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Konzernabschluss 2008




Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2008


Grundlagen und Methoden

Die Österreichische Post AG und ihre Tochtergesellschaften sind Logistik- und Dienstleistungsunternehmen im Brief- und Paketbereich. Zu den Geschäftsbereichen des Österreichischen Post Konzerns zählen die Erbringung von Leistungen des Brief- und Paketdienstes, Kombifracht und Speziallogistik sowie die Abwicklung von Finanzgeschäften in Kooperation mit der BAWAG PSK. Zudem umfasst das Dienstleistungsangebot Daten- und Output-Management sowie Dokumentenerfassung, -digitalisierung und -veredelung.
Der Sitz der Österreichischen Post AG befi ndet sich in Wien, Österreich. Die Anschrift lautet Österreichische Post AG, Postgasse 8, 1010 Wien. Die Gesellschaft ist in das Firmenbuch beim Handelsgericht Wien zu FN 180219d eingetragen.

1 | Grundlagen der Rechnungslegung
Die Erstellung des Konzernabschlusses der Österreichischen Post AG für das Geschäftsjahr 2008 erfolgte inÜbereinstimmung mit den zum 31. Dezember 2008 vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen und verpfl ichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Dieser Konzernabschluss entspricht auch allen zum 31. Dezember 2008 geltenden IFRS, wie sie vom IASB veröffentlicht wurden und bereits anzuwenden sind.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden folgende neuen oder geänderten Standards und Interpretationen erstmals verpflichtend zur Anwendung gebracht:

Aus der Anwendung der neuen oder geänderten Standards und Interpretationen ergeben sich keine Auswirkungen auf die Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind, sofern nichts anderes angeführt ist, in Millionen Euro (Mio EUR) angegeben. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

2 | Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss sind neben der Österreichischen Post AG 19 inländische (Vorjahr: 18) und 50 ausländische (Vorjahr: 45) Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Österreichischen Post AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.
Weiters wurden 4 Unternehmen (Vorjahr: 3) nach der Equity-Methode bewertet. Eine vollständige Übersicht über die vollkonsolidierten und nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen findet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs.

Veränderungen des Konsolidierungskreises
Der Konsolidierungskreis des Österreichischen Post Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2008 durch Unternehmenserwerbe
wie folgt verändert:


Brief
Am 31. August 2008 hat die Österreichische Post 30% der Anteile an der D2D – direct to document GmbH, Wien, um 3,8 Mio EUR erworben. Das Unternehmen wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity- Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der bei der Kaufpreisaufteilung entstandene Firmenwert in Höhe von 3,6 Mio EUR wird als Bestandteil des Anteils an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Mit dem Erwerb der D2D – direct to document GmbH wird die Strategie der Division Brief, das Angebot entlang der
Wertschöpfungskette zu erweitern, weiter verfolgt. Der Kaufpreis für die am 1. September 2008 akquirierte 100%-Beteiligung an Cont-Média Hungary Kft, Buda pest, beträgt 4,3 Mio EUR. Der Kaufpreis beinhaltet einen variablen Kaufpreisbestandteil in Höhe von 1,9 Mio EUR. Im Rahmen der durchgeführten Kaufpreisallokation wurden bestehende Kundenbeziehungen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 0,4 Mio EUR als immaterielle Vermögenswerte sowie die hierauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 0,1 Mio EUR angesetzt. Die Kundenbeziehungen werden planmäßig über eine Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert beträgt
3,2 Mio EUR und resultiert aus der von der Division Brief verfolgten Strategie, sich durch den Erwerb von marktführenden alternativen Zustellern auch in Süd-/Osteuropa als Postdienstleister zu positionieren.

Paket & Logistik
Die Summe der Kaufpreise für die im Geschäftsjahr 2008 im Segment Paket & Logistik durchgeführten Akquisitionen beträgt 2,5 Mio EUR. Der Kaufpreis setzt sich aus einem fi xen Kaufpreisbestandteil in Höhe von 1,9 Mio EUR und einem variablen Kaufpreisbestandteil in Höhe von 0,6 Mio EUR zusammen. Im Rahmen der durchgeführten Kaufpreisallokationen wurden bestehende Kundenbeziehungen in Höhe von 0,3 Mio EUR als immaterielle Vermögenswerte identifiziert und angesetzt. Die Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen beträgt sechs Jahre. Aus der Erstkonsolidierung der neuen Gesellschaften des Segments Paket & Logistik ergeben sich Firmenwerte in Höhe von 4,3 Mio EUR.
Der Firmenwert resultiert im Segment Paket & Logistik aus der Strategie der Österreichischen Post, ihre Marktposition durch die konsequente Erweiterung des Logistiknetzwerkes in Westeuropa und Süd-/Osteuropa, sowohl in regionaler als auch produktspezifi scher Hinsicht zu stärken.

Die im Geschäftsjahr 2008 in den Segmenten Brief und Paket & Logistik durchgeführten Unternehmenserwerbe führten zur Erfassung der folgenden Vermögenswerte und Schulden:
Seit Zugehörigkeit zum Konzern haben die im Geschäftsjahr 2008 neu akquirierten Unternehmen Umsätze von 14,6 Mio EUR und ein negatives
EBIT von 1,5 Mio EUR generiert, die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2008 enthalten sind. Wären die Unternehmenserwerbe und die damit verbundene Erstkonsolidierung zum 1. Jänner 2008 erfolgt, hätten diese Erwerbe mit 25,3 Mio EUR zum Konzernumsatz und mit –1,4 Mio EUR zum Konzern-EBIT beigetragen1. Im Geschäftsjahr 2008 wurden folgende Konzernanteilsveränderungen und Gründungen vorgenommen:
Brief
Ende Jänner 2008 hat die Österreichische Post die verbleibenden 49% der Anteile an Scanpoint Europe um einen Kaufpreis in Höhe von 2,6 Mio EUR erworben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Kaufpreis und anteiligem Eigenkapital in Höhe von 2,0 Mio EUR wird ergebnisneutral im Eigenkapital dargestellt.

