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2009

News vom 23.07.2009

100 Gratistests für betroffenen Hausbrunnenbesitzer in Hochwassergebieten

Gravierende Qualitätsmängel bei Brunnenwasser - Hochwasser und Starkregen verschärfen das Problem

"Die Wetterextreme der letzten Wochen haben auch Auswirkungen auf das sensible Gut Wasser. Bei den starken Niederschlägen der vergangenen Wochen wurden viele Hausbrunnen überflutet. Das kann zu Problemen bei der Trinkwasserqualität führen. Er ist daher wichtig, dass sich die BesitzerInnen von Hausbrunnen dieser Problematik bewusst sind und eine Überprüfung auf hygienische Belastungen durchführen. Dazu setzen wir mit einer neuen Aktion einen wichtigen Impuls: Wir stellen den ersten 100. Hausbrunnenbesitzer aus Hochwassergebieten, die sich bei uns melden, den bakteriologischen Wassercheck im Wert von rund 80 Euro gratis zu Verfügung“, kündigte Umweltminister Niki Berlakovich heute im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Postvorstand Herbert Götz und AQA Geschäftsführer Stephan Bruck.

„Gerade die jüngsten Hochwässer haben uns wieder vor Augen geführt, wie wichtig sowohl die Prävention als auch rasches Handeln nach Schäden im Bereich Grundwasser sind. Wir wollen die Bevölkerung bei Schutzmaßnahmen unbedingt ins Boot holen und das Bewusstsein für den Bereich der Eigenverantwortung stärken“, so der Minister weiter. „In Hochwassergebieten sollte man zur eigenen Sicherheit von der Annahme ausgehen, dass alle im Einflussbereich liegenden Hausbrunnen hygienisch betroffen sind“, erläutert der Wasserwirtschafter Stephan Bruck von AQA.

In Österreich versorgen sich mehr als 1 Million Menschen über ihren eigenen Brunnen und sind nicht an das öffentliche Netz angeschlossen. Die jüngsten Ergebnisse des „Wassercheck Bakteriologie“ zeigen jedoch, dass nur 20 Prozent der analysierten Wasserproben aus Hausbrunnen uneingeschränkt genusstauglich sind.

Bei 34 Prozent liegt eine Überschreitung der Indikatorwerte und somit eine bedingte Genusstauglichkeit vor. Knapp die Hälfte aller analysierten Proben überschreiten gesundheitsgefährdende Parameter und sind somit nicht genusstauglich. „Uns liegt viel daran, dass in Österreich die hohe Qualität des Trinkwassers auch im privat versorgten Bereich gewährleistet ist. Darum empfehle ich, sich dort wo möglich, an das öffentliche Netz anzuschließen oder eigenverantwortlich regelmäßige Kontrollen des Hausbrunnens durchzuführen. Die Vorteile der Versorgung durch das öffentliche Netz liegen bei der vorgeschriebenen Kontrolle, der regelmäßigen Wartung und bei dem professionellen Betrieb“, unterstreicht Umweltminister Berlakovich. Dass die öffentliche Wasserversorgung die Menschen mit einwandfreiem Trinkwasser versorgt, bestätigen auch die Ergebnisse des aktuellen Wasserchecks. Probleme gibt es aber nach wie vor im Last Mile Bereich. Dennoch nimmt Österreich im internationalen Vergleich bei der Qualität seiner Anliegen und des Trinkwassers einen absoluten Spitzenplatz ein.

Um den Anschlussgrad an die öffentliche Wasserversorgung zu steigern, hat das Lebensministerium in den vergangenen Jahrzehnten den Ausbau der zentralen öffentlichen Trinkwasserversorgung besonders im ländlichen Raum forciert. Allein seit 1993 wurden mit Hilfe von Förderungen des Bundes insgesamt mehr als 7.000 Projekte zur Trinkwasserversorgung mit Investitionskosten in Höhe von 2,3 Milliarden Euro umgesetzt. Derzeit liegt der Anschlussgrad bei 90 Prozent.

Vom Wasserhahn ins Labor österreichweit in 24 Stunden
Damit die hohe Wasserqualität für die Österreicherinnen und Österreicher gewährleistet wird, unterstützt das Lebensministerium seit 2004 die Aktion „Wassercheck“, der von AQA in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Seibersdorf (AIT) entwickelt wurde und jetzt in Kooperation mit der Österreichischen Post durchgeführt wird.

Von jedem Ort in Österreich erreicht die Brunnenwasserprobe qualitätsgesichert die Labors in Seibersdorf innerhalb von 24 Stunden, da der Versand über das Express Mail Service (EMS) der Österreichischen Post AG genauso Teil des Wasserchecks ist wie die Analyseleistung. Beim „Wassercheck Bakteriologie“ sind wichtige Qualitätskriterien wie die Styroporverpackung der Probennahmeflasche und die Anlieferung im Labor innerhalb eines Tages essentielle Voraussetzungen für die Top-Analyse. „Wir freuen uns, zu einem gesellschaftspolitisch so dringlichen Thema wie der Trinkwasserversorgung mit unserer ureigensten Dienstleistung einen wesentlichen Baustein beitragen zu können“, so Postvorstand Herbert Götz.

Der Test basiert auf freiwilliger Basis und kann von jedem oder jeden durchgeführt werden, ohne Folgen bei einem negativen Ergebnis zu befürchten. Fällt das Ergebnis negativ aus, bekommt der oder die Betroffene Tipps und Hilfe bei der Behebung des Problems. Im Laufe der Jahre konnte durch die vielen Wasser-Einreichungen viel Wissen gesammelt werden. Dadurch sind einzigartige Datenbanken über die Qualität des österreichischen Trinkwassers entstanden.

Auf Initiative von Umweltminister Niki Berlakovich werden nun 100 „Wasserchecks Bakteriologie“ den Betroffenen in einer Sonderaktion zur Verfügung gestellt. Die Aktion wird von der Post AG, dem Forschungszentrum Seibersdor (AIT) und AQA unterstützt und ermöglicht, den ersten 100 Hochwasser-betroffenen HausbrunnenbesitzerInnen das Service des Wasserchecks kostenlos, rasch und unkompliziert zur Verfügung zu stellen. Bestellung eines Gratis Tests oder genauere Infos zu der Aktion unter wassercheck@aqa.at. Generell ist der „Wassercheck Bakteriologie“ seit 2006 und weiterhin ganzjährig in allen Postfilialen um 79,90 Euro flächendeckend erhältlich.

Printdokumente:


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