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2001

Geschäftsjahr 2000 der Österreichischen Post AG

Pressemeldung vom 21.05.2001

Erfolgreich auf Modernisierungskurs

Ziel eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses übertroffen

Die Österreichische Post AG konnte im Geschäftsjahr 2000 ein positives Ergebnis erwirtschaften und damit das Ziel eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses deutlich übertreffen. "Wir liegen nicht nur beim Ergebnis über Plan sondern haben auch wichtige Fortschritte in unserer Modernisierungsstrategie erzielt, die nun erste Erfolge zeigt", betonte der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Post AG, Generaldirektor Anton Wais, anlässlich der Präsentation des Jahresabschlusses am 21. Mai 2001 in der Wiener Hofburg.

"Die vollständige Liberalisierung der Postmärkte in der Europäischen Union wird sich zwar verzögern, was jedoch nicht bedeutet, dass wir in unseren Bemühungen nachlassen dürfen. Die Post steht schon jetzt in vielen Bereichen im Wettbewerb, der sich in Zukunft noch verschärfen wird. Es ist unser Ziel, trotz äußerer Einflüsse und tiefgreifender Strukturänderungen mit einem hohen Einmal-Aufwand eine kontinuierliche Ergebnisentwicklung zu erreichen," erläuterte Wais.


Ergebnis: Planungsziele übertroffen
In den Zahlen für das Geschäftsjahr 2000 ist der Postauto-Dienst, der in die neu gegründete Österreichische Postbus AG ausgegliedert und per 1. März 2001 an die ÖIAG übertragen wurde, nicht enthalten. Ein direkter Vergleich mit dem Geschäftsjahr 1999 - in dem der Postauto-Dienst enthalten war - ist daher nicht möglich.

Im Geschäftsjahr 2000 erzielte die Österreichische Post AG einen konsolidierten Umsatz in der Höhe von ATS 21,22 Mrd (EUR 1,54 Mrd). Die umsatzstärksten Bereiche waren - an der Betriebsleistung gemessen - Briefpost (44%, entspricht ATS 9,89 Mrd oder EUR 718,80 Mio), Info-Mails (20%, entspricht ATS 4,45 Mrd oder EUR 323,30 Mio), Pakete (8% entspricht ATS 1,93 Mrd oder EUR 140,02 Mio), Zeitungen (8% entspricht ATS 1,90 Mrd oder EUR 137,88 Mio) und Schalterdienstleistungen mit 7% (entspricht ATS 1,48 Mrd oder EUR 107,38 Mio).

Die Reduktion der Umsatzerlöse bei Zeitungen (1999 lagen die Umsatzerlöse bei ATS 2,85 Mrd oder EUR 207,06 Mio) resultiert aus der Verringerung der Abgeltung gemeinwirtschaftlicher Leistungen.

Im Jahr 2000 erzielte die Österreichische Post AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von ATS 532 Mio (EUR 38,6 Mio). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei ATS 239 Mio oder EUR 17,4 Mio.

"In unseren Planungen für 2000 sind wir noch von einem ausgeglichenen operativen Ergebnis ausgegangen. Dass wir das abgelaufene Geschäftsjahr deutlich positiv abschließen konnten, zeigt, dass die Österreichische Post AG mit dem beschlossenen Maßnahmenpaket auf dem richtigen Weg ist," betonte Finanzvorstand Rudolf Jettmar.


1,5 Milliarden Schilling für Modernisierung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr investierte die Österreichische Post AG rund ATS 1,5 Mrd (EUR 109 Mio) in die Verbesserung ihrer Wettbewerbsposition. Schwerpunkte des Investitionsprogramms waren wie im vergangenen Jahr die Errichtung der Logistikzentren sowie die Modernisierung und Vernetzung der Postämter.

Die Eigenkapitalquote der Österreichischen Post AG erhöhte sich im Geschäftsjahr um rund vier Prozentpunkte auf 56,6 %. Diese Quote wird sich auf Grund einer vom Eigentümer geforderten Sonderdividende in Höhe von ATS 4,6 Mrd (EUR 334,3 Mio) für das Geschäftsjahr 2000 deutlich verringern. Die Sonderdividende wird zusätzlich zur Jahresdividende von ATS 400 Mio (EUR 29,1 Mio) ausbezahlt.


Kostensenkungen mit Speed
Das im März 2000 begonnene "Speed-Programm"zur Kostensenkung und Optimierung der Prozessabläufe zeigte im abgelaufenen Geschäftsjahr außergewöhlich positive Auswirkungen. Beispielsweise konnten bei den Überstunden Einsparungen in der Höhe von ATS 127 Mio (EUR 9,2 Mio) erzielt werden.

