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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

48 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance Konzernabschluss service konzernlagebericht Chancen/Risiken des Unternehmens 7.3 Allgemeine und sonstige Risiken Die Österreichische Post unterliegt wie jedes Unternehmen einer Reihe von Risiken, die sich aus der Branche bzw. dem Marktum- feld ergeben. Diese Risiken werden mit Maßnahmen, die dem Stand der Technik entsprechen, auf wirtschaftliche Art und Weise minimiert, können aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden. 7.3.1 Operative Risiken Markt- und Wettbewerbsrisiken Der Österreichische Post Konzern erwirtschaftet den überwiegen- den Teil seines Umsatzes in Österreich. Sollten sich die aktuellen Prognosen zum Wirtschaftswachstum verschlechtern, könnten Planungsprämissen verworfen werden müssen und damit die Planungssicherheit eingeschränkt werden. Ferner erwirtschaftet das Unternehmen einen nicht unbedeutenden Anteil seines Umsatzes mit einer geringen Anzahl von Großkun- den. Das wirtschaftlich erfolgreiche Weiterbestehen dieser Groß- kunden ist somit wesentlich für die stabile Entwicklung des Österreichischen Post Konzerns. Großkunden sind zudem vertrag- lich nicht verpflichtet, ihre Postsendungen vom Österreichischen Post Konzern befördern zu lassen, und könnten sich entscheiden, mittelfristig zumindest einen Teil ihrer Postsendungen Wettbewer- bern der Österreichischen Post zur Zustellung zu übergeben. Das Paketgeschäft – hier nimmt die Österreichische Post eine führende Stellung im österreichischen Markt ein – ist zum einen von der wirtschaftlichen Entwicklung der Kunden und zum anderen von Wettbewerbsverschärfungen durch das Auftreten weiterer Anbieter abhängig, sodass Umsatzeinbußen nicht ausgeschlossen werden können. Das Unternehmen ist deshalb bestrebt, Kunden durch attraktive Leistungsangebote an sich zu binden. Im Filialnetz ist die Österreichische Post zum Teil von strategi- schen Partnern wie der BAWAG P.S.K. abhängig. Risiken, die auf diese Partnerschaften einwirken können, jedoch nicht im Einfluss- bereich der Österreichischen Post liegen, können auch zu Ergebnis- beeinträchtigungen aufseiten der Post führen. Die Österreichische Post ist bestrebt, solche Risiken laufend mit ihren Partnern abzu- stimmen und diesen gemeinsam – soweit möglich – entgegenzu- wirken. Der internationale Brief- und Paketmarkt ist durch zunehmende Wettbewerbsintensität gekennzeichnet. Vor allem im Briefmarkt kann dies zu Preisrückgängen führen, die durch Mengenwachstum nicht ausgeglichen werden können. Um hier mögliche Umsatzein- bußen zu kompensieren, werden in diesem Bereich verstärkt Effizienzsteigerungsprojekte durchgeführt. Alle erwähnten Markt- und Wettbewerbsrisiken können zu nicht unerheblichen Volumenrückgängen und damit Ergebnisbeein- trächtigungen führen. Beschaffungsrisiken Die Beschaffungsrisiken der Österreichischen Post beschränken sich im Wesentlichen auf Schwankungen des Treibstoffpreises. Eine Erhöhung der Treibstoffpreise kann geringe negative Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Technische Risiken Der Österreichische Post Konzern ist in hohem Maß auf die Verwendung von komplexen technischen Systemen angewiesen und setzt bei der Erbringung seiner Dienstleistungen maßgeblich auf den Einsatz von Datenverarbeitungssystemen, modernen Kommunikationsmedien und anderen technischen Einrichtungen. Vor diesem Hintergrund hat der Österreichische Post Konzern in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen vorgenom- men, um sein Verteil- und Zustellnetz zu modernisieren. Die Leistungserbringung des Unternehmens hängt dabei von der Funktionsfähigkeit weniger wichtiger Standorte ab. Sollten technische Systeme vorübergehend oder dauerhaft ausfallen, sollte es zu unberechtigten Datenzugriffen und Datenmanipulationen kommen oder sollten längerfristige kollektive Arbeitsniederlegun- gen stattfinden, könnte dies zu Störungen des Geschäftsablaufs und zum Verlust von Reputation und Kunden führen sowie zusätzliche Kosten verursachen. Zur systematischen Bewältigung versicherbarer Risiken betreibt der Österreichische Post Konzern ein internes Versicherungs­ management. Dessen Hauptaufgaben bestehen in der laufenden Bewertung der am Markt erhältlichen Versicherungslösungen, dem Portfolio Management hinsichtlich der abgeschlossenen Versicherungsverträge sowie der Optimierung der Prozesse in der Schadenabwicklung. Zur Reduzierung von technischen und operativen Risiken wurden Sicherheitsmaßnahmen und Regeln festgelegt, die verschiedene Eventualitäten abdecken und einen reibungslosen Ablauf sicherstellen sollen. Im Betrieb von Rechenzentren verfolgt der Österreichische Post Konzern eine Outsourcing-Strategie. Durch entsprechende Vertragsgestaltung und gezieltes Servicelevel-Management wird die Verfügbarkeit aller outgesourcten Tätigkeiten abgesichert. Die Vertragspartner sind verpflichtet, einschlägige gültige Zertifizie- rungen vorzuweisen. 7.3.2 Finanzrisiken Finanzielle Risiken des Österreichischen Post Konzerns umfassen das Liquiditätsrisiko, das Kredit-/Kontrahenten- und das Zinsän- derungsrisiko. Das Währungsrisiko, so etwa die Fluktuation der

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