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2004

Die Zukunft der Postversorgung und des Filialnetzes

Pressemeldung vom 30.11.2004

Alternative Lösungen – Kein Standort wird ersatzlos aufgelassen

In den nächsten drei Jahren wird das Netz der Geschäftsstellen modernisiert, um es für den wachsenden Wettbewerb zu stärken und dauerhaft wirtschaftlich abzusichern. Dabei wird das Erscheinungsbild überarbeitet und die Palette an Produkt- und Serviceangeboten erweitert.
„Diese Initiative betrifft die Filialen, also jene Stellen, wo Briefe, Pakete oder Geldsendungen entgegen genommen werden“, betont der für das Filialnetz zuständige Vorstand der Österreichischen Post, Herbert Götz, „Briefträger und die Zustellung sind nicht betroffen.“

Standorte werden an Kundenbedürfnisse angepasst
Bei der Optimierung sollen Standorte und Filialgrößen an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden, um so die Erträge durch das Filialnetz zu steigern. Derzeit ist das historisch gewachsene Netz der Postfilialen in vielen Regionen nicht ideal, sowohl was die Versorgungsqualität der Kunden betrifft, als auch in Hinblick auf die Kosten- und Ertragslage. Durch die gestiegene Mobilität und die veränderten Konsumgewohnheiten der Kunden liegen viele Standorte heute abseits der Kundenströme. Zudem zeigt sich, dass größere Filialen mit einem breiteren Angebot auf höhere Akzeptanz bei den Kunden stoßen.
Eine im Sommer 2004 durchgeführte Wirtschaftlichkeitsüberprüfung hat ergeben, dass vor allem sehr kleine Filialen mit geringer Kundenfrequenz große Rentabilitätsprobleme haben. Bei rund 20 – 25% der Geschäftsstellen, so das Ergebnis der Analyse, wird es auch mit Produktausweitungen, Beratungsinitiativen oder Schwerpunktaktionen nicht möglich sein, den Standort ohne dauerhafte Verluste zu führen.
Der Finanzvorstand der Österreichischen Post Rudolf Jettmar: „Wir haben Filialen, die weniger als 100 Euro Einnahmen am Tag erwirtschaften. Bei einigen beträgt die Besucherfrequenz fünf bis zehn Kunden pro Tag. Ein voll ausgestattetes Postamt, das von nur so wenigen Menschen benötigt wird – das ist mit Sicherheit ein falscher Einsatz unserer Ressourcen.“ In einigen Filialen übersteigen die Kosten ein Vielfaches der Einnahmen einer Filiale.

Alternative Lösungen – Kein Standort wird ersatzlos aufgelassen
Für Standorte, bei denen wegen mangelnder Kundennachfrage die kostendeckende Führung auf Dauer ausgeschlossen ist, wird die Österreichische Post alternative Lösungen finden. Selbstverständlich wird den Kunden der Post eine den Bedürfnissen entsprechende, qualitativ hochwertige, flächendeckende Versorgung geboten.
Herbert Götz: „Es geht also keineswegs darum, dass Standorte ersatzlos aufgelassen werden, sondern um tatsächliche Alternativen. Es ist sichergestellt, dass kein Standort ersatzlos aufgelassen wird. Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen bleibt ungeschmälert aufrecht.“


Über 360 erfolgreiche „Post-Partnerschaften“
Für solche Alternativlösungen gibt es mehrere Möglichkeiten, die in vielen Regionen Österreichs seit einigen Jahren mit Erfolg eingesetzt werden:
122 Post-Partner: Private Handels- oder Gewerbebetriebe bieten als Vertragspartner der Post deren Produkte an.
241 Post-Servicestellen: Das sind Einrichtungen, die nicht das volle Angebot einer Filiale oder eines Post-Partners bieten, aber ebenfalls Briefe und Pakete entgegen nehmen und die Möglichkeit zur Abholung von Sendungen bieten. Sie werden von privaten Unternehmern, zum Teil auch von Gemeinden oder Fremdenverkehrsämtern betrieben.

4.200 Landzusteller: In dünn besiedelten Gebieten übernehmen die Zusteller wesentliche Funktionen der Filialen – Annahme von Briefen und Inlandspaketen, Annahme von Zahl- und Erlagscheinen, Einzahlung auf Sparbücher.

Post.Mobil: Darüber hinaus wird derzeit die Möglichkeit geprüft, erstmals in Österreich auch mobile Postämter einzusetzen, die je nach Bedarf an einigen Tagen der Woche für jeweils mehrere Stunden vor Ort die Funktion einer Filiale übernehmen.

Keine Kündigungen
Herbert Götz: „Wir nähern uns mit diesen Maßnahmen der europäischen Normalität. Derzeit betreibt die Österreichische Post noch 82 Prozent ihrer Filialen selbst. Im Vergleich dazu sind es in Deutschland unter 50%, in Dänemark 33%, in den Niederlanden 14%.“
Die Veränderungen im Filialnetz bedingen auch Veränderungen auf Seiten der Mitarbeiter, die aber nur das Aufgabenprofil und den Einsatzort betreffen. Es gibt im Zuge dieses Programms keinerlei Kündigungen. Entsprechende Verhandlungen mit der Personalvertretung wurden bereits geführt.

Rückfragehinweis
Österreichische Post AG
Corporate Communications
Öffentlichkeitsarbeit
Michael Homola
Tel.: +43 (1) 515 51 – 32010
E-Mail: michael.homola@post.at

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