Zu den im Jahr 2000 umgesetzten Maßnahmen gehören unter anderem die Einführung eines neuen Schichtdienstmodells, laufende Optimierungen und Automatisierungen in der Logistik sowie eine verbesserte Abwicklung der Dienstleistungen im Schalterbereich. Diese Maßnahmen werden wesentlich zu einer Verringerung des Personalaufwandes beitragen. Derzeit beträgt der Personalaufwand rund 64% des Gesamtaufwandes.

Die Personalentwicklung der Österreichischen Post AG liegt insgesamt im Plan. Dieser positive Trend wird auch 2001 fortgesetzt.


Leistungsgerechte Entlohnung für Mitarbeiter
Die Österreichische Post AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2000 33.644 MitarbeiterInnen. Dies entspricht umgerechnet 31.775 Vollzeitkräften (1999: 35.493 Vollzeitkräfte). Rund 60% der Mitarbeiter sind Beamte. Die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr resultiert zum Großteil aus der Abspaltung des ehemaligen Geschäftszweiges "Postauto-Dienst" in die neu gegründete Österreichische Postbus AG und deren konzernmäßige Entflechtung.

Zur Realisierung einer leistungsgerechten Entlohnung wurde ein leistungsadäquates Entlohnungssystem ausgearbeitet. Ab dem Jahr 2000 sind MitarbeiterInnen am Unternehmenserfolg beteiligt.


Filialnetz, Marketing und Vertrieb:

Neuausrichtung des Filialnetzes
Die bereits 1999 begonnene strategische Neuausrichtung der Postämter wurde im Geschäftsjahr 2000 flächendeckend eingeführt. Es erfolgte die organisatorische Zuordnung der Postämter in Service- , Knoten- und Basispostämter, wobei die Knotenpostämter auch Steuerungsfunktion für die Basispostämter wahrnehmen.

Zur Ausweitung der Umsatz- und Geschäftsmöglichkeiten in den Filialen wurde ein neues Betriebstypenkonzept entwickelt, das nach einem Pilotversuch im laufenden Jahr eingeführt wird.


"Postamt Neu" mit hochmodernen IT-Systemen
Seit 1998 werden im Rahmen des Projektes "Postamt Neu" ATS 2 Mrd (EUR 145 Mio) in die Modernisierung und Erneuerung der Postämter investiert. Im Berichtsjahr erhöhte sich die Anzahl der baulich umfassend neu gestalteten Postämter auf 380. Weitere 423 Postämter wurden im Innenbereich neu gestaltet und bei mehr als 400 Postämtern erfolgte eine Erneuerung der Fassaden.

974 Postämter wurden im Jahr 2000 mit modernster EDV ausgestattet und vernetzt. Damit sind nunmehr insgesamt rund 1.430 Postämter an das Datennetzwerk der Österreichischen Post AG angeschlossen und erfüllen somit die Voraussetzung für den Einsatz des Universalschalters. Die Ausstattung mit Schalterautomations-Systemen ermöglicht zusätzlich die Anbindung der Postämter an die zentralen betriebswirtschaftlichen Systeme. Ist die elektronische Kassen- und Warenbestandsführung eingeführt, wird die Österreichische Post AG im internationalen Vergleich über eines der umfassendsten Schalterautomations-Systeme verfügen.


Boom bei Mobiltelefonie und Internetprodukten, neue Finanzdienstleistungen
Bestellmöglichkeiten von Telekommunikations-Produkten am Postschalter wurden durch gemeinsame Verkaufsaktionen mit der Telekom Austria AG stark ausgeweitet. Mit über 80.000 verkauften Internetzugangs-Produkten und einem Vertriebsanteil von 27 % verzeichnete dieser Bereich im Berichtsjahr einen regelrechten Boom. Im Sektor Mobilkommunikation wurden die projektierten Verkaufsziele erreicht, in den Bereichen Prepaid-Wertkarten und A1 wurden sie sogar deutlich übertroffen.

Die Zusammenarbeit mit der P.S.K. wurde im Geschäftsjahr unter dem neuen Eigentümer BAWAG erfolgreich fortgesetzt. Als Vergütung für den Vertrieb von Finanzdienstleistungen erhielt die Österreichische Post AG von der P.S.K. im Geschäftsjahr ATS 1,2 Mrd (EUR 87,2 Mio)


Neues Tochterunternehmen sorgt für aktuelle Adressen
Mit der Gründung des Tochterunternehmens Postadress Austria GmbH nutzt die Österreichische Post AG ihr Potenzial im Bereich Adressenverwaltung. Die Post ist das einzige Unternehmen Österreichs, das den gesamten Adressenbestand der österreichischen Haushalte auf den Tag genau zur Verfügung hat. Das Tochterunternehmen wird in Kooperation mit der Schober Suppan Direktmarketing GmbH im Bereich der Aktualisierung von Adressen und adressbezogenen Daten tätig sein.


