Post.at - Die Post bringt allen was

Corporate Social Responsibility

Verantwortung und nachhaltige Entwicklung

Als eines der größten Unternehmen des Landes ist sich die Österreichische Post ihrer Verantwortung gegenüber ihren Stakeholdern und ihrem gesellschaftlichen Umfeld bewusst. Deshalb bekennt sich das Unternehmen dazu, die Interessen aller Beteiligten in seinen Zielen und seiner Tätigkeit angemessen zu berücksichtigen. Dabei orientiert sich die Österreichische Post an den Prinzipien des UN Global Compact, dessen Mitglied sie seit 2007 ist. In zehn Grundsätzen legt der Global Compact ökologische und soziale Mindeststandards fest. Diese Grundsätze bilden die zentralen Forderungen der in den Vereinten Nationen repräsentierten internationalen Gemeinschaft hinsichtlich einer nachhaltigen, auf die Interessen aller Stakeholder bedachten Unternehmensführung.

Die Post als Partner für ihre Stakeholder

Für die Kunden:
Gute Beziehungen von Mensch zu Mensch sind Grundlage für den Erfolg der Kunden der Post. Die Österreichische Post sichert deshalb landesweite Post-Dienstleistungen zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Für die Eigentümer:
Ihren Eigentümern – und damit auch der ÖIAG (d. h. der Republik Österreich) als Mehrheitseigentümerin – brachte die Österreichische Post in den letzten Jahren hohe Dividenden.

Für die Mitarbeiter:
Der Österreichische Post Konzern trägt Verantwortung für rund 23.000 Mitarbeiter in Österreich und weitere 4.000 international. Dem Unternehmen ist es ein wichtiges Anliegen, auch weiterhin ein gefragter Arbeitgeber zu bleiben, dessen Fokus auf der aktiven Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter liegt.

Für Geschäftspartner:
Für Lieferanten und Geschäftspartner ist die Österreichische Post seit jeher ein fairer, verlässlicher und berechenbarer Geschäftspartner.

Für die Umwelt:
Durch laufende Modernisierung ihrer Infrastruktur und zahlreiche Initiativen für Ressourcenschonung und Abfallvermeidung bemüht sich die Post um Umweltschonung.

Für Gemeinden:
Flächendeckende Versorgung und offener Dialog bestimmen das Verhältnis der Österreichischen Post zu den heimischen Gemeinden. Auch im ländlichen Raum bleibt die flächendeckende Versorgung durch Post.Partner und Landzusteller gesichert.

Im Regulierungsumfeld:
Die Österreichische Post arbeitet in einem großen Teil ihres Geschäfts gemäß einem regulierten Versorgungsauftrag mit klaren Bedingungen für Zustellqualität und Serviceleistung. Voraussetzung für eine erfolgreiche Liberalisierung sind faire Rahmenbedingungen für alle Postunternehmen.

Für die Gesellschaft:
Die Österreichische Post ist einer der bedeutendsten Arbeitgeber des Landes und garantiert mit ihrem flächendeckenden Netz für jeden Österreicher die Versorgung mit hochwertigen Postdienstleistungen.

CSR-Themenschwerpunkte

Im Hinblick auf die umfassende Verantwortung gegenüber ihren Stakeholdern hat die Österreichische Post vier Themenschwerpunkte definiert:

Ökonomie:
Nur ein wachsendes Unternehmen kann seine gesellschaftliche Verantwortung langfristig wahrnehmen und einen angemessenen Beitrag zur Erfüllung sozialer Bedürfnisse leisten. Daher hat die nachhaltige Sicherung der Ertragskraft im Management der Österreichischen Post oberste Priorität. In diesem Sinn wird laufende Optimierung angestrebt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Österreichischen Post zu sichern. Ebenso soll die internationale Expansionsstrategie den angestrebten Unternehmenserfolg langfristig sichern.

