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2004

Post-Generaldirektor Wais fordert faire Rahmenbedingungen für den Postmarkt

Pressemeldung vom 11.10.2004

Spannende Diskussionen über Zukunft des österreichischen Postmarktes bei Enquete in Wien

Bei der heutigen Post-Enquete des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie diskutierten hochrangige Experten über die Zukunft des österreichischen Postmarktes.

„Das neue Postgesetz muss einen fairen Wettbewerbsmarkt schaffen“, betonte Wais. „Das heutige Postgesetz ist auf einen Monopol-Markt zugeschnitten. Das Gesetz belastet lediglich einen Anbieter – die Österreichische Post.“
Wais forderte ein Lizenzverfahren, das zum Schutz des Konsumenten dauerhafte Qualitätsstandards und annähernd gleiche personalrechtliche Bedingungen für alle Postbetreiber beinhaltet.
Nach dem Vorbild des ungarischen Postgesetzes forderte Wais ein Postgesetz, welches verhindert, dass Postbetreiber sich durch Konzentration auf lukrative Ballungsräume „Rosinen aus dem Markt picken“. In Ungarn müssen Postbetreiber, die z.B. eine Lizenz für den Raum Budapest erwerben, zusätzlich mindestens zwei weitere, weniger lukrative Gebiete versorgen.
Der Regulator für den österreichischen Postmarkt sollte nach den Vorstellungen des Generaldirektors der Post in Zukunft als unabhängige Kapitalgesellschaft fungieren.
Zur Finanzierbarkeit der Systeme und Netze schlug Wais vor, einen Teil der Dividenden, welche die Österreichische Post an den Eigentümer abliefert, zukünftig für gemeinwirtschaftliche Leistungen zu verwenden.

Zu den jüngsten Presseberichten über bevorstehende Zusammenlegungen von Postfilialen erklärte Wais, dass im Aufsichtsrat der Post über geplante Einsparungen im Filialnetz in Höhe von 22,7 Mio Euro bis 2007 diskutiert wurde. Um dieses Ziel zu erreichen ist laut Wais ein Bündel von Maßnahmen erforderlich.
Wais betonte, dass die öffentliche Diskussion zeige, dass „die Post nicht nur allen was bringe, sondern vor allem auch für alle ein Thema sei.“

Rückfragehinweis
Österreichische Post AG
Corporate Communications
Öffentlichkeitsarbeit
Michael Homola
Tel.: +43 (1) 515 51 – 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

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