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2011

News vom 08.11.2011

VORSTAND UND PERSONALVERTRETUNG EINIGEN SICH AUF HANDLUNGSKATALOG

POSITIVES ERGEBNIS 12-STÜNDIGER VERHANDLUNGEN.

Nach der Einladung der Unternehmensleitung zu gemeinsamen Gesprächen über die Forderungen der Personalvertretung, haben sich das Management der Österreichischen Post AG und der Zentralausschuss der Personalvertretung heute nach mehreren Verhandlungsrunden auf einen tragfähigen Kompromiss geeinigt.

Dabei wurde festgeschrieben, dass in einer eigens einzurichtenden Arbeitsgruppe eine Betriebsvereinbarung ausgearbeitet wird, die die Rahmenbedingungen und Inhalte einer jährlich mit jedem Mitarbeiter durchzuführenden Leistungsbeurteilung enthält. Diese Betriebsvereinbarung über Leistungsgespräche soll noch in diesem Jahr beschlossen werden. Bis dahin werden die Mitarbeitergespräche gestoppt.

Einkommenskürzungen sollen auch bei Veränderungen der Arbeitsbedingungen vermieden werden, jedoch wird für gleiches Geld auch gleiche Leistung erwartet.

„Leistungskultur und Wertschätzung der Mitarbeiter sind kein Widerspruch. Für gute Leistung soll es auch weiterhin faire Entlohnung geben. Dort wo aber Leistungen wegfallen, muss die Arbeit neu verteilt werden“, so Generaldirektor Dr. Georg Pölzl.

Als Sofortmaßnahme werden die Personalreserven auf 9 Prozent je Zustellbasis aufgefüllt. Weiters wurde vereinbart, umgehend 50 zusätzliche MitarbeiterInnen in regionalen „Springer-Pools“ einzustellen. Damit sollen drohende Personalengpässe hintan gehalten werden.

Generelle Auslagerungen von Tätigkeiten oder Betriebsleistungen an andere Firmen werden nicht angestrengt, punktuelle und zeitlich begrenzte Maßnahmen in überschaubarem Ausmaß zum Ausgleich von Arbeitsspitzen können jedoch nicht zur Gänze ausgeschlossen werden.

Ebenso wird bei Frühpensionierungen von Amts wegen die Personalvertretung künftig früher in den Prozess eingebunden. Außerdem wird eine weitere Arbeitsgruppe mögliche Verbesserungen im Kollektivvertrag-neu ausarbeiten.

„Mit diesem Beschluss haben wir eine Einigung zu Gunsten des Unternehmens, seiner Mitarbeiterinnen und seiner Mitarbeiter aber auch unserer Kunden gefunden“, so Pölzl und Zentralausschuss-Vorsitzender Helmut Köstinger abschließend.