Paket & Logistik
Anfang März 2008 wurden 20% der Anteile an der Eurodis GmbH verkauft. Die Eurodis GmbH wird weiterhin als vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

3 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
(a) Konsolidierungsgrundsätze
Tochterunternehmen werden beginnend mit dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem der Österreichische Post Konzern die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Die Kapitalkonsolidierung für erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei werden die jeweiligen Anschaffungskosten auf die identifizierbaren, erworbenen Vermögenswerte und Schulden einschließlich Eventualverbindlichkeiten aufgeteilt.
Immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit von Informationen anhand eines ertragswertorientierten Verfahrens (Income Approach) bewertet. Für die Bewertung der Kundenbeziehungen wird die Residualwertmethode (Multi-Period Excess Earnings Method) angewandt. Dabei wird der Barwert der ausschließlich durch den zu bewertenden immateriellen Vermögenswert hervorgebrachten Cash-Flows ermittelt. Ausgehend von der Annahme, dass der zu bewertende immaterielle
Vermögenswert erst im Verbund mit anderen materiellen und immateriellen Vermögenswerten Cash-Flows generiert, werden bei der Ermittlung der relevanten Einzahlungsüberschüsse fi ktive Auszahlungen für diese „unterstützenden“ Vermögenswerte (Contributory Asset Charges) berücksichtigt. Die Bewertung von Marken erfolgt durch die Methode der Lizenzpreisanalogie (Relief from Royalty Method). Der Wert des immateriellen Vermögenswerts wird dabei als Barwert fiktiv zu entrichtender Lizenzzahlungen bestimmt, und zwar unter der Annahme, dass sich der betreffende Vermögenswert im Eigentum eines Dritten befi ndet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem Wert des identifizierten und neubewerteten Nettovermögens wird als Firmenwert ausgewiesen. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird nach einer nochmaligen Beurteilung der Identifizierbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden und der Bewertung der Anschaffungskosten als Ertrag erfasst.
Zweckgesellschaften werden konsolidiert, sofern die Beziehung zwischen dem Konzern und der Zweckgesellschaft ihrem Wesen nach einer Beherrschung durch die Österreichische Post gleichkommt. Zweckgesellschaften sind Unternehmen, die gegründet wurden, um ein enges und genau definiertes Ziel zu erreichen. Beteiligungen an Unternehmen, auf die – in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20% und
50% – ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), sowie gemeinschaftlich geführte Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Anteile an Unternehmen, bei denen aufgrund von vertraglich vereinbarten Minderheitenrechten die Beherrschungsmöglichkeit fehlt, werden auch at equity bewertet. Bei der Equity-Methode werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten angesetzt und in der Folge um die Eigenkapitalveränderungen der Gesellschaft erhöht bzw. vermindert, soweit diese auf die Anteile der Österreichischen Post entfallen. Der mit einem assoziierten Unternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird gemäß IFRS 3 behandelt. Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsaustausch sowie Zwischengewinne werden eliminiert.

(b) Währungsumrechnung
Die Darstellungswährung des Österreichischen Post Konzerns ist der Euro. Funktionale Währung für Konzerngesellschaften in Österreich und Ländern, die Teilnehmer der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sind, ist der Euro. Funktionale Währung der übrigen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihre Geschäfte in fi nanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben.

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung
Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem am Tag der Transaktion gültigen Referenzkurs. Die Umrechnung der monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in die funktionale Währung erfolgt mit dem am Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr ergebniswirksam erfasst. Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung Für die Umrechnung der Abschlüsse von Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, wird die modifi zierte Stichtagskursmethode angewendet. Alle Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Devisenreferenzkurs der Europäischen Zentralbank
umgerechnet, die Eigenkapitalposten mit dem Anschaffungs- oder Entstehungskurs. Die Aufwendungen und Erträge werden mit den durchschnittlichen Devisenreferenzkursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral direkt im Eigenkapital erfasst. Die der Währungsumrechnung zugrunde gelegten Wechselkurse haben sich im Verhältnis zum Euro wie folgt verändert:



(c) Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt dann, wenn die Leistung erbracht wurde, die Höhe der Erträge zuverlässig ermittelbar ist und der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern wahrscheinlich zufließen wird. Für am Bilanzstichtag noch nicht ausgelieferte Aufträge sowie für Wertzeichen und Freistempelerlöse, für die von der Österreichischen Post AG noch keine Gegenleistung erbracht wurde, werden entsprechende Umsatzabgrenzungen vorgenommen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

(d) Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem der auf die Aktionäre der Österreichischen Post entfallende Anteil am Periodenergebnis durch den gewichteten Durchschnitt der im Geschäftsjahr 2008 im Umlauf befindlichen Aktien dividiert wird. Während einer Periode zurückgekaufte Aktien werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte. Damit entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

(e) Firmenwerte
Ein Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss des Kaufpreises über das zum beizulegenden Zeitwert bewertete (anteilige) Nettovermögen des gekauften Unternehmens. Firmenwerte werden jährlich auf Werthaltigkeit überprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist der Wertminderungstest auch häufiger durchzuführen. Wertminderungen werden nach den unter Punkt „(i) Wertminderungen“ beschriebenen Grundsätzen vorgenommen.

(f) Immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer oder Vertragsdauer von drei bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht aktiviert. Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungskosten, wird eine Abschreibung für Wertminderungen berücksichtigt. Bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Dies gilt auch dann, wenn keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist der Wertminderungstest auch häufi ger durchzuführen. Die im Zusammenhang mit immateriellen Vermögenswerten durchgeführten Werthaltigkeitstests unterliegen den Grundsätzen, die unter Punkt „(i) Wertminderungen“ beschrieben werden.

