Investorenmeinungen

WOLFGANG PINNER
Raiffeisen Capital Management Chief Investment Officer – SRI/Sustainable & Responsible Investments

files/pic13_de/76_Bild_Pinner.jpgIch sehe die Aktie der Österreichischen Post als attraktive defensive Beimischung für ein langfristig ausgerichtetes nachhaltiges Portfolio. Die Post vereint die Vorteile einer unterdurchschnittlichen Volatilität mit gutem Ertragspotenzial. Dabei stellt sich das Geschäftsmodell der Post den Herausforderungen des strukturellen Wachstums im Paketgeschäft und des gleichzeitigen Negativwachstums beim klassischen Brief. Dabei gelingt es dem Vorstand, die operative Arbeit in einer Branche, die teilweise starken Regulierungen ausgesetzt ist, durch das aktive Management der Stakeholder-Beziehungen zu erleichtern. Aus Sicht eines nachhaltigen Investors hat die Österreichische Post zuletzt auch wesentliche Akzente in Richtung Ökologie gesetzt, so z.B. im Bereich der klimaneutralen Zustellung. Erfreulicherweise haben ESG-Kriterien – also Maßnahmen in Richtung Umwelt, Soziales und Governance – beim Management generell an Bedeutung gewonnen.

EVA-MARIA SPINDLER
Privataktionärin und Mitarbeiterin der Österreichischen Post Leitung Vertriebsentwicklung Filialnetz

files/pic13_de/78_Bild_Spindler.jpgFür mich war die deutlich über den Sparbuchzinsen liegende Dividendenrendite das Hauptargument für mein Investment in die Post-Aktie. Ich beurteile die Ausschüttungen auch für die Zukunft als sehr verlässlich, denn die Republik Österreich als (Mehrheits-)Eigentümerin unseres Unternehmens muss ja an einer hohen Dividende interessiert sein. Zudem erwirtschaften wir regelmäßig starke Cashflows, die entsprechende Ausschüttungen möglich machen. Ich bin mit meinem Investment bisher übrigens sehr zufrieden, obwohl ich die Aktie nicht gerade zu einem der günstigsten Momente gekauft habe. Ich bin damals von einem Immobilien-Fonds zur Post-Aktie gewechselt, aber leider zu spät. Jedenfalls war meine Entscheidung richtig, denn die Immobilien-Aktien erholen sich nur sehr langsam und haben nach wie vor nicht das Niveau erreicht, zu dem ich sie 2007 gekauft hatte. Mit der Post-Aktie bin ich da deutlich besser gefahren.

PAUL SEVERIN
Erste Asset Management/ERSTE-SPARINVEST Leiter Investmentkommunikation

files/pic13_de/79_Bild_Severin.jpgAn der Börse unterscheidet man in der Regel drei Arten von Aktien. Zu so genannten „Zyklikern“ werden Aktien gezählt, deren Unternehmenserfolg – und damit Aktienkurs – stark vom Konjunkturzyklus abhängen (z. B. Stahlunternehmen). Wenn ein Unternehmen hingegen rasch wächst und einen neuen Markt erobern kann, wird die Aktie zu den Wachstumstiteln gezählt (z. B. Technologieaktien). Aktien von Unternehmen, die in einem relativ stabilen Umfeld agieren und darüber hinaus kontinuierlich Dividenden ausschütten, zählen zu den sogenannten „defensiven Titeln“. Die Aktien der Österreichischen Post verfügen eindeutig über defensive Eigenschaften, die derzeit stark nachgefragt werden: Investoren sind aufgrund der niedrigen Zinsen auf der Suche nach Veranlagungen mit höheren Renditen. Die Österreichische Post hat seit dem Börsegang eine stabile und kontinuierliche Dividendenpolitik bewiesen und genießt damit auch das Vertrauen der Aktionäre. Diese Qualität zeigt sich auch an der bisherigen Kursentwicklung der Aktie.