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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil) - Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

28 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance Konzernabschluss service konzernlagebericht Geschäftsverlauf und ­ wirtschaftliche Lage Ein weiterer wichtiger Markttrend besteht in der steigenden Bedeu- tung des Klimaschutzes und der dadurch steigenden Nachfrage nach ressourcenschonenden Gütertransporten. Die Österreichische Post entspricht diesen Anforderungen durch das Angebot der CO2 -neutralen Zustellung von Sendungen im Heimmarkt Öster- reich, mit dem sie für sich und ihre Kunden eine Belastung der globalen Klimabilanz durch ihre Unternehmenstätigkeit vermeidet. 2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen Die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der Österreichischen Post basieren primär auf dem Österreichi- schen Postmarktgesetz, das seit 1. Jänner 2011 in Kraft ist. ■ Die Österreichische Post ist seit der vollständigen Marktöffnung Österreichs Universaldienstleister und garantiert damit die Versorgung mit qualitativ hochwertigen Postdienstleistungen in ganz Österreich. Wie gesetzlich vorgesehen, hat die Regulie- rungsbehörde im Jahr 2016 mit der Evaluierung begonnen, ob auch andere Postdienstanbieter den Universaldienst erbringen können. ■ Der Universaldienst beschränkt sich primär auf Postsendungen, die an den gesetzlich definierten Zugangspunkten abgegeben werden können, also z. B. Post-Geschäftsstellen oder Brief­ 3.1 Veränderungen im Konsolidierungs- kreis Im Geschäftsjahr 2015 fanden folgende wesentliche Unterneh- menserwerbe und -verkäufe statt: Mit Stichtag 20. Februar 2015 hat die Österreichische Post ihre Anteile am deutschen Druckdienstleister MEILLERGHP verkauft. Das Gemeinschaftsunternehmen stand zu 65,0% im Eigentum der Österreichischen Post und zu 35,0% im Eigentum der Schweizeri- schen Post. Mit 7. Februar 2014 stellte die MEILLERGHP einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsinsolvenzverfahrens, das mit 15. Februar 2015 beendet wurde. Per 31. März 2015 wurden zudem 100% der Anteile an der Tochtergesellschaft feibra Magyarország Kft. veräußert. Das Unternehmen ist in der Verteilung von unadressierten und adressierten Werbemitteln sowie Zeitschriften in Ungarn tätig. Bereits zum 31. Dezember 2014 waren die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als Veräußerungsgruppe eingestuft und entsprechend in der Bilanz gesondert ausgewiesen worden. kästen. Damit soll die Grundversorgung der österreichischen ­ Bevölkerung und Wirtschaft mit Postdienstleistungen gesi- chert werden. Postdienste für Sendungen, die von Großkunden in Verteilzentren eingeliefert werden, zählen – mit Ausnahme von Zeitungen – nicht zum Universaldienst. ■ Mit 15. September 2014 genehmigte die Regulierungsbehörde (Post-Control-Kommission und RTR Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH) die Anpassung der Tarifstruktur der Österreichischen Post. Damit kam es per 1. März 2015 zum ersten Mal nach der letzten Produkt- und Preisreform im Jahr 2011 zu einer inflationsbedingten Änderung der Preise im Briefbereich. ■ Mit 27. November 2015 ist eine Änderung des Postmarktgesetzes in Kraft getreten, die es der Post ermöglicht, neben den Briefsen- dungen (mit strengen Laufzeitvorgaben) auch sogenannte Non-Priority-Briefsendungen im Universaldienst anzubieten, deren Laufzeiten regelmäßig bis zu vier Tage betragen dürfen. Mit Stichtag 1. Juni 2015 hat die Österreichische Post 60% der Anteile an der Aktionsfinder GmbH erworben. Die Gesellschaft wird ab diesem Zeitpunkt als vollkonsolidiertes Tochterunterneh- men in den Konzernabschluss einbezogen. Die Aktionsfinder GmbH betreibt das Internetportal Aktionsfinder.at. Diese Platt- form zählt zu den größten Internet-Portalen für Werbeprospekte in Österreich und ermöglicht den elektronischen Abruf von in Österreich verteilten Prospekten, Aktionen und Angeboten. Mit Stichtag 1. Oktober 2015 wurden weitere 20% der Anteile an der Gesellschaft für eine Gegenleistung in bar von 0,3 Mio EUR erworben. Die Anteile erhöhten sich damit von 60% auf 80%. Mit Stichtag 5. August 2015 wurden 100% der Anteile an der Kolos s.r.o. verkauft. Das Unternehmen ist in der Slowakei im Bereich der Zustellung unadressierter Sendungen sowie adressierter Werbe- mittel und Briefe aktiv. Mit Stichtag 1. Oktober 2015 hat die Österreichische Post AG 100% der Anteile an der EMD – Elektronische- u. Mikrofilm-Dokumen- tationssysteme Ges.m.b.H. erworben. EMD ist seit mehr als 30 Jah- ren als Spezialist für die Digitalisierung und Mikroverfilmung von 3 Geschäftsverlauf und ­wirtschaftliche Lage

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