Ein Motor für die Volkswirtschaft

Die Österreichische Post ist für 0,5% des heimischen BIP verantwortlich und sichert länderübergreifend 39.000 Arbeitsplätze.

Mit ihren 20.000 Mitarbeitern ist die Österreichische Post eines der wichtigsten Unternehmen der heimischen Volkswirtschaft. Als Nummer eins in Sachen Post- und Logistikdienstleistungen stellt sie quasi das „Backbone“ des Wirtschaftssystems dar und sorgt für den reibungslosen Austausch von Informationen und Waren zwischen Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen sowie Konsumenten bzw. Bürgern. Die Relevanz der Post ist auch in harten Zahlen zu messen. Laut einer im Jahr 2013 durchgeführten Studie des Forschungsinstituts Economica generierte die Österreichische Post im Jahr 2012 eine Wertschöpfung von in Summe 2,1 Mrd EUR, davon mehr als 1,4 Mrd EUR in Österreich. Diese Zahl inkludiert neben der Leistung der Post selbst auch jene, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei Vorleistungsbetrieben erzielt wird. Ebenso erfasst sind die so genannten Einkommenseffekte, das heißt jene Wertschöpfung, die über die generierten Einkommen zusätzlich geschaffen wird. Anna Kleissner, Senior Researcher am Economica Institut für Wirtschaftsforschung: „Die Post ist ja nicht nur für die Wertschöpfung im eigenen Haus verantwortlich, sondern sie regt auch zusätzliche Aktivität und damit zusätzliches Einkommen in Zulieferbetrieben an.“ Das Einkommen, das dadurch in Summe entsteht und beispielsweise auf das Gehaltskonto eines Mitarbeiters (der Post oder eines Zulieferbetriebs) wandert, verursacht seinerseits wieder weitere Wertschöpfung, indem der Mitarbeiter etwa Konsumprodukte kauft oder in eine neue Wohnung investiert.

„Die Post ist sehr wertschöpfungsintensiv“
Die 1,4 Mrd EUR an Wertschöpfung im Inland, die der Post zuzurechnen sind, machen 0,51% des gesamten österreichischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Eine genauere Analyse macht noch deutlicher, wie tief die Post in die österreichische Volkswirtschaft integriert ist. Etwa 70% der Gesamtausgaben, das heißt rund 1,5 Mrd EUR, verbleiben im Inland. Davon wiederum werden 65% für Personalkosten ausgegeben. „Im Verhältnis zum Branchendurchschnitt von 49% sind das sehr hohe Werte. Das zeigt, dass die Dienstleistungen der Post in Österreich sehr wertschöpfungsintensiv sind“, so Kleissner. Mehr als 96% der Ausgaben werden in Österreich wieder als Wertschöpfung wirksam – ein weiteres Zeichen dafür, wie stark die Österreichische Post regional verankert und vor Ort für weitere Wertschöpfung und Beschäftigung verantwortlich ist. Wer Einkommen schafft, schafft auch Beschäftigung: So sichert und schafft die Post in Österreich rund 29.000 Jobs. Das sind 0,68% aller heimischen Arbeitsplätze. Länderübergreifend – also unter Berücksichtigung ihrer internationalen Aktivitäten – schafft die Post sogar Arbeit für rund 39.000 Menschen.

Monetärer Nutzen für Republik Österreich
Für Volkswirtschaft und Steuerzahler gleichermaßen höchst relevant sind auch die Finanzleistungen eines Unternehmens an die öffentliche Hand. Der „fiskalische Beitrag“ der Post umfasst Lohnsteuern, Sozialversicherungsbeiträge, Körperschaftssteuer, weitere Steuern wie etwa die Mehrwertsteuer sowie die Dividendenzahlungen an die ÖIAG (und damit an die Republik Österreich). Nimmt man all diese Elemente zusammen, erbrachte die Post im Jahr 2012 eine Fiskalleistung von 714 Mio EUR – und leistete damit einen Beitrag zum österreichischen Gemeinwesen, der beispielsweise deutlich über der so genannten Bankenabgabe lag. Generaldirektor Georg Pölzl: „Die Post hat sich im Lauf des vergangenen Jahrzehnts vom Zuschussbetrieb zu einem erfolgreichen Leitunternehmen entwickelt, das der Republik Österreich Jahr für Jahr einen hohen monetären Nutzen bringt.“