Gesellschaft:
Als österreichischer Universalanbieter für Postdienstleistungen trägt die Österreichische Post große gesellschaftliche Verantwortung. Mit der flächendeckenden, zuverlässigen Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit Postdienstleistungen in erstklassiger Qualität liefert das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung und Absicherung der Kommunikationsinfrastruktur des Landes. Den Herausforderungen eines steigenden Wettbewerbs begegnet das Unternehmen mit stetigem Wandel und laufender Profitabilitätsverbesserung.

Mitarbeiter:
Die Österreichische Post ist mit rund 27.000 Mitarbeitern ein bedeutender Arbeitgeber. Motivierte und leistungsfähige Mitarbeiter sind die Basis des bewährten Logistikkonzepts, das die tägliche Belieferung der Kunden sicherstellt. Dafür ist eine gesunde und sichere Arbeitsumgebung eine wichtige Voraussetzung. Zur Optimierung und Prozessverbesserung muss die Personalkapazität ständig an den aktuellen Bedarf angepasst werden. Dies geschieht unter strikter Beachtung sozialer Gesichtspunkte und unter maximaler Nutzung der üblichen Mitarbeiterfluktuation.

Umwelt:
Auch der effiziente Umgang mit Ressourcen ist ein wichtiges Anliegen der Österreichischen Post. Daher bemüht sie sich um Ressourcenschonung und nimmt aktiv an Projekten wie etwa dem Greenhouse Gas Reduction Programme von PostEurop teil, bei dem die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Mittelpunkt steht. Weitere Informationen zur nachhaltigen Ausrichtung der Österreichischen Post finden Sie im Nachhaltigkeitsbericht und im Internet unter http://www.post.at/verantwortung.


CSR-Themenschwerpunkte der Österreichischen Post

Gesellschaft

Bekenntnis zur landesweiten Versorgung
Österreichweit sichern 1.500 eigen- und fremdbetriebene Postgeschäftsstellen und weitere 400 Servicestellen die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen. Gerade angesichts der Liberalisierung des Postmarkts bekennt sich die Österreichische Post zur Aufrechterhaltung der flächendeckenden Versorgung. Vor allem das Konzept der Post.Partner, bei dem lokale Trafikanten, Einzelhändler oder auch Gemeindeämter mit der Post kooperieren, hat sich bewährt. Durch ihr erweitertes Angebot tragen die Post.Partner zur Stärkung der Nahversorgung bei, da hier Dienstleistungen gebündelt werden, die aufgeteilt auf mehrere Betreiber nicht auf Dauer angeboten werden könnten. Für die Vertragspartner stellen die Kooperationen zusätzliche Einnahmequellen dar, und die Kunden, die Einkauf und Paketaufgabe in einem Geschäft erledigen können, profitieren vom One- Stop-Shopping. Ein weiterer Vorteil besteht in den zumeist längeren Öffnungszeiten.

Für die Österreichische Post als Universaldienstleister ist der Dialog mit der Politik, insbesondere mit Städten und Gemeinden, von besonderer Bedeutung. Die Gemeinden sind wichtige Partner der Österreichischen Post in allen Fragen der Versorgungssicherheit der österreichischen Bevölkerung mit Postdienstleistungen. Gerade vor dem Hintergrund der durch die Liberalisierung geänderten Rahmenbedingungen ist die Post bestrebt, im regen Dialog mit Österreichs Gemeinden Lösungen zu finden, um die Erfüllung dieses Versorgungsauftrags auch weiterhin sicherzustellen.

Die Österreichische Post hat auch im Jahr 2008 am Städtetag und am Gemeindetag des Österreichischen Städte- bzw. Gemeindebundes teilgenommen und dort die Möglichkeit zum direkten Gedankenaustausch mit den BürgermeisterInnen genutzt. Die Zusammenarbeit mit den kommunalen Interessenvertretungen in Österreich ist ein weiterer wichtiger Pfeiler im aktiven Dialog der Österreichischen Post mit ihren Stakeholdern.

Barrierefreiheit
Um die Gleichstellung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu fördern, hat die Österreichische Post 2008 weitere 18 Filialen behindertengerecht um gestaltet. Eigene Parkplätze und Rampen im Eingangsbereich erleichtern den Zutritt, in den Filialen selbst sorgen niedere Schreibpulte für Barrierefreiheit.