(g) Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten an gemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Gegebenenfalls anfallende Fremdkapitalkos ten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Die Abschreibungssätze richten sich nach der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung folgender konzerneinheitlicher Nutzungsdauern berechnet:



Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, werden Sachanlagen gemäß den in Punkt „(i) Wertminderungen“ angeführten Grundsätzen
auf Werthaltigkeit geprüft.

(h) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Property)
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen jene Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zweck von Wertsteigerungen gehalten werden und gesondert veräußert werden könnten. Bei einem betrieblich genutzten Anteil erfolgt eine dem prozentuellen Ausmaß der Nutzung entsprechende Zuordnung. In der Bilanz werden die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien nach der Anschaffungskostenmethode, vermindert um kumulierte Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen werden dabei linear unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von 20 bis 50 Jahren vorgenommen. Die Ermittlung der im Anhang angegebenen beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurde großteils von Experten einer Tochtergesellschaft der Österreichischen Post AG unter Anwendung von anerkannten Bewertungstechniken vorgenommen. Die Bewertung erfolgt auf Basis von ertragsorientierten
Bewertungsverfahren. Im Regelfall wurde das Ertragswertverfahren und bei komplexeren Objekten das Discounted- Cash-Flow-Verfahren angewandt. Für unbebaute Grundstücke wurde das Vergleichswertverfahren, auf Basis von erhobenen Vergleichstransaktionen in einem aktiven Markt, für die Wertermittlung herangezogen.

(i) Wertminderungen
Zu jedem Bilanzstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung auf Vermögenswerte gemäß IAS 36 vorliegen. Liegen solche Hinweise vor, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie bei Firmenwerten wird unabhängig davon, ob Anhaltspunkte vorliegen, jährlich ein Wertminderungstest durchgeführt. Falls sich Ereignisse oder
veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, werden Wertminderungstests auch häufi ger durchgeführt.
Im Rahmen der Wertminderungstests wird der erzielbare Betrag des betreffenden Vermögenswerts ermittelt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten (Nettoveräußerungspreis) und dem Nutzungswert.
Sofern der erzielbare Betrag nicht für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, werden Vermögenswerte zum Zweck des Wertminderungstests zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet. ZGE werden durch die Zusammenfassung von Vermögenswerten auf der niedrigsten Ebene, die selbstständig Cash-Flows generieren oder für interne Managementzwecke überwacht werden, gebildet. Dementsprechend werden Wertminderungstests auf der Ebene von Untersegmenten oder Konzerngesellschaften
durchgeführt. Im Rahmen des Wertminderungstests werden die Restbuchwerte einer ZGE mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag verglichen. Ist der Buchwert einer ZGE höher als der erzielbare Betrag, erfolgt eine Wertminderung in Höhe der Differenz. Bei Wegfall der Wertminderungen erfolgt, ausgenommen bei Firmenwerten, eine Zu schreibung. Der erzielbare Betrag einer ZGE wird mittels Discounted Cash Flow-Methode (DCF) ermittelt. Diese Berechnung basiert auf der Geschäftsjahresplanung für das Jahr 2009, der Mittelfristplanung für einen Zeitraum von drei Jahren (2010 bis 2012) und einer ewigen Rente. In der ewigen Rente werden die für die einzelnen ZGE langfristig erwarteten Wachstumsraten von bis zu 1,0% berücksichtigt. Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC = Weighted Average Cost of Capital) und nach dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) nach Maßgabe der individuellen Verhältnisse der ZGE ermittelt. Der WACC betrug im Berichtszeitraum im Euro-Raum 7,7% bis 9,1% und in anderen Ländern 8,6% bis 12,9%. Sachanlagen werden bei Vorliegen von Hinweisen für eine Wertminderung oder bei Wegfall von Anhaltspunkten,
die in Vorperioden zu einer Wertminderung geführt haben, zum Bilanzstichtag gemäß IAS 36 einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungsund Herstellungskosten, erfolgt eine Wertminderung. Bei Wegfall der Gründe für eine früher vorgenommene Wertminderung werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Der infolge der Zuschreibung erhöhte
Buchwert darf dabei die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht überschreiten.

(j) Finanzierungsleasing
Gehen bei geleasten Vermögenswerten alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und
Chancen aus dem Leasinggegenstand auf die Österreichische Post über (Finanzierungsleasing gemäß IAS 17),
so werden diese zum beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts oder zum niedrigeren Barwert der künftigen
Mindestleasingzahlungen im langfristigen Vermögen aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen
über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrages.
Die aus den Leasingverträgen resultierenden Zahlungsverpfl ichtungen sind unter den Finanzverbindlichkeiten
passiviert.

(k) Finanzielle Vermögenswerte
Im Österreichischen Post Konzern werden fi nanzielle Vermögenswerte in folgende Klassen gemäß IFRS 7 eingeteilt: Finanzinvestitionen in Wertpapiere, andere Finanzanlagen, Forderungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Diese fi nanziellen Vermögenswerte werden den IAS 39-Kategorien „Kredite und Forderungen" (Loans and Receivables), „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" (Held to Maturity Investments), „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" (Available for Sale Financial Assets) und „Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert durch die Gewinn- und Ver lustrechnung“ (Financial Assets at Fair Value through Profi t or Loss) zugeordnet.„Kredite und Forderungen“ werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei erfolgt die Bewertung
bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert. Ein allenfalls bestehender Unterschied zwischen diesem Wert und dem Tilgungsbetrag (z. B. bei unverzinslichen oder vom Marktniveau abweichenden Zinsen) wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine ergebniswirksame Wertberichtigung bis auf den
Barwert der erwarteten zukünftigen Cash-Flows vorgenommen. Im Post Konzern wird der Anteil der uneinbringlichen Forderungen unter Berücksichtigung der Kunden- und Marktstruktur auf Basis einer Fälligkeitsanalyse ermittelt. Zudem werden Wertminderungen dann erfasst, wenn aufgrund objektiver Hinweise nicht mit der Einbringlichkeit der Forderung zu rechnen ist. Wertberichtigungen werden grundsätzlich über
ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei Wegfall der Gründe für die Wertberichtigung erfolgt eine Wertauf holung bis zu den Anschaffungskosten. „Zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte“ werden zum Marktwert bilanziert. Unrealisierte
Gewinne und Verluste werden bis zur Realisierung unter Berücksichtigung latenter Steuern gesondert im Eigenkapital (Marktbewertung Finanzinstrumente) ausgewiesen. Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte daraufhin untersucht, ob objektive Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Objektive Anzeichen sind beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, der Ausfall oder der Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wegfall eines aktiven Marktes sowie wesentliche Änderungen des wirtschaftlichen, rechtlichen oder marktbezogenen Umfeldes. Ein Wegfall des Wertminderungsgrundes wird bei Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral und bei den übrigen Finanzinstrumenten ergebniswirksam erfasst. Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungstag, d. h. am Valutatag, gebucht. Andere Finanzanlagen, für die kein geregelter Markt existiert und deren beizulegender Zeitwert auch durch Bewertungsmethoden nicht zuverlässig ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Wertminderungen werden ergebniswirksam erfasst. Etwaige Wertaufholungen dürfen weder ergebniswirksam noch ergebnisneutral berücksichtigt werden.

