"Saubere" Logistikzentren: Abfall- und Umweltmanagement

Auch im Gebäudebereich achtet die Post auf die nachaltige Nutzung der Ressourcen. Das senkt den CO2-Ausstoß wie die Energiekosten.

Dass die Themen Nachhaltigkeit sowie Umwelt- und Klimaschutz heute zu den Grundfesten des Geschäftsmodells der Österreichischen Post zählen, schlägt sich auch im Gebäudebereich nieder. So werden Heizsysteme auf fossiler Basis (Öl bzw. Gas) sukzessive ersetzt und nach Möglichkeit auf Fernwärme umgestellt. Laufend werden daneben die Gebäudeinfrastruktur optimiert – Stichwort Flächenreduktion – sowie der Energieverbrauch genau beobachtet.

Strom aus der Sonne
Im Rahmen der Modellregion „E-Mobility Post“ errichtete die Österreichische Post zudem die derzeit größte Aufdach-Photovoltaikanlage Österreichs. Ihr Standort ist das Briefzentrum in Wien-Inzersdorf, das auf seinem 30.000 Quadratmeter großen Flachdach ausreichend Platz für die Nutzung von sauberer Sonnenenergie bietet. Hier wurde im Lauf des Jahres 2013 eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von rund 880 Watt-Peak installiert und Ende September bereits feierlich in Betrieb genommen. Insgesamt umfasst die Anlage 3.528 Module, von denen jedes einzelne 250 kWp liefert. Eine zweite Anlage soll nun 2014 auf dem Dach des in Bau befindlichen Logistikzentrums Allhaming in Oberösterreich in Betrieb gehen. Beide Anlagen zusammen werden ausreichend Strom produzieren, um die gesamte E-Mobility-Flotte der Post mit Energie zu versorgen.

Abfall = Rohstoff
Auch im Abfallmanagement ist die Österreichische Post bestrebt, die Umweltauswirkungen ihrer Tätigkeit zu minimieren und dabei gleichzeitig einen Mehrwert für das Unternehmen zu schaffen. Diesem Anliegen dient ein ausgeklügeltes Entsorgungs- und Verwertungsmanagement, das vor allem dem Gesichtspunkt Rechnung trägt, dass Abfälle heute wertvolle Sekundärrohstoffe darstellen. Das Umweltprogramm der Österreichischen Post sieht für die Zukunft einen weiteren Ausbau des Abfall- und Umweltmanagements vor. Zu den Maßnahmen zählen etwa die Installierung neuer LED-Beleuchtungskonzepte sowie verschiedener Systeme zur Wärmerückgewinnung. Die Österreichische Post erhofft sich daraus positive Effekte auf die Energiekosten, den CO2-Ausstoß und nicht zuletzt auch die Mitarbeiterzufriedenheit. Georg Thaler, Leiter der Hausverwaltung im Briefzentrum Wien-Inzersdorf: „Im Produktionsbereich des Briefzentrums Wien werden bei der Beleuchtung Dimmer eingesetzt, Stapler und Schlepper sind mit einem energiesparenden Ladesystem ausgerüstet. Das gesamte Dach der Produktionshalle ist begrünt, das spart im Sommer wie im Winter sehr viel Energie und bietet Lebensraum für Insekten und andere Tierarten.“

 

Grün in CEE

Länderübergreifend CO2 reduzieren

Elektrofahrzeuge in Kroatien
Schadstofffrei, stark, sicher: In Kroatien steht seit Dezember 2012 der erste KYBURZ – ein dreirädriges Elektrofahrzeug aus Schweizer Produktion – der Österreichischen Post im Einsatz. Denn das Engagement in Sachen CO2- Reduktion macht an den Grenzen nicht halt, und auch die Brieftöchter der Post in sechs osteuropäischen Ländern tragen ihren Teil bei. 2014 sollen nun weitere solche Fahrzeuge folgen. Im Postalltag kann der KYBURZ, der sich laut einem Test des ÖAMTC selbst in Extremsituationen bewährt, samt Anhänger 270 Kilo Zustellgut transportieren. Das ist deutlich mehr als bei einem Fahrrad oder Moped, zudem verringern die drei Räder das Unfallrisiko. Dank der vollautomatischen Feststellbremse muss das Fahrzeug auch nicht bei jedem Absteigen auf einen Ständer gehievt werden. Und deutlich bequemer ist der KYBURZ obendrein.

Flüssiggasfahrzeuge in Rumänien
PostMaster, die rumänische Tochtergesellschaft der Österreichischen Post, hat eine Initiative zur Umrüstung von 50 Benzinfahrzeugen auf Flüssiggas gestartet. Dies ist nicht nur ökonomisch sinnvoll, sondern hat zudem auch umfangreiche positive Umwelteffekte. Insbesondere werden dadurch die CO2-Emissionen um 20% reduziert, die CO2-Emissionen pro Fahrzeug sinken von 169g/km auf 135g/km. Zusätzlich werden noch Schadstoffemissionen wie Benzol oder andere Kohlenwasserstoffe reduziert und der Ausstoß von Schwefeldioxid (Auslöser von saurem Regen) gänzlich verhindert.

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„Das Dach der Produktionshalle ist begrünt, das spart viel Energie.“
GEORG THALER,
Hausverwaltung Briefzentrum Wien