Sponsoring und Cultural Responsibility

Soziales
2008 unterstützte die Österreichische Post bereits zum vierten Mal die Aktion „Ö3-Wundertüte“ durch die Übernahme der gesamten Logistik. Nicht mehr benötigte Handys werden durch diese Aktion zu barem Geld und helfen Familien in Not. Unterstützt hat die Post auch die Aktion „Helping Hands“ der Kronen Zeitung. Die dabei hereingebrachten Spenden kommen der Wohngemeinschaft Pronegg und dem SOS-Kinderdorf in Wien-Floridsdorf zugute.

Sport
Im sportlichen Bereich kann die Österreichische Post als Nationaler Förderer auf eine – auch abseits der eigentlichen Spiele – sehr erfolgreich verlaufene Fußball-Europameisterschaft zurückblicken. Auch nach der UEFA EURO 2008TM wird Fußball in Österreich weiterhin einen hohen Stellenwert einnehmen. Durch die Kooperation zwischen dem Hauptsponsor Post, dem Unterrichtsministerium und dem Österreichischen Fußballbund (ÖFB) wurde mit Beginn des Schuljahres 2008/09 bundesweit die „Postliga Mädchenfußball“ gestartet.

Kultur
Im kulturellen Bereich fungierte die Österreichische Post 2008 bereits zum dritten Mal als Sponsor des bekannten Filmfestivals Viennale. Auch die bewährte Zusammenarbeit mit dem Salzburger Jazzherbst und den Haydn-Festspielen in Eisenstadt hat das Unternehmen fortgesetzt. Im Wiener Burgtheater konnte die Portraitgalerie dank der Unterstützung der Österreichischen Post auch im Jahr 2008 erweitert werden. Neu hinzugekommen ist im Berichts zeitraum eine Kooperation mit der Albertina.

Mitarbeiter

Frauen/Familie
Schon früh hat die Österreichische Post die Wichtigkeit des Themas Gleichbehandlung erkannt. In diesem Sinn unterstützt der unternehmenseigene Frauenförderungsplan die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und garantiert Chancengleichheit bei Aufnahmen und in der beruflichen Laufbahn. Auch der Wiedereinstieg nach der Karenz wird durch aktives Karenzmanagement gefördert.

Das Jahr 2008 stand ganz unter dem Motto „Die Post ist weiblich“. Bewusstseinsbildende Maßnahmen, wie etwa die Sensibilisierung von MitarbeiterInnen und Führungskräften zum Thema Gender-Mainstreaming durch externe Experten im Rahmen der „Postgespräche“, gehörten ebenso dazu wie eine MitarbeiterInnen- Umfrage zum Thema Gleichbehandlung. Dabei zeigte sich, dass in der Post ein deutlich höheres Bewusstsein für Gleichbehandlung besteht als in der österreichischen Wirtschaft insgesamt. Dass auch männerdominierte Berufssparten aufgebrochen werden können, zeigt als konkretes Beispiel die erste LKW-Fahrerin, die seit September 2008 in der Güterbeförderung der Österreichischen Post beschäftigt ist. Um Mädchen gezielt für techniknahe Berufsgruppen zu begeistern, nahm die Post auch erstmals am Wiener Töchtertag teil und bot Einblicke in die Tätigkeit der Mitarbeiter im Brief zentrum, dem Paketzentrum und in der Güterbeförderung.

Gesundheit und Sicherheit
Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung widmete sich das Schwerpunktprogramm „Richtiges Bewegen bringt allen was“ dem Thema Ergonomie mit speziellem Fokus auf postspezifische Tätigkeiten. Gemeinsam mit externen Fachexperten wurden in Kick-off-Veranstaltungen bundesweit rund 500 Führungskräfte geschult. In mehr als 200 Zustellbasen nahmen rund 6.800 Mitarbeiter an den Informationsvorträgen der Arbeitsmediziner teil. Unterstützt wurde das Programm mit eigens gestalteten Broschüren und Plakaten.