Marktführerschaft im Paket-Bereich verteidigt
Im wettbewerbsintensiven Paketdienst hat die Österreichische Post AG Ihre Marktführerschaft erfolgreich verteidigt. In den Bereichen Business to Consumer und Consumer to Consumer hält die Österreichische Post AG fast 100 % des Marktes. Im Segment Business to Business ist die Österreichische Post AG gemeinsam mit Partner DPD ebenfalls Marktführer. Auch im Gesamtmarkt ist die Österreichische Post AG mit über 40 % Marktanteil eindeutiger Marktführer.


Service für E-Commerce
Basierend auf der E-Commerce-Wertschöpfungskette wurden im Berichtsjahr rund um die Kernkompetenz Transport und Zustellung Module entwickelt, die ein maßgeschneidertes Dienstleistungsportfolio für E-Commerce-Unternehmen bilden. Im Jahr 2000 wurde in Kooperation mit einer Großhandelskette ein Wein-Logistik-Versandsystem als Pilotprojekt entwickelt. Die Österreichische Post AG übernimmt für den Anbieter Abholung, Verteilung und zeitgerechte Zustellung der über das Internet bestellten Produkte. Für den Otto Wagner Shop der P.S.K. werden ebenfalls die via Internet bestellten Waren in den von der Österreichischen Post AG betreuten Lagern versandfertig gemacht und weltweit versendet.


Logistik und Distribution:

Fortschritte bei der Umsetzung des neuen Logistikkonzepts
Innerhalb von fünf Jahren investiert die Österreichische Post AG insgesamt rund ATS 3,5 Mrd (EUR 254,35 Mio) in Logistik. Als Einsparungspotential erwartet die Österreichische Post AG durch das neue Konzept jährlich etwa ATS 1,2 Mrd (EUR 87,21 Mio) und die weitere Verbesserung der Laufzeiten.

Im Jahr 2000 wurde das Paketzentrum Salzburg/Wals eröffnet, für das Logistikzentrum Ost in Wien erfolgte der Spatenstich. Damit stehen vier der insgesamt sechs geplanten Logistikzentren bereits in Bau bzw. unmittelbar vor Baubeginn. Bis zum Jahr 2004 werden alle Logistikzentren fertiggestellt und mit modernsten Automationssystemen ausgestattet sein.


Flexiblere Organisation durch neuen Schichtdienst
Mitte des Berichtsjahres konnte eine Betriebsvereinbarung über Schichtdienste in den Logistikzentren abgeschlossen werden. Der bisherige Zwölf-Stunden-Dienst wurde auf acht Stunden verkürzt. Dies ermöglicht eine weitgehende Flexibilisierung der Organisation, bei geringerer Arbeitsbelastung. Gleichzeitig konnten Einsparungen bei Überstunden und eine Verringerung des Personalaufwandes erzielt werden. Weiters wurden im Geschäftsjahr 2000 verschiedene Arbeitszeit-Modelle durch die Einführung von Zeitkonten und die Nutzung von Durchrechnungszeiträumen geschaffen und die Hierarchieebenen verringert. Die Einführung dieser neuen Aufbauorganisation erfolgt mit Inbetriebnahme der Logistikzentren.

Die neue Zustellorganisation, die eine Verringerung der Anzahl der Abgabepostämter auf unter 500 Zustellbasen und eine Optimierung der Tourenplanung vorsieht, wird 2001 in einem Feldversuch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit des Konzepts geprüft. Bei positivem Ergebnis wird das Konzept in ganz Österreich umgesetzt.


Ausblick:

Gutes 1. Quartal, kontinuierliche Wachstumsstrategie, Internationalisierung
Das laufende Geschäftsjahr 2001 hat für die Österreichische Post AG erfreulich begonnen.
Der Umsatz im 1. Quartal 2000 beträgt ATS 5,35 Mrd (EUR 388,07 Mio). Das EGT liegt im 1. Quartal 2001 bei ATS 204 Mio (EUR 14,83 Mio) und das EBIT bei ATS 125 Mio (EUR 9,08 Mio).

Die Modernisierungsaktivitäten werden auch im laufenden Geschäftsjahr konsequent fortgesetzt. Ziele sind weitere Qualitätsverbesserung und Produktivitätssteigerung, die Erhaltung bzw. der Ausbau der Marktführerschaft in Österreich und eine ausgewogene und kontinuierliche Wachstumsstrategie.


Akquisitionen in Südost- und Osteuropa
Im Rahmen der Gateway-Strategie gab der Aufsichtsrat der Österreichischen Post AG nun grünes Licht für die Akquisitionsoffensive in der Slowakei.

"Wir werden im Wettbewerb nicht von der Deregulierung getrieben, sondern von den Mitbewerbern. Deshalb brauchen wir eine marktkonforme Unternehmensaufstellung" betonte Wais und sagte abschließend: "Um den Wettbewerb im Sinne unserer Kunden zu heben, braucht Österreich eine starke Post."


Rückfragehinweis
Österreichische Post AG
Unternehmenskommunikation
Presse / PR
Michael Homola
Tel.: +43 (1) 515 51 - 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

Wien,

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