(l) Vorräte
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag. Die Bestandswertermittlung wird nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren durchgeführt. Wertminderungen aufgrund von Veralterung oder mangelnder Gängigkeit werden bei Ermittlung des Nettoveräußerungswerts berücksichtigt. Noch nicht abrechenbare Leistungen sind mit dem niedrigeren Betrag aus Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. (m) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und
beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der Buchwert durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden soll. Dies ist grundsätzlich nur dann der Fall, wenn der Verkaufhöchstwahrscheinlich ist und der Vermögenswert in seinem aktuellen Zustand zur Veräußerung zur Verfügung steht.

(n) Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder
Rückstellungen für Abfertigungen
Abfertigungsrückstellungen werden für gesetzliche und vertragliche Ansprüche von Angestellten gebildet. Abfertigungsansprüche haben Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften im Falle der Erreichung des Pensionsantrittsalters sowie bei der Beendigung des Dienstverhältnisses durch den Dienstgeber. Die Höhe der Ansprüche ist von der Anzahl der Dienstjahre und dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Beamte haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Abfertigungszahlungen. Die Berechnung
erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach der Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method), wobei versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sofort zur Gänze ergebniswirksam realisiert werden.
Für Angestellte in österreichischen Konzerngesellschaften, deren Dienstverhältnis erst nach dem 31. Dezember 2002 begonnen hat, werden die Abfertigungsverpflichtungen durch die laufende Entrichtung entsprechender Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse abgegolten. Darüber hinaus besteht für den Österreichischen Post Konzern keine weitere Verpflichtung.

Rückstellungen für Pensionen
Die Versorgungsverpfl ichtungen des Österreichischen Post Konzerns umfassen sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Versorgungssysteme. Gegenüber Beamten bestehen keine Pensionszusagen. Pensionsleistungen für Beamte werden grundsätzlich
durch die Republik Österreich erbracht. Für Mitglieder des Vorstands werden Beiträge an eine Pensionskasse entrichtet. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen ist der Österreichische Post Konzern verpfl ichtet, Pensionsdeckungsbeiträge an die Republik Österreich zu entrichten. Die Beiträge betragen (einschließlich der von den Beamten selbst zu tragenden Beiträge) seit dem 1. Oktober 2005 je nach Alter und Beitragsgrundlage zwischen 15,75% und 28,30% der Vergütungen an aktive Beamte und werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Bestimmten Mitarbeitern des Österreichischen Post Konzerns wurde eine leistungsorientierte Pensionszusage erteilt. Die Berechnung der Rückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Methode der laufenden Einmalprämien. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden sofort ergebniswirksam erfasst.

Rückstellungen für Jubiläumsgelder
Im Österreichischen Post Konzern bestehen zum Teil Verpfl ichtungen gegenüber Angestellten und Beamten, nach Erreichen eines bestimmten Dienstalters Jubiläumsgelder auszuzahlen. In Österreich erfolgen Auszahlungen im Falle einer 25-jährigen Dienstzugehörigkeit in Höhe von zwei Monatsgehältern und im Falle einer 40-jährigen Dienstzugehörigkeit in Höhe von vier Monatsgehältern. Mitarbeitern, die zum Zeitpunkt des Pensionsantrittsalters mindestens 35 Dienstjahre aufweisen, wird ebenfalls ein Jubiläumsgeld von vier Monatsgehältern ausgezahlt.
Jubiläumsgeldrückstellungen werden analog zu den Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionen nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt. Mit Ausnahme des Zinsaufwandes werden alle Veränderungen aus den Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsaufwand wird im Finanzergebnis gezeigt. Folgende Parameter wurden der Berechnung der Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen zum 31. Dezember 2007 und 2008 zugrunde gelegt:


(o) Rückstellungen für Unterauslastung
Rückstellungen für Unterauslastung werden für künftige Personalaufwendungen für Mitarbeiter gebildet, die unkündbar sind (vor allem Beamte) und im Unternehmen nicht mehr oder nur mehr zum Teil zur Leis tungserbringung eingesetzt werden können. Nach Durchführung aller gesetzlichen und unternehmensspezifischen Maßnahmen werden diese Mitarbeiter speziellen Organisationseinheiten, wie insbesondere dem Karriereund Entwicklungscenter, zugewiesen. Bei diesen Dienstverhältnissen handelt es sich um belastende Verträge im Sinne des IAS 37, bei denen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpfl ichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen.
Die Rückstellungen für Unterauslastung wurden für Mitarbeiter gebildet, die bereits dem Karriere- und Entwicklungscenter zugewiesen sind. Darüber hinaus werden Rückstellungen auch für Mitarbeiter gebildet, bei denen eine Versetzung zum Karriere- und Entwicklungscenter bereits beschlossen wurde, für die aber der unternehmensinterne Organisationsänderungsprozess zur Versetzung noch nicht endgültig abgeschlossen wurde bzw. aufgrund eines besonderen Versetzungsschutzes oder Krankheit derzeit nicht möglich ist. Ein Einsatz in einer Division oder Serviceeinheit ist für die entsprechenden Mitarbeiter nur noch von untergeordneter Bedeutung und ein anderer Einsatz in der Abteilung nicht möglich. Weiters wird in den Rückstellungen für Unterauslastung für jene Mitarbeiter vorgesorgt, die sich in einem Verfahren zur Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit befinden.