Die regionalen Gesundheitsprogramme „Post Vital Wals“ und „Post Vital Steiermark“ erhielten das „Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung 2008–2010“ des Netzwerks Betrieblicher Gesundheitsförderung für die erfolgreiche Implementierung von Gesundheitsförderung in den Regelbetrieb.

Neben dem bundesweiten Angebot zur kostenlosen Grippeimpfung für Mitarbeiter offerierte die Österreichische Post auch 2008 wieder vergünstigte Möglichkeiten für FSME-, Tetanus-, Diphterie-, Polio- und Hepatitisimpfungen.

Um den im ersten Halbjahr 2008 massiv angestiegenen Überfällen auf Zusteller zu begegnen, hat die Post zusätzlich zu bereits laufenden Schulungsmaßnahmen in Kooperation mit Sicherheitsfirmen die Sicherheitsaufwendungen für Zusteller verdoppelt. Bei einem Sicherheitsgipfel im August wurde vereinbart, dass ab sofort Pensionszahlungen in Wien durch Sonderboten zugestellt werden. Betroffene Pensionsbezieher wurden in einem persönlichen Schreiben von der Umstellung informiert.

Veränderung
Aufgrund des steigenden Wettbewerbs und der Vorbereitung auf die vollkommene Öffnung des Briefmarkts im Jahr 2011 waren in der Berichtsperiode wieder Anpassungen in der Personalstruktur erforderlich. Im August 2008 wurde zwischen Unternehmen und Personalvertretung ein Sozialplan bis Ende 2009 vereinbart, der anlassbezogen Unterstützung für die betroffenen Mitarbeiter bietet.

Teilnahme an externen regionalen Arbeitsstiftungen
Für MitarbeiterInnen, die sich beruflich neu orientieren möchten, besteht die Möglichkeit des Eintritts in eine Arbeitsstiftung. In ihrem Rahmen können Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Dauer von bis zu drei Jahren absolviert werden, an deren Ende die Mitarbeiter auch bei der Suche nach einer entsprechenden Tätigkeit unterstützt werden.

Überbrückungsgeldmodell
Beamtete Mitarbeiter bis zum Geburtsjahrgang 1950, die aufgrund einer beitragsgedeckten Gesamt dienstzeit von 40 Jahren die Voraussetzungen für eine abschlagsfreie Pensionierung ab dem 60. Lebensjahr erfüllen, können bei Arbeitsplatzverlust die verbleibende Zeit bis zur Pension mit einer bezahlten Karenzierung überbrücken.

Sozialplan
Allen Beamten und Angestellten, die von einem Arbeitsplatzverlust betroffen sind und für die keine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung im Konzern besteht, bietet die Österreichische Post im Rahmen eines Sozialplans finanzielle Unterstützung.

Karriere- und Entwicklungscenter (KEC)
Darüber hinaus unterstützt und begleitet das Karriere- und Entwicklungscenter (KEC) – die New- Placement-Einheit der Österreichischen Post – die neue berufliche Orientierung der vom Arbeitsplatzabbau betroffenen Mitarbeiter. Im Berichtszeitraum haben über 200 Mitarbeiter das Angebot einer systemischen Laufbahnberatung angenommen, mit deren Hilfe neue Beschäftigungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Konzerns gefunden wurden. So konnten auch zahlreiche Mitarbeiter in neuen Geschäftszweigen, etwa dem Poststellenmanagement oder der Digitalisierung der Eingangspost von Kunden, ein neues Betätigungsfeld finden.

Weiterbildung

Start des einjährigen Management-Curriculums
Im Jahr 2008 hat die Österreichische Post erstmals ein konzernweites Management-Curriculum zur gezielten Ausbildung von Nachwuchsführungskräften angeboten. Die dafür ausgewählten TeilnehmerInnen absolvierten in dem auf ein Jahr ausgelegten Programm alle wesentlichen Themenbereiche ihrer Managementaufgaben. Die Themen reichten von Mitarbeiterführung über Prozessmanagement, Strategie und Postmarkt-Entwicklung bis hin zu postspezifischer Betriebswirtschaftslehre in Form eines Unternehmensplanspiels.

