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2003

Österreichische Post AG schließt Geschäftsjahr 2002 mit Gewinn ab

Pressemeldung vom 16.05.2003

Umsatzsteigerungen in den Geschäftsfeldern Filialnetz und Infomail, Rückgänge bei Briefen und Paketen 
Personalaufwand erstmals unter einer Milliarde Euro

Die Österreichische Post AG hat das Geschäftsjahr 2002 mit einem Gewinn abgeschlossen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) beträgt EUR 19 Mio (2001: EUR 47 Mio), das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) EUR 11 Mio (2001: EUR 23 Mio) und die Betriebsleistung EUR 1.545 Mio (2001: EUR 1.576 Mio).
Der Umsatz der Österreichischen Post AG konnte gegenüber dem Vorjahr nahezu gehalten werden und lag bei EUR 1.484 Mio. Im Jahr 2001 betrug der Umsatz EUR 1.505 Mio.

Personalaufwand erstmals unter eine Milliarde Euro gesunken
Weiter gesenkt werden konnte der Personalaufwand, der mit EUR 993 Mio zum ersten Mal seit Gründung der Österreichischen Post AG unter einer Milliarde Euro liegt. Im Jahr 2001 betrug der Aufwand für das Personal noch EUR 1.022 Mio. Insgesamt konnte der Personalstand um 1.152 Vollzeitkräfte verringert werden und lag somit im Jahr 2002 bei durchschnittlich 28.974 Vollzeitkräften.

Qualitätsoffensive und Kostensenkungsprogramm als Gegenmaßnahme zur anhaltenden Konjunkturschwäche
„Die Österreichische Post AG blieb von den Auswirkungen der Konjunkturschwäche nicht verschont und bekommt zusätzlich eine – durch Sparmaßnahmen und den Trend zu alternativen Kommunikationsmitteln hervorgerufene – strukturelle Veränderung des Marktes zu spüren“, sagte Generaldirektor Anton Wais anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz heute, Freitag 16. Mai 2003 in Wien.
Die Schwerpunkte für 2003 sieht Wais in Qualität und weiterer Senkung der Kosten:
„Wir haben die Kosten im Griff, und werden das Kostensenkungsprogramm auch im laufenden Geschäftsjahr forcieren. Unsere Position auf dem rückläufigen, aber hart umkämpften Markt der Postdienstleistungen werden wir mit einer Qualitätsoffensive auf allen Ebenen festigen“, ergänzte Wais.
Als Beispiele dafür nannte Wais verbesserte Schnelligkeit und Zuverlässigkeit bei Transport und Zustellung, mehr Freundlichkeit, Kompetenz und Service in den Filialen, sowie verbessertes Know-How und optimale Beratung für Businesskunden.
Im Zusammenhang mit der Mittelfristplanung bis 2006 sagte Wais, dass „das Überleben des Unternehmens sichergestellt wurde, eine zusätzliche Ergebnis- und Wertsteigerung aus eigener Kraft allerdings nicht erreichbar ist.“ 

Neue Organisationsstruktur für flexibles Reagieren auf Marktveränderungen
2002 war für die Österreichische Post AG auch ein Jahr der großen internen Umstrukturierungen. Im Berichtsjahr wurde die bisherige Organisationsform von einer Spartenorganisation mit den Geschäftsfeldern Brief, Infomail, Filialnetz, Kurier.Express.Paket und Medienpost, unterstützt von zentralen Funktionen und Service-Einheiten abgelöst. Die neue Organisationsform ermöglicht höhere Flexibilität und präzisere Anpassung an die Erfordernisse des Marktes.

Geschäftsfeld Brief
Der größte Anteil am Gesamtumsatz stammt aus dem Geschäftsfeld Brief mit EUR 710,7 Mio (2001: EUR 726,4 Mio). Die schlechte Konjunkturlage wirkte sich vor allem im Geschäftskundenbereich negativ auf das Briefvolumen aus. Im internationalen Briefgeschäft liegen die Ergebnisse dagegen über den Werten des Vorjahres.
2002 wurde die laufende Umstrukturierung der Post-Zustellung vorangetrieben. Um die Distribution flexibler und effizienter zu gestalten, soll ab 2004 die Zustellung von 450 bis 500 Zustellbasen aus erfolgen. Mit Stand Ende 2002 waren bereits 219 Zustellbasen in Vollbetrieb.
2002 wurde mit dem Briefzentrum Wien eines der größten heimischen Infrastrukturprojekte umgesetzt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Start des Vollbetriebs im September 2002, werden im Briefzentrum mittlerweile ohne Probleme bis zu vier Millionen Sendungen täglich verarbeitet.