Die Rückstellungen wurden nach Maßgabe der ermittelten Unterauslastung des jeweiligen Mitarbeiters für sämtliche Personalaufwendungen bis zum Zeitpunkt der Pensionierung oder des vorzeitigen Austritts gebildet. Der Berechnung der Rückstellung für Unterauslastung wurden Gehaltssteigerungen von 4,00% (Vorjahr: 4,00%) und ein Abzinsungssatz von 5,00% (Vorjahr: 4,75%) zugrunde gelegt.

(p) Sonstige Rückstellungen
Unter den sonstigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten ausgewiesen, die auf zurückliegenden Ereignissen beruhen, bei denen es wahrscheinlich ist, dass sie zu einem Abfl uss von Ressourcen führen werden, und bei denen eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpfl ichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden mit jenen Werten angesetzt, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nach bester Schätzung ermittelt werden können. Ist eine vernünftige Schätzung des Betrags nicht möglich, unterbleibt die Bildung einer Rückstellung. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom geschätzten Zahlungsbetrag, wird der Barwert der Verpfl ichtung angesetzt. Rückstellungen für belastende Verträge werden berücksichtigt, wenn die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpfl ichtung höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Für unkündbare Mitarbeiter, die an ein Logistikunternehmen verleast werden, für die die Österreichische Post AG laut Vertrag nur die kollektivvertragliche Entlohnung dieses Unternehmens vergütet erhält, wurde für den die Vergütung übersteigenden Lohnaufwand einschließlich zurechenbarer Verwaltungskosten durch eine Rückstellung vorgesorgt. Die Berechnung des Rückstellungsbetrags erfolgt als Barwert der bis zur Pensionierung der jeweiligen Mitarbeiter anfallenden Unterdeckung, wobei Gehaltssteigerungen von 4,00% (Vorjahr: 4,00%) und ein Abzinsungssatz von 5,00% (Vorjahr: 4,75%) zugrunde gelegt wurden.
Restrukturierungsrückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn ein ausreichend detaillierter formaler Plan vorliegt und mit den Restrukturierungsmaßnahmen bereits begonnen oder der Plan bereits vor dem Bilanzstichtag veröffentlicht wurde.

(q) Finanzielle Schulden
Im Österreichischen Post Konzern werden finanzielle Schulden gemäß IFRS 7 in die Klassen Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten unterteilt. Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugefl ossenen Betrags abzüglich Transaktionskosten und zu-/abzüglich eines Agios/Disagios erfasst. Der Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

(r) Ertragsteuern
Der für das Geschäftsjahr ausgewiesene Ertragsteueraufwand umfasst die für die einzelnen Gesellschaften aus dem steuerpfl ichtigen Einkommen und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz errechnete Ertragsteuer („tatsächliche Steuer“) sowie die Veränderung der latenten Steuern. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Balance Sheet Liability-Methode für alle temporären
Differenzen zwischen der IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Keine Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgt bei Unterschiedsbeträgen aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängenden temporären Unterschieden, soweit sich diese in absehbarer Zeit nicht umkehren. Aktive latente Steuern werden angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erfolgt in dem Umfang, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zeit steuerpflichtiges Einkommen zur Verfügung steht. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten oder für den Zeitpunkt bereits beschlossen sind, in dem die latenten Steueransprüche und -schulden realisiert werden. Für österreichische Konzernunternehmen wurde zur Ermittlung der Steuer abgrenzungen ein Körperschaftsteuersatz von 25% angewendet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die für ausländische Gesellschaften bei der Berechnung der latenten Ertragsteuern
angewandten Steuersätze:


(s) Derivative Finanzinstrumente
Zur Begrenzung und Steuerung von bestehenden Zins- und Rohstoffpreisänderungen werden einzelne derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente werden als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Derivative Finanzinstrumente und eingebettete derivative Finanzinstrumente, die integraler Bestandteil von bestimmten Verträgen sind und gesondert ausgewiesen werden müssen, werden bei Zugang und in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Unrealisierte Bewertungsgewinne und -verluste aus derivativen Finanzgeschäften sind ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Derivative Finanzinstrumente (Sicherungsgeschäfte), die der Absicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bewertungsgewinne und -verluste werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Derivative Finanzinstrumente (Sicherungsgeschäfte), die der Absicherung von künftigen Zahlungsstromschwankungen aus in der Bilanz nicht angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten dienen, werden ebenfalls zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der effektive Teil des Gewinns oder Verlusts der Absicherung wird direkt in einem eigenen Eigenkapitalposten erfasst. Ein eventuell daraus resultierender in effektiver Teil wird im Finanzergebnis ausgewiesen.

(t) Aktienbasierte Vergütungen
Im Rahmen des Börsegangs im Geschäftsjahr 2006 wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat der Österrei chischen Post AG die Einführung eines aktienbasierten Vergütungsprogramms für Führungskräfte beschlossen. Teilnahmeberechtigt sind die Vorstandsmitglieder und ausgewählte leitende Angestellte, soweit sie nach vor gegebenen Richtlinien eine bestimmte Anzahl an Post Aktien erwerben und dieses Eigeninvestment
über die Programmlaufzeit halten. Den Planteilnehmern wurden aus dem aktienbasierten Vergütungsprogramm 2006 Wertrechte mit einer Laufzeit von drei Jahren und aus dem Programm 2007 Wertrechte mit einer Laufzeit von zwei Jahren gewährt.

