbemessungssystems.

Nach der Einführung eines neuen Schichtmodells in der Logistik, eines zeitgemäßen Modells der Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenserfolg und einer neuen, adäquaten Grundausbildung konnte erneut eine bedeutende Einigung zwischen Unternehmensleitung und Personalvertretung erzielt werden.

"Die getroffenen Übereinkommen stellen einen weiteren wesentlichen Schritt in die richtige Richtung der Veränderung im Unternehmen dar. Die zwar hart, aber konstruktiv geführten Verhandlungen haben gezeigt, dass die Postgewerkschaft sowie der Vorstand die positive Entwicklung des Unternehmens zum Ziel haben. Das beschlossene Paket stellt für uns eine Beschleunigung dar, da eine Nichteinigung mit weiteren Zeitverlusten verbunden wäre," so der Vorstand der Post.

"Für die zentrale Personalvertretung stellt das Verhandlungsergebnis einen Kompromiss dar. Erst die Wirtschaftlichkeitsberechnungen werden Licht ins Dunkel der Zustellkonzentrationen bringen. Ich bin mir sicher, der gemeinsam besetzte Wirtschaftsausschuss wird sehr genau darauf achten, dass keine Fehlentwicklungen personeller und wirtschaftlicher Art entstehen", meint Hans Georg Dörfler, Vorsitzender des Zentralausschusses.

Wien,

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