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2001

Dialogforum "Subventionsstopp - Fragen der Zeitungsförderung"

Pressemeldung vom 27.06.2001

Österreichische Post AG stellt marktorientiertes Tarifmodell für den Zeitungsversand ab 1. Jänner 2002 vor

Die Österreichische Post AG hat heute, 27. Juni 2001 im Rahmen eines Dialogforums mit dem Titel "Subventionsstopp - Fragen der Zeitungsförderung" in Wien neue Tarifmodelle für den Zeitungsversand ab 1. Jänner 2002 präsentiert.

"Postzeitungsdienst" endet mit 31. Dezember 2001
Die Gültigkeit des derzeit in Österreich zum Versand von Zeitungen durch die Österreichische Post AG angewendeten Tarifes "Postzeitungsdienst" endet mit 31. Dezember 2001.
Die Subventionen durch die öffentliche Hand wurden in den letzten Jahren sukzessive reduziert und entfallen ab 1. Jänner 2002 gänzlich.
In den Jahren 1998 und 1999 betrug die Abgeltung je ATS 1.089 Mio (EUR 79,1 Mio), was der Österreichischen Post AG noch immer eine Deckungslücke von jährlich mehr als ATS 200 Mio (EUR 14,5 Mio) verursacht hat. Für das Jahr 2000 betrug die Abgeltung nur noch ATS 780 Mio (EUR 56,7 Mio) mit einer Deckungslücke von ATS 536 Mio (EUR 39 Mio). Die Abgeltung für das Jahr 2001 beträgt ATS 200 Mio (EUR 14,5 Mio).
Durch die behördlich festgelegten Tarife ist ein kostendeckendes Wirtschaften nicht möglich.

Neue Tarife für den Zeitungsversand ab 1. Jänner 2002 in drei Schritten
Die Tarife für den Zeitungsversand ab 1. Jänner 2002 orientieren sich grundsätzlich am Tarif "Info-Mail mit persönlicher Anschrift" der Österreichischen Post AG. Dieser Tarif steht bereits bisher allen nicht zum Postzeitungsdienst versandberechtigten Unternehmen und Privatkunden für "Massensendungen" zu Verfügung und unterliegt unter 350 Gramm der behördlichen Genehmigungspflicht. Um trotz der notwendigen Preisanpassungen ihren Kunden einen vertretbaren Handlungsspielraum für die zukünftige wirtschaftliche Planung zu lassen, wird die Österreichische Post AG die Anpassungen nicht einmalig sondern in drei Schritten per 1. Jänner 2002, 1. Jänner 2003 und 1. Jänner 2004 durchführen.
Die neuen Tarife werden im Juli 2001 der Aufsichtsbehörde vorgelegt und mit 1. Jänner 2002 gültig.

Neue Tarife Tageszeitungen
Der Tarif für Tageszeitungen wird aufgrund der hohen logistischen Anforderungen der notwenigen schnellen Zustellung bei gleichzeitig nicht möglicher maschinellen Verarbeitung der Sendungen ab 1. Jänner 2004 im unteren Gewichtsbereich leicht über dem Tarif für Info-Mail mit persönlicher Anschrift liegen, im oberen Gewichtsbereich nähert er sich dem Vergleichstarif an.
Die notwendigen jährlichen Preisanpassungen liegen im Durchschnitt über alle Gewichtskategorien von 2002 bis 2004 zwischen 25 und 46 Prozent, in der am häufigsten in Anspruch genommenen Kategorie bis 150 Gramm zwischen 28 und 52 Prozent.

Neue Tarife Wochenzeitungen
Der Tarif für Wochenzeitungen, die wie Tageszeitungen nicht maschinell verarbeitet werden können, wird ab 1. Jänner 2004 unter dem Tarif für Info-Mail mit persönlicher Anschrift liegen.
Die jährlichen Preisanpassungen liegen im Schnitt über alle Gewichtskategorien von 2002 bis 2004 zwischen 21 und 36 Prozent, in der am häufigsten in Anspruch genommenen Kategorie bis 200 Gramm zwischen 21 und 32 Prozent.

Neue Tarife Monatszeitungen
Der Tarif für Monatszeitungen, die ebenfalls nicht maschinell verarbeitet werden können, bei denen aber gleichzeitig geringere Anforderungen an die Zustellgeschwindigkeit gestellt werden, wird ab 1. Jänner 2004 in allen Gewichtsstufen deutlich unter dem Tarif für Info-Mail mit persönlicher Anschrift liegen, besonders im oberen Gewichtsbereich.
Die jährlichen Preisanpassungen liegen im Durchschnitt über alle Gewichtskategorien von 2002 bis 2004 zwischen 19 und 36 Prozent, in der am häufigsten in Anspruch genommenen Kategorie bis 250 Gramm zwischen 16 und 25 Prozent.

Neue Tarife Post-Sponsoring
Der Tarif Post-Sponsoring wird ausgewählten karitativ oder kulturell tätigen und derzeit zum Tarif "Sonstige Zeitungen im Postzeitungsdienst" versandberechtigten Kunden zum Versand von bestimmten "Massensendungen" angeboten: Gemeinnützige Organisationen und Kirchen bzw. Religionsgemeinschaften können den Tarif zur Spendensammlung in Anspruch nehmen und kulturell tätigen gemeinnützigen Vereinen wird der Tarif für Sendungen an Vereinsmitglieder zur Information über das Vereinsleben oder den Vereinszweck angeboten. Die Entscheidung über die Zulassung zur Inanspruchnahme dieses Tarifes liegt bei der Österreichischen Post AG.
Der Tarif Post-Sponsoring wird bei möglicher maschineller Verarbeitung der Sendungen oder entsprechender Vorsortierung ab 1. Jänner 2004 im Gewichtsbereich bis 70 Gramm durchschnittlich rund 20 Prozent unter dem Tarif für Info-Mail mit persönlicher Anschrift liegen, in allen anderen Gewichtsbereichen ist der Tarif weitgehend mit dem Vergleichstarif Info-Mail mit persönlicher Anschrift identisch.
Die dazu notwendigen jährlichen Preisanpassungen liegen im Schnitt über alle Gewichtskategorien von 2002 bis 2004 zwischen 19 und 35 Prozent, in der am häufigsten in Anspruch genommenen Kategorie bis 60 Gramm zwischen 29 und 83 Prozent, bzw. 22 Prozent unter dem Preis für Info-Mail mit persönlicher Anschrift.

Post der bisher im "Postzeitungsdienst" versandberechtigten Kundengruppen Wahlwerber oder wahlwerbende Gruppen, gesetzliche Interessenvertretungen und von nicht kulturell und gemeinnützig tätigen Vereinen, die nicht der konventionellen Definition von Zeitung zuzuordnen ist, kann zukünftig mit den bereits derzeit angebotenen Tarifen Info-Mail mit persönlicher Anschrift verschickt werden.


Rückfragehinweis
Österreichische Post AG
Unternehmenskommunikation
Presse / PR
Michael Homola
Tel.: +43 (1) 515 51 - 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

Wien,

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