Die Bewegungen der gewährten Wertrechte stellen sich für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 wie folgt dar:

Am Ende der Laufzeit erfolgt die Vergütung der Planteilnehmer durch einen Geldbetrag in Höhe des Werts der eingeräumten Wertrechte.
Dieser Wert ergibt sich aus dem Durchschnitt der Börsekurse der Post Aktie an den letzten 60 Handelstagen vor dem Ende der Laufzeit, multipliziert mit einem von der Gesamtrendite der Post Aktie abhängigen Faktor. Die möglichen Werte des Faktors ergeben sich für die aktienbasierten Vergütungsprogramme 2006 und 2007 aus folgenden Tabellen:

Bei diesen Plänen handelt es sich um eine aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich, für die ein Schuldposten anzusetzen ist. Dies erfolgt im
Österreichischen Post Konzern durch Ansatz einer Rückstellung. Die Grundlage für die Ermittlung der zeitanteiligen Rückstellung ist die Bestimmung des beizulegenden Zeit werts der Wertrechte. Diese erfolgt anhand eines vereinfachten Optionspreismodells unter Berücksichtigung der voraussichtlichen jährlichen Dividendenzahlung. Der Berechnung wurde ein Zinssatz von 7,5% zugrunde gelegt. Zum 31. Dezember 2008 besteht aufgrund der Gesamtrendite zum Stichtag keine Verpflich tung (31. 12. 2007: Mio EUR 0,0).

4 | Ermessensbeurteilungen und zukunftsbezogene Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ermessensbeurteilungen sowie die Festlegung von Annahmen über zukünftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Geschäftsjahres wesentlich beeinfl ussen. Insbesondere bei folgenden
Annahmen und Schätzungen besteht ein Risiko, dass es in zukünftigen Geschäftsjahren zu einer Anpassung von Vermögenswerten und Schulden kommen kann.

(a) Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder
Der Bewertung der bestehenden Abfertigungs-, Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen (Buchwert 31. 12. 2008: 165,8 Mio EUR; 31. 12. 2007: 166,5 Mio EUR) liegen Annahmen zum Abzinsungssatz, zum Pensionsantrittsalter, zur Lebenserwartung, zu Fluktuationsraten und zu künftigen Gehaltserhöhungen zugrunde. Eine Änderung des Rechnungszinssatzes um ± 1%-Punkt sowie eine Änderung der Gehaltssteigerung/Rentendynamik um ± 1%-Punkt hätte bei Gleichbleiben aller übrigen Parameter folgende Auswirkungen auf die
Höhe der in der Tabelle angeführten Rückstellungen:

(b) Rückstellung für Unterauslastung
Zur Bewertung der Rückstellung für Unterauslastung einzelner Organisationseinheiten (Buchwert 31. 12. 2008: 307,8 Mio EUR; 31. 12. 2007: 331,0 Mio EUR) werden Annahmen über den künftigen Auslastungsgrad der betroffenen Mitarbeiter getroffen. Je nach tatsächlicher Entwicklung des Auslastungsgrads dieser Mitarbeiter und dem Erfolg der von der Österreichischen Post durchgeführten Umschulungsmaßnahmen kann der zukünftige Auslastungsgrad höher oder geringer ausfallen. Wäre der durchschnittliche Auslastungsgrad
aller zum 31. Dezember 2008 berücksichtigten Mitarbeiter z. B. um 10%-Punkte geringer (höher) gewesen als tatsächlich beobachtet, hätte sich zum 31. Dezember 2008 ein zusätzlicher (geringerer) Rückstellungsbedarf von 34,5 Mio EUR (45,3 Mio EUR) ergeben.
Der Berechnung der Rückstellung für Unterauslastung liegen weiters Annahmen über Pensionsantrittsalter, Abzinsungssatz und künftige Gehaltssteigerungen zugrunde. Die Erhöhung (Verminderung) des angenommenen Rechnungszinssatzes um z. B. 1%-Punkt würde zu einer Verminderung (Erhöhung) der Rückstellung um 20,8 Mio EUR (23,5 Mio EUR) führen. Die Erhöhung (Verminderung) der angenommenen Gehaltssteigerung um 1%-Punkt hätte eine Erhöhung (Verminderung) der Rückstellung von 10,1 Mio EUR (19,0 Mio EUR)
zur Folge.

(c) Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben Im Rahmen von Unternehmenserwerben sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich. Immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit von Informationen anhand einer geeigneten Bewertungsmethode (siehe dazu Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“, Punkt „(a) Konsolidierungsgrundsätze“) ermittelt. Beizulegende Zeitwerte von Grundstücken und Gebäuden werden in der Regel durch unabhängige Experten bewertet.

(d) Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Firmenwerten und Sachanlagen
Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Die verwendeten Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags im Zuge der Wertminderungstests zugrunde gelegt wurden, werden in Kapitel „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ unter Punkt „(i) Wertminderungen“ erläutert.

(e) Finanzinstrumente
Zur Beurteilung der Werthaltigkeit von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt vorhanden ist werden alternative finanzmathematische Bewertungsmethoden herangezogen. Die der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts zugrunde gelegten Parameter beruhen teilweise auf zukunftsbezogenen Annahmen. Diese werden in den entsprechenden Abschnitten erläutert.

