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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

26 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance Konzernabschluss service konzernlagebericht Umfeld und Rahmenbedingungen 1.3 Konzernstrategie und Steuerung 1.3.1 Ziele und Strategie Die aktuellen Entwicklungen auf dem internationalen Post- und Logistikmarkt stellen die Österreichische Post vor große Heraus- forderungen, bringen aber auch neue Chancen. Vor diesem Hinter- grund hat das Unternehmen im Jahr 2010 vier zentrale Stoßrich- tungen definiert und diese seither mit einer Vielzahl an Initiativen und Maßnahmen konsequent umgesetzt. Dabei orientiert sich die Österreichische Post mittelfristig an drei zentralen wirtschaftli- chen Zielen: 1. Bewährtes Geschäftsmodell: Während das Volumen bei adressierten Briefen aufgrund der E-Substitution weiter zurück­ gehen wird, nutzt die Post Wachstumschancen in anderen Geschäftsfeldern. Auf Basis des wachsenden Paketgeschäfts sowie neuer Serviceangebote ist es das Ziel, auch in den nächs- ten Jahren durchschnittlich eine stabile bzw. leicht steigende Umsatzentwicklung zu erwirtschaften. Im Jahr 2016 hängt die Umsatzprognose von einer möglichen Veränderung des Ge- schäftsportfolios ab. In den bestehenden Aktivitäten wird eine weitgehend stabile Entwicklung angestrebt. 2. Hohe Ertragskraft: Eine solide Profitabilität ist wesentlich für eine nachhaltige Unternehmensperspektive. Das Ziel, eine EBITDA-Marge von um die 12% zu erreichen, konnte in den letzten Jahren erreicht werden. Auch für 2016 wird eine stabile operative Ergebnisentwicklung angepeilt, getragen von den bestehenden Umsatztrends, innovativen neuen Geschäftsideen und der Umsetzung der geplanten Effizienzprogramme. 3. Attraktive Dividendenpolitik: Ein wesentlicher Eckpfeiler der Unternehmensphilosophie ist die attraktive Dividendenpolitik. Jährlich sollen zumindest 75% des Nettoergebnisses an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Seit dem Börsegang 2006 hat die Österreichische Post bis Ende 2015 gemessen am Total Shareholder Return einen Wertzuwachs von 163,1% erwirtschaftet. Ausgehend von diesen Zielen wurden vier Kernstrategien definiert. Die konsequente Umsetzung dieser Kernstrategien bildet den durchgehenden unternehmerischen Kompass für die Österreichi- sche Post. Während die übergeordneten Kernstrategien über die Zeit stabil sind, werden die thematischen Umsetzungsschwerpunk- te jährlich den aktuellen Entwicklungen angepasst: 1. Verteidigung der Marktführerschaft im Kerngeschäft: Die Österreichische Post ist Marktführer im heimischen Brief- und Paketgeschäft. Ein wesentlicher strategischer Pfeiler besteht darin, diese starke Position zu erhalten bzw. speziell im Bereich der Paketzustellung weiter auszubauen. Besonderes Augenmerk gilt daher unter anderem der Sicherung einer weiterhin sehr hohen Servicequalität. 2. Profitables Wachstum in definierten Märkten: Zur Kompensation rückläufiger Absatzmengen bei Briefen verfolgt die Österreichische Post eine fokussierte Wachstums- strategie. Im Vordergrund steht dabei das Paket- und Logistik- geschäft. Hier werden Wachstumschancen in Südost- und Osteuropa genutzt. Im Briefbereich wird vor allem der Bereich Mail Solutions ausgebaut. 3. Effizienzsteigerung und Flexibilisierung der Kostenstruktur: Die Österreichische Post setzt auf eine kontinuierliche Steigerung der Effizienz in allen Bereichen. Wesentlichen Anteil an der Festi- gung der Kostenführerschaft haben regelmäßige Investitionen in die Modernisierung der Logistikinfrastruktur. Auch die Prozess- und Personalkosten werden laufend überprüft und optimiert. 4. Kundenorientierung und Innovation: Nur mit attraktiven Angeboten, die konkrete Bedürfnisse der Kunden befriedigen, kann die Österreichische Post langfristig erfolgreich sein. Daher setzt das Unternehmen auf laufende Innovation im Leistungs- portfolio, um den Komfort für seine Kunden stetig zu erhöhen. 1.3.2 Steuerung Ein umfassendes Steuerungssystem berücksichtigt das gesamte Unternehmensgefüge. Der Fokus liegt hier klar auf Umsatz, EBITDA/EBIT und Free Cashflow, parallel dazu wird aber auch der Wirtschaftlichkeit von Investitionen (Return on Investment) in neue Anlagen und Infrastruktur sowie in Beteiligungen ein sehr hoher Stellenwert beigemessen. Nur auf diese Weise kann sicher­ gestellt werden, dass zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Entscheidungen getroffen werden. Im Berichtswesen der Österreichischen Post sind periodische Berichte wie Monats- und Quartalsberichte zur aktuellen Ge- schäftsentwicklung wesentliche Bausteine der Entscheidungs­ findung bzw. zur operativen Steuerung. Diese fassen relevante Kennzahlen für den Gesamtvorstand bzw. das Top-Management zusammen. Die Steuerungsparameter orientieren sich an den strategischen Eckpfeilern des Konzerns. Im Schwerpunktbereich „Marktführerschaft im Kerngeschäft“ sowie „Profitables Wachs- tum in definierten Märkten“ werden Umsatz- und Ergebniskenn- zahlen der Divisionen dargestellt. Der Schwerpunkt „Effizienzstei- gerung und Flexibilisierung der Kostenstruktur“ fokussiert auf die größten Aufwandspositionen sowie die Steuerung des Geschäfts- stellennetzwerks. Im Bereich „Kundenorientierung und Innovati- on“ werden nicht-finanzielle Leistungsindikatoren wie die Anzahl der Post-Geschäftsstellen, die Kundenzufriedenheit sowie die Forcierung neuer Selbstbedienungslösungen zur Steuerung des Konzerns herangezogen. Insgesamt setzt die Österreichische Post damit auf die Einhaltung einheitlicher Standards und die klare Ergebnisausrichtung auf Top-Ebene. In der weiteren Berichtskaskade werden diese Eck­

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