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2002

Österreichische Post AG präsentiert Quartalszahlen 1 – 3 des laufenden Geschäftsjahres

Pressemeldung vom 12.12.2002

Konjunkturlage und Substitution klassischer Postdienstleistungen durch neue Technologien führen zu Umsatzrückgängen
Verstärkte Fortsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen

Die Österreichische Post AG erreichte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2002 eine Betriebsleistung von EUR 1.113,20 Mio und ein EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) von
EUR –11,08 Mio. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielte die Post eine Betriebsleistung von EUR 1.145,26 Mio und ein EGT von EUR 7,87 Mio. Das EBIT betrug in den ersten drei Quartalen 2002 EUR –12,22 Mio gegenüber EUR –7,19 Mio in den Quartalen 1-3 aus dem Vorjahr. Das EBITD lag Ende September 2002 bei
EUR 60,62 Mio, Ende September 2001 bei EUR 62,73 Mio. Die Österreichische Post AG erzielte in den Monaten Jänner bis September 2002 ein Finanzergebnis von EUR 1,15 Mio, im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag dieses bei EUR 15,06 Mio. Der Personalstand verringerte sich von 30.427 Vollzeitkräften im 3. Quartal 2001 auf durchschnittlich 29.337 MitarbeiterInnen in den Monaten Jänner bis September 2002.


  Quartale 1-3, 2002 
(in Mio Euro)
Quartale 1-3, 2001
(in Mio Euro)
 Betriebsleistung  

  1.113, 20 

 1.145, 26

 EGT               

 -11,08

 7,87

 EBIT               

 -12,22

 -7,19

 EBITD                  

 60,62

 62,73

 Finanzergebnis                      

 1,15

 15,06


Trotz Einsparungen im Personalbereich von 3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konnten die seit einem Jahr verzeichneten Umsatzeinbußen nicht ausreichend kompensiert werden, erklärte Finanzvorstand Rudolf Jettmar. Die Gründe für die Umsatzrückgänge liegen in der unverändert schlechten Konjunkturlage, Umsatzrückgängen im Versandhandel, in der Substitution klassischer Postprodukte durch neue Technologien und im wachsenden Mitbewerb in den Wettbewerbsbereichen.

Entwicklung in den Geschäftsfeldern
Die anhaltende Konjunkturschwäche ist Hauptgrund für Einsparungsmaßnahmen der Kunden, die unmittelbare Auswirkungen – besonders auf das Briefvolumen – nach sich ziehen. Vor allem durch die steigende Technisierungsrate, die besonders stark beim Rechnungsversand zum Tragen kommt, ist im Geschäftsfeld Brief mit weiterhin rückläufigen Sendungsmengen zu rechnen.
Im Geschäftsfeld Medienpost konnte, ohne Berücksichtigung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen im Vorjahr, ein leichter Umsatzanstieg von 5 Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen 2001 erzielt werden. Die sukzessive Erweiterung von Zustellnetzen durch Mitbewerber lässt dennoch keine nachhaltige Steigerung erwarten.
Auch die Umsätze im Geschäftsfeld Infomail konnten leicht gesteigert werden (plus ein Prozent). Ähnlich wie beim Geschäftsfeld Brief beeinflusst auch hier das allgemeine rückläufige Wirtschaftswachstum den Markt negativ.
Im Geschäftsfeld Kurier-Express-Paket (KEP) führt die negative Entwicklung des hier umsatzstärksten Segments, dem Versandhandel, zu einem Umsatzrückgang von 6 Prozent gegenüber den Quartalen 1-3 aus dem Vorjahr.
Eine positive Entwicklung verzeichnet dagegen das Filialnetz. Durch gute Ergebnisse im Produktbereich Telekommunikation konnte eine Umsatzsteigerung von 5 Prozent gegenüber den Vorjahreswerten erzielt werden.

Ausblick: Weitere Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich
Für Generaldirektor Anton Wais macht der zu erwartende weitere Rückgang der Mengen im Kerngeschäft Brief eine Beschleunigung und Erweiterung der Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2003 und voraussichtlich auch in den Jahren darauf notwendig.
Bei der Senkung der Sachkosten werden 2003 Schwerpunkte bei den Infrastrukturkosten sowie beim Beratungs- und Werbeaufwand gesetzt. Für 2003 ist ein Mitarbeiterabbau in der Größenordnung von 1.455 Vollzeitkräften geplant. Der Aufwand für Leasing-Personal wird durch organisatorische Maßnahmen reduziert.
Die Voraussetzung für die Realisierung der Einsparungspotenziale werden durch strukturelle Maßnahmen wie die beschleunigte Umsetzung der Neuorganisation der Zustellung (Distribution Neu), Optimierung der Vertriebsstrukturen sowie Ausgliederung von Wachstumsbereichen und jenen Bereichen, die nicht zum Kerngeschäft des Unternehmens gehören, geschaffen.
Umsatzseitige Maßnahmen werden durch Preisanpassungen bzw. neue Preismodelle bei Brief und Infomails, einen Ausbau der Dienstleistungen im Geschäftsfeld Kurier-Express-Paket, sowie durch Optimierung des Produkt-Mix, besonders im Retail-Bereich, gesetzt.

Neues Mitglied des Aufsichtsrates – Horst Breitenstein
Horst Breitenstein, Vize-Direktor der Wirtschaftsuniversität Wien wird neues Mitglied des Aufsichtsrates der Österreichischen Post AG. Der 62-jährige ehemalige Generaldirektor von IBM Österreich, Zentraleuropa und Russland folgt damit Thomas Doll, der mit 1. Jänner 2003 die Leitung des Unternehmenscontrolling der Österreichischen Post AG übernimmt.

Rückfragehinweis
Österreichische Post AG          
Unternehmenskommunikation
Presse / PR
Michael Homola
Tel.: +43 (1) 515 51 - 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

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