5 | Veröffentlichte, aber noch nicht angewendete Standards
Im Geschäftsjahr 2008 hat der Österreichische Post Konzern die nachfolgend dargestellten und vom IASB herausgegeben Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards nicht vorzeitig angewandt:
Der neue Standard IFRS 8 „Operative Segmente“ regelt die Angaben zu Geschäftssegmenten, Produkten und Dienstleistungen, Regionen
sowie Kundenbeziehungen des Unternehmens. Die Aufbereitung der Segmentberichterstattung und die Segmentidentifikation haben sich gemäß IFRS 8 an den Informationen zu orientieren, die auch dem zentralen Entscheidungsträger für Entscheidungszwecke zur Verfügung gestellt werden (Management Approach). Die erstmalige Anwendung wird zu einer getrennten Darstellung der Berichtsspalte „Sonstiges/Konsolidierung“ führen. Die Änderungen von IFRS 2 „Anteilsbasierte Vergütungen“ betreffen im Wesentlichen die Definition von
Ausübungsbedingungen und die Regelungen zur Annullierung eines Planes durch eine andere Partei als das Unternehmen. Die Änderung des Standards wird auf künftige Konzernabschlüsse keine wesentliche Auswirkung haben. Durch den überarbeiteten IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ soll die Analyse und Vergleichbarkeit von IFRS-Abschlüssen erleichtert werden. Neuerungen ergeben sich sowohl im Ausweis als auch bei Definitionen. So sind nicht anteilseignerbezogene Eigenkapitalveränderungen getrennt von allen anderen eigenkapitalverändernden
Transaktionen darzustellen. Diese Anforderung kann durch den Ausweis sämtlicher nicht anteilseignerbezogener Eigenkapitalveränderungen in einem sogenannten „Statement of Comprehensive In come“ erfüllt werden. Für den Österreichischen Post Konzern werden sich durch den überarbeiteten IAS 1 Änderungen in der Darstellung des Konzernabschlusses ergeben.

Gemäß dem geänderten IAS 23 „Fremdkapitalkosten“ sind Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifi zierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Damit ersetzt die Neuregelung von IAS 23 das bisherige Wahlrecht. Die Überarbeitung wird eine Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Folge haben, da im Österreichischen Post Konzern anfallende Fremdkapitalkosten nicht Bestandteil der Herstellungskosten sind. Eine wesentliche Änderung auf die Darstellung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage des Konzerns wird sich dadurch nicht ergeben. Die erstmalige Anwendung der geänderten Standards IFRS 1, IFRS 3, IAS 27 und IAS 39 sowie die neuen Interpretationen IFRIC 12, IFRIC 15, IFRIC 16 und IFRIC 17, die noch nicht von der EU in europäisches Recht übernommen wurden, werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses der Österreichischen Post haben.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung


6 | Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung (siehe auch Anhang 3 (c))
Im Österreichischen Post Konzern werden folgende primäre Segmente nach Divisionen unterschieden:

Brief
Die Haupttätigkeit der Division Brief besteht in der Annahme und Zustellung von Brief- und anderen Postsendungen in Österreich und deren Weiterleitung ins Ausland. Des Weiteren fallen die Annahme und Zustellung von adressierten und unadressierten Werbesendungen, Zeitungen und Regionalmedien sowie eine Reihe von Zusatzdienstleistungen auf dem Gebiet des Direct Marketings in das Tätigkeitsfeld dieser Division.
Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette (Daten- und Output-Management, Dokumenten-Scanning sowie Konzeption und Produktion von Dokumenten und Direct Mailings) ergänzen das Angebot.

Paket & Logistik
Die Division Paket & Logistik bietet Paket-, Express- und Logistikdienstleistungen in Österreich, Deutschland sowie in Süd-/Osteuropa. Im Rahmen der Logistikdienstleistungen erfolgten in den vergangenen Jahren Schwerpunktsetzungen in den Bereichen Kombifracht sowie Pharma- und temperaturgeführte Transporte.

Filialnetz
Die Division Filialnetz verfügt über eines der größten fl ächendeckenden Vertriebsnetze in Österreich. Das Dienstleistungs- und Produktspektrum umfasst Postdienstleistungen, Finanzdienstleistungen in Kooperation mit der BAWAG PSK sowie ein breites Sortiment von Handelswaren und Angeboten im Bereich Philatelie.

Sonstiges/Konsolidierung
Die Eliminierung der Beziehungen zwischen den Divisionen wird in der Spalte Sonstiges/Konsolidierung vorgenommen. Den Divisionen nicht zuordenbare Aktivitäten werden ebenfalls in dieser Spalte gezeigt. Sie um fassen z. B. den Bereich der Immobilien, EDV-Dienstleistungen sowie die Organisationseinheit Karriere und Entwicklungscenter.

Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten nach Divisionen
Der Innenumsatz stellt die Umsätze mit anderen Segmenten dar, wobei die Verrechnungspreise zwischen den Unternehmensbereichen auf marktüblichen Bedingungen beruhen.Über die leistungsspezifische Verrechnung hinaus leistet die Division Brief der Division Filialnetz zur Abgeltung der sich aus der Universaldienstverpfl ichtung ergebenden Aufwendungen einen Infrastrukturbeitrag. Das Segmentvermögen umfasst das langfristige Vermögen (ohne Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen, Anteile an assoziierten Unternehmen und latente Steuern) und das kurzfristige Vermögen (ohne Finanzinvestitionen in Wertpapiere und andere Finanzanlagen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und Forderungen aus Ertragsteuern) sowie zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte.
Als Segmentverbindlichkeiten werden langfristige Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten und laten te Steuern) und kurzfristige Verbindlichkeiten (ohne Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen für Ertragsteuern) gezeigt.
Die Segmentinvestitionen beinhalten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte sowie Sachanlagen.
Die Abschreibungen (planmäßige Abschreibungen und Abschreibungen für Wertminderungen) resultieren aus den der jeweiligen Division zugeordneten Vermögenswerten. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen umfassen die Veränderung der langfristigen Rückstellungen.
Die Anzahl der Mitarbeiter auf Segmentebene wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten der durchschnittlichen Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr dargestellt. Nach Regionen werden im Österreichischen Post Konzern folgende Segmente unterschieden:


Erläuterungen zu den ausgewiesenen Werten nach Regionen
Die Umsätze werden nach dem Standort der leistungserbringenden Gesellschaft gezeigt. Das ausgewiesene Segmentvermögen sowie die Investitionen werden entsprechend den Standorten der Ver mögenswerte ausgewiesen. Die Investitionen umfassen immaterielle Vermögenswerte und Firmenwerte sowie Sachanlagen.