Geschäftsfeld Infomail
Das Geschäftsfeld Infomail konnte trotz Konjunkturflaute und dem damit verbundenen allgemeinen Rückgang der Werbeausgaben einen leichten Umsatzzuwachs erzielen  (EUR 341,1 Mio  gegenüber EUR 340,6 Mio im Jahr 2001).
Die Auswirkungen der negativen Konjunkturentwicklung konnten durch eine Umsatzsteigerung im Wettbewerbssegment Info.Post (nicht adressierte Werbesendungen) kompensiert werden. Mit rund 63% Marktanteil ist die Österreichische Post AG im  völlig liberalisierten Bereich unadressierter Werbung Marktführer.
2002 hat die Österreichische Post AG 75% minus eine Aktie am Werbemittelverteiler feibra erworben.
Für Kunden gibt es somit neben Info.Post, die in die Hausbrieffachanlage oder den Postkasten zugestellt wird, auch die Möglichkeit, nicht adressierte Werbesendungen durch die Vertriebsschiene feibra bis an die Tür zustellen zu lassen.

Geschäftsfeld Filialnetz
Die Umsätze im Geschäftsfeld Filialnetz konnten um acht Prozent von EUR 163,1 Mio im Jahr 2001 auf EUR 175,4 Mio gesteigert werden. Die Zusammenlegung von ursprünglich 2.300 Geschäftsstellen auf 1.669 Filialen wurde 2002 wie geplant umgesetzt. Die damit verbundenen Einsparungsziele wurden erreicht, durch Verkaufsaktionen und Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen konnten die Umsätze trotz Standortkonzentration gesteigert werden.
Unter der Initiative „Bitte recht freundlich“ wurden 2002 alle Filialleiter und deren Stellvertreter geschult. Die Servicequalität wird seither von einem externen Institut mittels Testeinkäufen und Testanrufen in allen Filialen überprüft. Die 2001 erstmals präsentierten neuen Filialtypen Post.at, Post-Box und Post-Partner wurden von den Kunden gut angenommen und 2002 weiterentwickelt und ausgebaut. Mit Stand Ende 2002 waren insgesamt 17 Post.at, fünf Post-Box-Filialen und 120 Post-Partner in Betrieb.

Geschäftsfeld Kurier.Express.Paket
Das Geschäftsfeld Kurier.Express.Paket (KEP) erzielte 2002 einen Umsatz in der Höhe von EUR 158,0 Mio (2001: EUR 164,9 Mio). Die Konjunkturschwäche wirkte sich auf die Umsätze im Geschäftsfeld Kurier.Express.Paket vor allem im Versandhandel aus. Allerdings wurde im vierten Quartal 2002 eine deutliche Verbesserung der Umsatzsituation sowie eine Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum 2001 erzielt.
2002 konnte sich das im Jahr davor in Slowenien gegründete Tochterunternehmen Yellogistics auf dem dortigen Markt etablieren. Auch die Tochtergesellschaften Slovak Parcel Service und In Time in der Slowakei konnten 2002 Umsatzzuwächse verzeichnen. Weitere Möglichkeiten zum Markteinstieg in Ost- und Südosteuropa werden in Tschechien, Ungarn und Kroatien geprüft.

Geschäftsfeld Medienpost
Das Geschäftsfeld Medienpost steuerte EUR 89,9 Mio (2001: EUR 99,0 Mio) zum Gesamtumsatz des Unternehmens bei.
Der Rückgang im Geschäftsfeld Medienpost ist auf die 2002 erstmals nicht mehr erfolgte Abgeltung für gemeinwirtschaftliche Leistungen zurückzuführen. Vergleicht man die Umsätze mit den um diese Abgeltung bereinigten Zahlen aus dem Vorjahr, ergibt sich eine Umsatzsteigerung von sechs Prozent. Ein hervorragendes viertes Quartal (mit hohem Sendungsvolumen im Vorfeld der letzten Nationalratswahl) ermöglichte diese positive Entwicklung. Das Geschäftsfeld Medienpost der Österreichischen Post AG stellte 2002 rund 4.600 Titel (Zeitungen, Sponsoring-Post und Anzeigenblätter) zu.

1. Quartal 2003
Im 1. Quartal 2003 beträgt das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) EUR 7 Mio (2002: EUR 15 Mio), das Ergebnis vor Zinsen und Steuer (EBIT) bei  EUR 7 Mio (2002: EUR 14 Mio) und die Betriebsleistung EUR 380 Mio (2002: 391 Mio). Die Umsatzerlöse lagen in den Monaten Jänner bis März 2003 bei EUR 368 Mio, im Vergleichszeitraum 2002 bei EUR 381 Mio.
Der Personalaufwand konnte im 1. Quartal 2003 um 4 Prozent gesenkt werden und beträgt EUR 242 Mio gegenüber EUR 252 Mio im 1. Quartal 2002.
Finanzvorstand Rudolf Jettmar erwartet auf der Einnahmenseite keine rasche Trendumkehr: „Die Ergebnisse des ersten Quartals und auch die Entwicklung auf den europäischen Postmärkten zeigen deutlich, dass das Kostensenkungsprogramm auch im laufenden Jahr forciert werden muss“.

Geschäftsbericht 2002


Rückfragehinweis
Österreichische Post AG
Unternehmenskommunikation
Presse / PR
Michael Homola
Tel.: +43 (1) 515 51 - 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

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