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2002

Geschäftsjahr 2001 brachte deutliche Ergebnisverbesserung für die Österreichische Post AG

Pressemeldung vom 07.05.2002

EBIT um 35% gestiegen – EGT um 17%
Umsatzrückgang und kommende Liberalisierungsschritte erfordern konsequente Weiterführung des laufenden Kostensenkungsprogramms

Die Österreichische Post AG hat das Geschäftsjahr 2001 mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung abgeschlossen.
Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt EUR 24 Mio  (ATS 324 Mio) gegenüber EUR 17 Mio
(ATS 239 Mio) im Jahr 2000. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beträgt EUR 45 Mio (ATS 623 Mio) gegenüber EUR 39 Mio (ATS 532 Mio) im Jahr davor.
Der Umsatz der Österreichischen Post AG liegt im Geschäftsjahr 2001 bei EUR 1.518 Mio (ATS 20.884 Mio) gegenüber EUR 1.542 Mio (ATS 21.222 Mio) im Geschäftsjahr 2000.
Sämtliche Finanzdaten beziehen sich auf den gesamten Konzern.
Der Jahresabschluss wurde vom Vorstand der Österreichischen Post AG heute, Dienstag, 7. Mai 2002 in der Wiener Hofburg präsentiert.

„Es spricht für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens, dass trotz des Umsatzrückganges EBIT und EGT deutlich verbessert werden konnten“, kommentierte Rudolf Jettmar, Vorstandsdirektor Finanzen das positive Ergebnis.
Der verminderte Umsatz resultiert vor allem aus dem Wegfall der Abgeltung für gemeinwirtschaftliche Leistungen, sowie einem Rückgang bei den Schaltervergütungen. Im Kerngeschäft der Österreichischen Post AG – der adressierten Zustellung – konnten hingegen Umsatzzuwächse erzielt werden.

Kostenorientierung, Prozessoptimierung und Qualitätssteigerung werden weiter forciert
Generaldirektor Anton Wais betonte: „Das Ergebnis ist erfreulich, darf aber keineswegs darüber hinweg täuschen, dass gerade in Anbetracht der weiteren Liberalisierung des Marktes Kostenorientierung, Prozessoptimierung und Qualitätssteigerung strategisch konsequent weitergeführt werden müssen.“
Wais wies in diesem Zusammenhang erneut auf die Wichtigkeit der im Geschäftsjahr 2001 beschlossenen Neuorganisation des Unternehmens in Geschäftsfelder hin: „Mit einer Organisationsstruktur, die gezielte und marktspezifische Steuerung ermöglicht, wird die Österreichische Post AG die großen Herausforderungen der Zukunft erfolgreich meistern.“

Mitarbeiter
Der Personalaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr erneut gesenkt werden. Der Konzern Österreichische Post AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 30.357 Vollzeitkräfte, was einer Verringerung des Personalstandes um 1.418 Vollzeitkräfte gegenüber 2000 entspricht. Zum ersten Mal umgesetzt wurde im Berichtsjahr die inhaltlich neu gestaltete Post-Basis-Qualifikation, eine für Beamte verpflichtende Dienstprüfung nach neuen Kriterien. Kunde und Service stehen im Mittelpunkt dieser Ausbildung.

Wachstumsoption Südosteuropa
In den südosteuropäischen Märkten liegen Wachstumsoptionen für die Österreichische Post AG. Im Berichtsjahr wurde ein Tochterunternehmen in Slowenien gegründet, zu Beginn des Geschäftsjahres 2002 wurde mit den Gesellschaftern von Slovak parcel Service s.r.o. sowie In Time s.r.o. in Bratislava über die Abtretung der Geschäftsanteile Einigung erzielt. Ausständig ist noch die kartellrechtliche Genehmigung.

Logistik und Distribution
Das Gesamtlogistik-Konzept der Post, das insgesamt sechs mit hohem technologischem Standard ausgestatteten Logistikzentren vorsieht wurde im Jahr 2001 weiter umgesetzt. In den Logistikzentren Salzburg, Steiermark und Oberösterreich wurde im Geschäftsjahr der Betrieb aufgenommen.

Schwerpunkt in der Distribution waren die Vorbereitungen für die Neuorganisation der Zustellung, die eine Neuordnung der Abgabepostämter und die Reduktion auf rund 600 Zustellbasen oder Zustellpostämter vorsieht.
Durch die weitgehend automatische Sortierung sowie durch optimierte Transportwege zwischen den Logistikzentren und den Zustellbasen bzw. Zustellpostämtern können signifikante Laufzeitverbesserungen und bestmögliche Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Eine schlanke, direkte Führungsstruktur, eigenständige Gruppen bzw. Teams sowie einheitliche Standards für Prozessabläufe prägen die „Distribution Neu“.

Die Jobprofile für Mitarbeiter in Logistik und Distribution wurden neu definiert. Mit der Durchführung von Recruiting-Tests wird die Grundlage für ein transparentes und einheitliches Besetzungsverfahren aufbereitet. Bei rund 500 Mitarbeitern für das Logistikzentrum Steiermark wurde das Verfahren bereits abgeschlossen, der Recruiting-Prozess für das Logistikzentrum Wien lief im Berichtsjahr an und wird 2002 beendet. Neben dem Einführen flexibler Arbeitszeit-Modelle wurden für die geänderten Personalanforderungen sozial verträgliche Bedingungen in Form einer Betriebsvereinbarung sicher gestellt.