7 | Sonstige betriebliche Erträge

Für einen Teil der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden Mieterträge aus in der Regel kündbaren Operating-Mietverhältnissen
vereinnahmt. Die abgeschlossenen Mietverträge beinhalten Indexierungen der Mieten sowie mittel- bis langfristige Vertragslaufzeiten.

8 | Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen


9 | Personalaufwand


Die Pensionsdeckungsbeiträge an die Republik Österreich betrugen (nach Abzug der von den Beamten geleisteten Pensionsbeiträge)
für das Geschäftsjahr 2008 65,9 Mio EUR (2007: 64,3 Mio EUR).

Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr:

Die Wertminderungstests zum 31. Dezember 2008 ergaben einen Wertminderungsbedarf auf Firmenwerte in Höhe von 24,8 Mio EUR, der in
Höhe von 3,4 Mio EUR dem Segment Brief und in Höhe von 21,4 Mio EUR dem Segment Paket & Logistik zugeordnet ist. Die im Segment Paket & Logistik ausgewiesene Abschreibung für Wertminderung auf den Firmenwert betrifft ausschließlich die zahlungsmittelgenerierende Einheit
trans-o-fl ex. Die Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten betrifft in Höhe von 14,2 Mio EUR Kundenbeziehungen. Diese werden in Höhe von 4,2 Mio EUR im Segment Brief und in Höhe von 10,0 Mio EUR im Segment Paket & Logistik ausgewiesen. Der Wertminderungsbedarf auf Firmenwerte und Kundenbeziehungen resultierte in beiden Segmenten aus dem deutlichen Konjunkturabschwung, mit dessen Folgen kurzfristig die Transportwirtschaft genauso wie ihre wichtigsten Nachfrager konfrontiert sind. Es wird erwartet, dass der Konjunkturabschwung die Nachfrageüber das Jahr 2009 hinaus belasten wird.

Zudem wurden Abschreibungen für Wertminderungen auf Markenrechte in Höhe von 1,8 Mio EUR durchgeführt. Aufgrund eines Beschlusses im Dezember 2008 – die im Rahmen von Unternehmensakquisitionen in Süd-/Osteuropa erworbenen Markenrechte im Segment Paket & Logistik sukzessive durch die Marke transo-fl ex zu ersetzen – wurde die Nutzungsdauer der entsprechenden Markenrechte auf vier Jahre begrenzt.
In Folge von niedrigeren erzielbaren Beträgen wurden Abschreibungen für Wertminderungen bei Grundstücken in Höhe von 6,0 Mio EUR (2007: 17,1 Mio EUR) vorgenommen, die im Segment Sonstiges/Konsolidierung gezeigt werden. Zudem wurden technische Anlagen in Höhe von 0,6 Mio EUR (2007: 3,9 Mio EUR) und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 0,0 Mio EUR (2007: 0,9 Mio EUR) wertgemindert. Der angesetzte erzielbare Betrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.








Cross Order Lease
Im Geschäftsjahr 2002 hat die Österreichische Post AG mit zwei US-Trusts eine Cross Border Lease-Transaktion abgeschlossen. Die Österreichische Post AG hat diesen beiden Trusts auf 99 Jahre ein Fruchtgenussrecht an Postsortieranlagen in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck gegen Leistung eines „Grant Payment“ von 117 Mio USD eingeräumt. Gleichzeitig wurde ein Lease Agreement abgeschlossen, in dem die Österreichische Post AG auf rund 24 Jahre das Nutzungsrecht an diesen Anlagen wieder zurückgemietet hat. In diesem Lease Agreement wurde der Österreichischen Post AG auch das Recht eingeräumt, das Frucht genussrecht an den Postsortieranlagen entweder mit 1. Jänner 2022 zu einem Fixpreis („EBO Payment Amount“) oder am Ende des Leasingvertrages zum Verkehrswert, mindestens jedoch zum „End of Term Purchase Option Price“ zurückzukaufen. Die Österreichische Post AG hat ihre Verpfl ichtung zur Zahlung der Leasingraten einschließlich eines allfälligen EBO Payment an Payment Undertaker ausgelagert (siehe dazu Kapitel 33 (a) „Darstellung der Risikoarten“). Zu diesem Zweck hat die Österreichische Post AG Zahlungen in Höhe von 108,3 Mio USD an die Payment Undertaker geleistet und die entsprechende Verbindlichkeit ausgebucht. Die Payment Undertaker haben sich ihrerseits verpfl ichtet, die entsprechenden Beträge zu den festgesetzten Zahlungsterminen für die Öster reichische Post AG zu leisten. Bei der Österreichischen Post AG verbleibt das Restrisiko einer möglichen Inanspruchnahme im Falle einer Insolvenz der Payment Undertaker. Zum 31. Dezember 2008 beläuft sich der von den Payment Undertakers zu leistende Betrag auf 114,6 Mio USD (das sind 82,3 Mio EUR; 2007: 115,1 Mio USD bzw. 78,2 Mio EUR). Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde die Cross Border Lease-Transaktion wie folgt erfasst: Die dem Fruchtgenussrecht zugrunde liegenden Postsortieranlagen bleiben aufgrund des unverändert fortbestehenden wirtschaftlichen Eigentums an den Anlagen weiterhin im Anlagevermögen der Österreichischen Post AG ausgewiesen und werden über eine zehnjährige Nutzungsdauer abgeschrieben. Der ursprünglich bei der Österreichischen Post AG verbleibende Nettobarwertvorteil in Höhe von 9,1 Mio USD (das sind 9,2 Mio EUR) wird in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen und über die Vertragslaufzeit pro rata temporis aufgelöst. Im Geschäftsjahr 2008 wurden 0,5 Mio EUR (2007: 0,5 Mio EUR) aufgelöst und als Zinsertrag erfasst.





























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