E-Substitution – Rückgang im klassischen Briefgeschäft

Die wohl größte Herausforderung im Postgeschäft besteht in der fortschreitenden Substitution des klassischen Briefs durch elektronische Kommunikationsformen, vor allem E-Mails. Dabei ist der Rückgang in Österreich im Vergleich zu anderen Ländern noch relativ moderat (siehe Grafik). So ist das Volumen im Geschäft mit adressierten Briefen hierzulande von 2008 bis 2012 im Durchschnitt nur um 3,2% pro Jahr zurückgegangen, in anderen europäischen Ländern wie etwa Dänemark gab es Rückgänge von bis zu 10%. Doch der Abwärtstrend hält weiter an und ist im Kern auch nicht beeinflussbar. Postanbieter reagieren auf diese Situation mit verschiedenen neuen Angeboten. Sie bestehen zumeist in einer Kombination von klassischer und digitaler Kommunikation, etwa der so genannten dualen Zustellung von Briefen. Die Österreichische Post hat sich zudem auch in der rein digitalen Zustellung als kompetenter Dienstleister etabliert, beispielsweise mit dem so genannten E-Gehaltszettel. Positiv zugunsten des klassischen Briefs wirkt sich weiterhin aus, dass sowohl Privat- als auch Businesskunden zumindest für wichtige Dokumente weiterhin eindeutig die physische Zustellung bevorzugen.