Aus- und Weiterbildung – langfristige Investition in Humankapital
Einen wichtigen Eckpfeiler in der umfassenden Aus- und Weiterbildung im Post Konzern bilden die fokussierten Trainings für Führungskräfte. In diesem Sinn wurden auch 2008 in allen drei Divisionen Führungskräfte-Trainings durchgeführt, die ihren Fokus jeweils auf die konkreten Entwicklungsziele der einzelnen Division legten. Um den Nutzen für die Praxis weiter zu steigern, nahmen Führungskräfte auch individuelles Coaching in Anspruch. Neben der Investition in interne Schulungen zu IT-Themen, wie z. B. Identity- Management, CERT/CIRT, CISA/CISM, wurden auch die Mitarbeiter, die im direkten Kunden kontakt stehen, intensiv geschult.

Motivation

Um die Mitarbeiter der Österreichischen Post auf die Herausforderungen der nächsten Jahre optimal vorzubereiten, wurden die sogenannten „Postgespräche“ im Berichtszeitraum weiter fort geführt. Im Rahmen dieser Veranstaltungen informierten Führungskräfte der Post die Mitarbeiter österreichweit über wichtige Themen aus der eigenen Division und dem Konzern insgesamt – und zwar in der bewährten Form eines Dialogs. Der Großteil der Mitarbeiter nutzte diese Möglichkeit, sich direkt über aktuelle Themen zu informieren. So beteiligten sich etwa in der Division Brief rund 11.000 Personen an den Gesprächen. Führungskräfte standen den Mitarbeitern in den „Zukunftsgesprächen“ persönlich Rede und Antwort. Viele durch Umbrüche im Postmarkt ausgelöste Unsicherheiten bei den Mitarbeitern konnten durch die direkte Ansprache und die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen, ausgeräumt werden.

Motivation durch Erfolgsbeteiligung

Durch den Börsegang der Österreichischen Post ist die Mehrzahl der Mitarbeiter auch zu Aktionären des Unternehmens geworden. Zusätzliche Motivation bietet die Österreichische Post seit Jahren durch eine freiwillige Erfolgsprämie. Im Rahmen dieses unter den großen österreichischen Unternehmen einzigartigen Programms wer den heuer für 2008 bereits zum siebenten Mal in Folge 10% des erwirtschafteten EBIT der Österreichischen Post AG ausgeschüttet. Im Jahr 2008 war für 2007 eine Auszahlung von 590 EUR pro Mitarbeiter der Österreichischen Post AG erfolgt.

Sozialleistungen, post.sozial
Der im Jahr 2005 von Vorstand und Betriebsrat gegründete gemeinnützige Verein „post.sozial“ hat seine bereits bestehende umfangreiche Leistungspalette 2008 noch erweitert. Die Angebote reichen dabei von „Klassikern“ wie Essensbons und verbilligten Eintrittskarten für Veranstaltungen über Urlaubsquartiere zu besonders günstigen Preisen bis hin zu finanziellen Zuschüssen beim Zahnarztbesuch und unbürokratischer Soforthilfe bei Naturkatastrophen.

Umwelt

Die Österreichische Post nimmt ihre Verantwortung gegenüber der Umwelt aktiv wahr. In diesem Sinn ist es ihr Ziel, die ökologischen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit durch Einsatz umweltfreundlicher Technologien und durch effizienten Umgang mit Ressourcen möglichst gering zu halten.

Höhere Öko-Effizienz im Transport
Transporte – ein sehr wesentlicher Teil der Unternehmenstätigkeit – werden so umweltfreundlich wie möglich gestaltet. Zum einen geschieht dies durch optimierte Routenplanung (Leerfahrten werden vermieden, die Auslastung der eingesetzten Fahrzeuge konsequent optimiert, die Anzahl der Transport-Kilometer verringert), zum anderen garantieren eine moderne Fahrzeugflotte, regelmäßige Wartung und laufende Schulung der Fahrer die Öko-Effizienz. In einem Pilotprojekt schulten z. B. post eigene „ECO-Trainer“ rund 150 Lenker im spritsparenden Fahrverhalten.