2001 hat die Österreichische Post AG das erste „Hauspostamt“ bei Otto Versand in Betrieb genommen. Pakete werden von dort aus nicht mehr in das nächstgelegene Logistikzentrum, sondern direkt in die Logistikzentren der jeweiligen Bundesländer befördert. Für Kunden mit einem entsprechend hohen Paketaufkommen besteht somit eine völlig neue Möglichkeit der Zusammenarbeit mit der Post, die Laufzeitverbesserungen bei gleichzeitiger Kosteneinsparung ermöglicht.

Ihre Logistikkompetenz konnte die Österreichische Post AG mit der reibungslosen Abwicklung der Euro-Münzen-Vorverteilung an alle österreichischen Postämter und Bankinstitute unter Beweis stellen. 1,1 Milliarden Euro-Münzen mit einem Gewicht von 8.000 Tonnen wurden in kürzester Zeit sicher und zuverlässig ausgeliefert.

Filialnetz, Marketing und Vertrieb
Im Geschäftsjahr 2001 wurde mit der Umsetzung des „Geschäftsstellenkonzeptes“ begonnen. Um eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit des Filialnetzes zu erreichen werden 648 unrentable Standorte zusammengelegt und neue – an den Bedürfnissen der Kunden orientierte – Filialtypen errichtet. Im Mittelpunkt des „Geschäftsstellenkonzeptes“ steht gleichzeitig die Erweiterung  des Produkt- und Dienstleistungsangebotes.

Die im Jahr 2001 pilotierten Filialtypen Post-Box, Post.at und Post-Partner wurden von den Kunden positiv angenommen.
In der Post-Box können Postgeschäfte praktisch „im Vorbeigehen“ erledigt werden. Sie ist ausschließlich an stark frequentierten Standorten zu finden. Neben bewährten Postdienstleistungen bietet die Post-Box ein interessantes Zusatzangebot von Geschenkartikeln bis zu Mobiltelefonen.
Post.at ist die zeitgemäße Weiterentwicklung des Postamtes. Post.at-Filialen bieten ein umfangreiches Zusatzsortiment von CD´s über Bücher bis zu Schreib- und Geschenkartikeln. „surf-points“ und „e-points“ runden als zeitgemäße Kommunikationsplattformen die neuen Angebote ab.
Der Post-Partner ist eine hervorragende Alternative für Postämter, deren Weiterführung aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich ist. Post-Partner sind meist Nahversorgungsbetriebe, die zusätzlich zu ihrem Stammgeschäft Postdienstleistungen anbieten. Der Kunde profitiert von den in der Regel längeren Öffnungszeiten, der Post-Partner von einer Steigerung der Kundenfrequenz.
Im Berichtsjahr wurden sieben Post.at-Standorte, vier Post-Box-Standorte und acht Post-Partner pilotiert.
Von allen genannten Filialtypen werden 2002 weitere Standorte eingerichtet.

Direct Marketing Kompetenz weiter ausgebaut
Mit dem Direct Marketing Center Wien eröffnete 2001 das sechste Kompetenzzentrum der Österreichischen Post AG für Businesskunden.
Die Post hat es sich zum Ziel gemacht, ihren Kunden langjährige Erfahrung und professionelles Know How im Direct Marketing für KMU´s zur Verfügung zu stellen. Die Fachberatung durch die Mitarbeiter der Direct Marketing Center wird ergänzt durch ein abwechslungsreiches Seminarprogramm, in denen Kunden von Branchenprofis lernen ihren Werbeerfolg zu optimieren. Der Seminarplan beinhaltet Einsteigerkurse ebenso wie Angebote für den in Marketingfragen erfahrenen Unternehmer.
Die Österreichische Post AG ist außerdem Hauptsponsor der im November 2001 gegründeten DAA Direct Marketing Akademie in Wien.
 
Neben neuen Produkten wie dem Bonus-Brief, dem Marken-Set, dem Premium-Brief sowie dem Vertrieb der Digitalen Signatur „a-sign“ über das Filialnetz wurde im Adressmanagement der Grundstein für zukünftige Services gelegt. Im Berichtsjahr wurde eine flächendeckende Adress-Basisdatenbank für den Echtbetrieb vorbereitet.

Ausblick
Für 2002 stehen folgende Schwerpunkte auf dem Plan:

  • Kostensenkungsprogramm verschärfen
  • Bedachte Investitionspolitik
  • Umsetzung der Geschäftsfeld-Organisation
  • Qualitätsoffensive in Logistik und Distribution
  • Abschluss der Filialnetz-Strukturanpassung

In einem Entwurf der Europäischen Union werden die Rahmenbedingungen für die weitere Liberalisierung ab 2003 neu definiert: Zunächst soll ab 2003 bei adressierten Postsendungen mit einem Gewicht von über 100 Gramm ein freier Wettbewerb zugelassen werden. Ab 2006 soll es für Sendungen über 50 Gramm keine Monopole mehr geben. Als Zieldatum für eine vollständige Liberalisierung ist derzeit das Jahr 2009 im Gespräch.

1.Quartal 2002
Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erzielte die Österreichische Post AG einen Umsatz in der Höhe von EUR 381 Mio (gegenüber EUR 388 Mio im ersten Quartal 2001).
Das EBIT liegt im ersten Quartal 2002 bei EUR 14,5 Mio (2001: EUR 9,1 Mio), das EGT bei EUR 15,4 Mio
(2001: EUR 14,8 Mio).


Rückfragehinweis
Österreichische Post AG
Unternehmenskommunikation
Presse / PR
Michael Homola
Tel.: +43 (1) 515 51 - 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

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