Mehr Post aus Allhaming

Aufgrund des steigenden Paketaufkommens erweitert die Post ihre Kapazitäten in Oberösterreich. Kostenpunkt: 50 Mio EUR.

Im September 2014 soll das neue Verteilzentrum in Allhaming seinen Betrieb aufnehmen.

Eines ihrer größten Bauprojekte der vergangenen Jahre startete die Österreichische Post im August 2013. Um die optimale Verarbeitung der Sendungsmengen in Oberösterreich gewährleisten zu können, veranlasste das Unternehmen die Errichtung eines völlig neuen Verteilzentrums in Allhaming, etwa 20 Kilometer südwestlich von Linz. „Wir ziehen hier ein völlig neues Logistikzentrum hoch, das von vorn bis hinten für unsere Bedürfnisse maßgeschneidert und mit den modernsten Einrichtungen ausgestattet ist“, sagt Wilhelm Paulik, Projektleiter Allhaming. Damit wird das alte Verteilzentrum in Linz abgelöst, das trotz Adaptierungen den wachsenden Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Seine Kapazitäten reichten für das – unter anderem durch den E-Commerce-Boom – gestiegene Paketaufkommen schlicht nicht mehr aus, schon gar nicht zu Spitzenzeiten wie etwa vor Weihnachten. Josef Kreindl, Regionalleiter Paketlogistik Mitte: „Vor allem die Paketmengen von Deutschland nach Österreich, die über Oberösterreich transportiert werden, nehmen Jahr für Jahr zu.“

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„Das neue Logistikzentrum ist für unsere Bedürfnisse maßgeschneidert.“
WILHELM PAULIK,
Projektleiter Allhaming

 

 

Automatische Sortieranlage
Rund 50 Mio EUR investiert die Österreichische Post nun, um direkt an der Westautobahn auf einem 82.000 Quadratmeter großen Grundstück ein modernes Logistikzentrum zu errichten. Im September 2014 soll der neue Standort in Betrieb gehen. Seine Kapazität ist auf die Bearbeitung von täglich 1,6 Mio Briefen und 100.000 Paketen ausgelegt. Herzstück des Verteilzentrums wird die vollautomatische Sortier- und Förderanlage sein. Sie sorgt für die rasche Verarbeitung und fehlerfreie Verteilung von Sendungen in Oberösterreich sowie in Teilen Niederösterreichs. Konkret werden dafür drei Kleinbriefsortiermaschinen angeschafft, die kleinformatige Briefe automatisch verarbeiten und einerseits Sendungen für andere Bundesländer sortieren, andererseits für Oberösterreich bestimmte Briefe bis auf den Zustellerrayon ordnen. Ergänzt werden sie durch eine Sortieranlage für Großbriefe sowie automatische Förderund Sortieranlagen für Pakete.

Sonnenstrom vom Dach
Das neue Verteilzentrum repräsentiert aber nicht nur bezüglich der Sortieranlagen den neuesten Stand der Technik: Auf dem Hallendach wird eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 496 Kilowattpeak montiert, die einen jährlichen Ertrag von etwa 496.000 Kilowattstunden erwirtschaften soll. Der produzierte Strom soll vorrangig für den Betrieb der Elektro-Fahrzeuge im hauseigenen Fuhrpark verwendet werden. Für die rund 650 Mitarbeiter wird es übrigens Shuttle-Services geben, um einen möglichst komfortablen Arbeitsweg zu ermöglichen.