Gelebte Vielfalt

Das konsequente Diversity Management der Post fördert Kreativität, belebt die Unternehmenskultur und trägt zum Erfolg bei.

Die Österreichische Post legt größten Wert auf Diversity im Unternehmen. Denn Wertschätzung und Förderung von Vielfalt wirken sich positiv auf die Unternehmenskultur aus und tragen zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Vielfalt innerhalb der Belegschaft bedeutet unterschiedliche Ansichten, diese führen zu neuen Ideen und fördern ein kreatives Denken über den Tellerrand hinaus. Vielfalt kann zudem zu effektiverer Entscheidungsfindung und Problemlösung beitragen.

Vielfalt und Mentoring
Die Österreichische Post hat 2013 die Charta der Vielfalt unterzeichnet und sich damit dazu verpflichtet, zu mehr Toleranz, Fairness und Wertschätzung beizutragen. Im Jänner 2013 ist weiters das zweite Business Cross Mentoring Programm der Post gestartet. Insgesamt 32 Mitarbeiterinnen nehmen an diesem Frauenförderungsprogramm teil. Ziel ist einerseits die Chancengleichheit für erfolgsorientierte Frauen weiter zu fördern sowie andererseits den Austausch zwischen den Mitarbeiterinnen und ihren persönlichen Mentoren zu stärken.

 

„Gesteigerte Motivation“

Im November 2013 erhielt die Österreichische Post das Grundzertifikat „ Beruf und Familie“ des Wirtschaftsministeriums.

Isabella Kamptner, Österreichische Post AG, Personalentwicklung, Audit-Beauftragte, und Edith Peter, Geschäftsführerin von KiBiS Work-Life Management GmbH.

Was ist das Audit berufundfamilie?
EDITH PETER: Das Audit entwickelt das Familienbewusstsein in allen relevanten Aspekten eines Unternehmens kontinuierlich weiter. Es haben bereits über 300 Unternehmen und Institutionen erfolgreich am Audit teilgenommen.

Warum unterzieht sich die Österreichische Post dem Audit berufundfamilie?
ISABELLA KAMPTNER: Studien belegen, dass ein familienfreundliches Arbeitsumfeld bei den Beschäftigten zu einer gesteigerten Motivation, Loyalität und Einsatzbereitschaft führt. Durch geringere Fluktuationsraten reduzieren sich zudem die Kosten für Einschulungs-, Ersatz- und Rekrutierungszeiten und wichtiges Knowhow bleibt im Unternehmen. Die Österreichische Post verstärkt dadurch ihre Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Neben der Entwicklung maßgeschneiderter Maßnahmen mit Experten profitieren wir auch vom Austausch mit anderen Unternehmen.

Weshalb wurden zunächst nur Maßnahmen für die Unternehmenszentrale umgesetzt?
KAMPTNER: Die Struktur innerhalb der Post ist sehr vielschichtig. Es gibt Mitarbeiter, die in Schicht- und Wechseldiensten arbeiten, ein Teil steht am Schalter, wieder andere haben überhaupt keinen PC-Arbeitsplatz. Die Teamgröße variiert sehr stark und auch die örtlichen Gegebenheiten sind nicht überall gleich. Trotz dieser Unterschiede sollen Maßnahmen entwickelt werden, um den verschiedensten Bedürfnissen gerecht zu werden. Gerade am Anfang des Audits war es daher wichtig, dass wir uns auf einen Teilbereich der Post konzentrieren. Je gleichartiger die Ausgangsvoraussetzungen, umso gezielter können wir Maßnahmen für diesen Bereich vereinbaren. Für die Unternehmenszentrale und die Overhead-Funktionen der regionalen Außenstellen haben wir uns eine Reihe von Maßnahmen vorgenommen, die wir in den nächsten drei Jahren umsetzen möchten. Erhalten wir das Basiszertifikat, werden wir schrittweise auch andere Unternehmensbereiche mit in das Audit aufnehmen.
PETER: Viele Unternehmen, die sich für ein Audit entscheiden, starten zunächst in einer bestimmten Unternehmenseinheit. Das sind üblicherweise einzelne Filialen oder mehrere Unternehmensbereiche. Wenn sich die Maßnahmen bewährt haben, werden sie auf das gesamte Unternehmen ausgedehnt. Der Grund dafür ist simpel: Es bedarf für jede angesprochene Zielgruppe unterschiedliche Werkzeuge. Im Vergleich zu anderen Unternehmen hat der Auditierungsprozess in der Post all meine Erwartungen übertroffen und mir als Auditorin deutlich gemacht, dass die Österreichische Post über umfangreiche mitarbeiterorientierte Benefits verfügt sowie ein exzellentes Personalentwicklungskonzept und ein hochprofessionelles Leitbild- und Führungskräfteentwicklungskonzept umsetzt.

Welche weiteren Schritte sind geplant?
KAMPTNER: Wir wollen mit dem Audit die Post-Arbeitswelt modernisieren und die Führungskräfte für dieses Thema sensibilisieren. Zu den konkreten Maßnahmen gehört beispielsweise, dass karenzierte Mitarbeiter in das laufende Informationssystem eingebunden werden sowie ein aktives Auszeitenmanagement. Wir haben auf jeden Fall einiges vor.