Gas- und Elektrofahrzeuge in der Zustellung
Einen innovativen Weg geht die Post beim Umweltschutz in der Zustellung. In Kooperation mit der Nutzfahrzeugsparte von Volkswagen, unterstützt durch das Beratungs- und Förderprogramm des Lebensministeriums „klima:aktiv mobil“, wurde ein Pilot versuch mit erdgasbetriebenen Fahrzeugen gestartet. In ganz Österreich standen Ende 2008 bereits 77 erdgasbetriebene Zustellfahrzeuge im Einsatz. Weiters wurden nach erfolgreichen Tests mit E-Mopeds sechs derartige Fahrzeuge angekauft, zehn weitere werden getestet.

Teilnahme an internationalen Klimaschutzprogrammen
Auch auf internationaler Ebene hat sich die Österreichische Post zu einer nachhaltigen Unternehmens politik verpflichtet. So ist sie etwa – als eine von 16 europäischen Postgesellschaften – Mitglied des „Greenhouse Gas Reduction Programme“ der Post-Interessenvertretung PostEurop. Basierend auf einer gemeinsam entwickelten Erhebungsmethode werden im Rahmen dieses Programms erstmals die CO2-Emissionen der Postdienstleister im Bereich Transport und Fuhrpark systematisch erhoben und vergleichbar gemacht. Die Teilnehmer haben sich zusätzlich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: Zwischen dem Start des Programms im Jahr 2007 und bis 2012 sollen rund 10% der CO2-Emissionen abgebaut werden.

Auch bei dem von der International Postal Cooperation – einer Vereinigung von 24 Postbetreibern aus Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland – auf Basis des „Greenhouse Gas Protocol“ entwickelten „Environmental Measurement and Monitoring System (EMMS)“ ist die Österreichische Post AG Mitglied. Auf Grundlage dieses Systems bzw. seiner Ergebnisse soll zeitgleich mit der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen Ende Dezember 2009 der erste globale Nachhaltigkeitsbericht des Postsektors präsentiert werden.

Ökonomie

Wertschöpfungsbetrachtung
Dem von der Österreichischen Post im Jahr 2008 erwirtschafteten Umsatz von 2.522,4 Mio EUR (inkl. sonstige betriebliche Erträge) standen Vorleistungen von 1.234,9 Mio EUR gegenüber. Dies inkludiert Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen im Umfang von 778,2 Mio EUR sowie sonstige betriebliche Aufwendungen von 304,5 Mio EUR. Die sich daraus ergebende Wertschöpfung der Österreichischen Post von 1.287,5 Mio EUR verteilte sich zum Großteil auf die Mitarbeiter: direkt in Form von Gehältern und Löhnen bzw. indirekt durch den damit verbundenen Sozialaufwand. An die Aktionäre gehen für 2008 insgesamt 168,9 Mio EUR an Dividende, der Staat Österreich war mit 51% beteiligt, erhielt also 85,7 Mio EUR als Aktionär. Die Ertragsteuern beliefen sich auf 39,3 Mio EUR.

Wertschöpfungsbetrachtung für alle Stakeholder

Mio EUR 2007 2008
Entstehung    
 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge    2.388,3  2.522,4
 abzüglich Vorleistungen    -1.106,1  -1.234,9
    davon Material und bezogene Leistungen   -108,3 -778,2
    davon sonstige betriebliche Aufwendungen   -583,9 -304,5
 Wertschöpfung    1.282,2  1.287,5
Verteilung    
    an Mitarbeiter (Löhne, Gehälter, Sozialaufwand)   1.126,90 1.126,80
    an Aktionäre (Dividende)   168 168,9
    an den Staat (Steuern)   42,2 39,9
    an Kreditgeber (Zinsaufwand)   8,3 9,6
    an Fremdgesellschafter   0,1 0
 Restbetrag   -63,3 -57,1
 Wertschöpfung   1.282,20 1.287,50

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