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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 39 Sortieranlagen und der Fördertechnik. Diese Investitionen dienen der Effizienz- und Produktivitätssteigerung, sind aber auch not- wendig, um die hohen Qualitätsanforderungen innerhalb Öster- reichs zu erfüllen. Außerdem wurden Investitionen in Software­ Lizenzen (4,9%) sowie in die Modernisierung des Filialnetzes (2,8%) getätigt. Sowohl bei Neu- als auch bei Ersatzinvestitionen erfolgt eine detaillierte Rentabilitätsbetrachtung der jeweiligen Maßnahme. Ersatzinvestitionen werden dann getätigt, wenn entweder mit der neueren Technologie ein Produktivitätsfortschritt erzielt werden kann, der die laufenden Aufwendungen in Eigen- und Fremdper- sonal oder den Zukauf von Transportleistungen reduziert, oder der optimale Austauschzeitpunkt dadurch gegeben ist, dass die Lebens- zykluskosten (vor allem Instandhaltungskosten) die Kosten eines neu beschafften Anlageguts überschreiten. Investitionen werden sowohl während diverser Planungsphasen als auch im Zuge der Beschaffungsphase durch ein Gremium geneh- migt und freigegeben, das sich je nach Investitionsvolumen aus Bereichsverantwortlichen, einzelnen oder allen Vorständen bzw. dem Aufsichtsrat der Österreichischen Post AG zusammensetzt. Neben laufenden Plan/Ist-Vergleichen findet zum Abschluss der Investitionsphase – insbesondere bei großen Projekten – eine Investitionsnachschau statt. Neben dem Return on Investment (ROI) als wesentlichem Ent- scheidungsparameter für Investitionen und Akquisitionen werden auch die Amortisationsdauer und der Barwert des Investments betrachtet – dies sowohl in der Planung als auch im Kennzahlen- Monitoring. Für den Erwerb bzw. Verkauf von Tochtergesellschaften (inklusive der nicht beherrschenden Anteile) sowie von nach der Equity- Methode bilanzierten Finanzanlagen erfolgte 2015 ein Zahlungs- mittelabfluss von 7,0 Mio EUR nach einem Abfluss von 6,0 Mio EUR im Jahr 2014. Generell geht jeder Akquisition ein konzernweit einheitlicher Auswahlprozess voran. Die Entscheidungsgrundlage bildet eine Due-Diligence-Prüfung, der eine Bewertung mittels Discounted-Cashflow-Methode und gegebenenfalls eine Plausi­ bilisierung der ermittelten Werte mittels Vergleichswertver­ fahren folgt. Auf Basis der vorhandenen Liquidität sowie des soliden operativen Cashflows kann die Österreichische Post die aktuellen Finanzie- rungsvorhaben selbst decken. Eine substantielle Fremdkapitalauf- nahme ist derzeit nicht vorgesehen. Im Rahmen der Dividendenpolitik beabsichtigt der Österreichische Post Konzern für die kommenden Jahre unter der Voraussetzung, dass sich die Geschäftsentwicklung weiterhin erfolgreich fortsetzt und keine außergewöhnlichen Umstände auftreten, eine Ausschüt- tungsquote von zumindest 75% des auf die Aktionäre entfallenden Periodenergebnisses. 3.3.4 Investitionen und Akquisitionen Die Investitionen des Österreichischen Post Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf 113,4 Mio EUR und lagen damit um 21,8 Mio EUR über dem Niveau des Vorjahres. Davon entfielen 107,8 Mio EUR auf Investitionen in Sachanlagen und 5,6 Mio EUR auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte. In den Sachan- lageninvestitionen sind Investitionen im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Unternehmenszentrale in der Höhe von 32,7 Mio EUR enthalten. Schwerpunkte des Investitionsprogramms der Österreichischen Post bildeten in der Berichtsperiode geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau (27,9%). Neben geleisteter Anzahlungen für Zustellfahr­ zeuge entfiel der Hauptanteil auf die neue Unter- nehmens­ zentrale, die im Jahr 2017 fertiggestellt werden soll. Naturgemäß machen auch Ersatzinvestitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung/Hardware (21,8%) sowie im Bereich Fuhr- park (21,3%) einen bedeutenden Anteil des jährlichen Investitions- volumens aus. Zudem entfielen 16,2% der Investitionen auf Grundstücke, Gebäude und Investment Property sowie 5,1% auf die Modernisierung der Investitionen nach kategorien 2015 Grundstücke, Gebäude und Investment Property Geschäftsausstattung/Hardware Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau Filialnetz Immaterielle Vermögensgegenstände Technische Anlagen und Maschinen Fuhrpark 4,9% 27,9% 16,2% 5,1% 2,8% 21,8% 21,3% Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 201539

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