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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

50 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance Konzernabschluss service konzernlagebericht Sonstige Angaben Zur Bereinigung der unterschiedlichen Rechtsauffassungen zwischen Bund und Österreichischer Post betreffend die Berech- nung der vom Unternehmen laufend an den Bund zu bezahlenden Pensionsbeiträge für aktive Beamte, den Pflegegeldbeitrag sowie die Pensionsverrechnung wurde im Jahr 2015 ein Vergleich abge- schlossen. Nachforderungen gegenüber der Post, die über die bestehende Vorsorge hinausgehen, sind aus diesen Themen daher nicht mehr zu erwarten. Umweltrisiken Mit Fortschreiten der klimatischen Veränderungen könnte es zu einer Zunahme von Naturkatastrophen kommen. Wetterbedingte Phänomene wie starker Regen, Hagel, Erdrutsche, Hochwasser u. ä. könnten häufiger auftreten. Konsequenzen und Folgeerschei- nungen sind vor allem Sach- und Personenschäden. Es könnte zusätzlicher Instandsetzungs- und Instandhaltungsbedarf entste- hen. Zudem ist die Österreichische Post gesetzlich verpflichtet, die flächendeckende Versorgung mit Postdienstleistungen sicherzu- stellen. Falls diese durch Naturkatastrophen über einen Zeitraum nicht gewährleistet werden kann, könnten zusätzliche finanzielle Verpflichtungen entstehen. Für eine detaillierte Aufstellung sei dazu auf den Nachhaltigkeits- bericht 2014 nach GRI G4 verwiesen. 7.4 Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns Die vorstehend beschriebenen Risiken des Unternehmens werden stetig beobachtet und bei Bedarf wird entsprechend darauf reagiert. Aus heutiger Sicht ist der Bestand des Unternehmens dadurch jedoch nicht gefährdet. 7.5 Wesentliche Chancen Da die Veränderungen, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, auch zu positiven Zielabweichungen führen können, wird im Risikomanagementsystem ein weiterer Fokus auf die Erfassung und Steuerung der Chancen gelegt. Das Ziel ist es hier, Chancen aufzuzeigen und durch geeignete Maßnahmensetzung das entsprechende Potenzial zu verwirklichen. Die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und das Reporting erfolgen gemäß dem oben dargestellten Prozess. Im Detail erfolgt die Erfassung einerseits im Rahmen der Mittel- fristplanung durch den Bereichsplaner (Bottom-up), zusätzlich werden die Chancen (Top-down) durch den Bereich Strategie & Konzernentwicklung verifiziert und ergänzt. Die Österreichische Post führt daher eine kontinuierliche Chancenevaluierung durch, um alle Potenziale wahrnehmen zu können. Im Jahr 2013 wurde zur Chancenerkennung ein neues strategisches Projekt „Post2016“ gestartet. Dieses beinhaltet mehrere Teilprojekte mit dem Ziel, Potenziale im Detail zu eruieren. Diese Projekte sollen unter Beachtung der vier strategischen Eckpfeiler nochmals wichtige Chancen für die Österreichische Post aufzeigen. In der ersten strategischen Stoßrichtung – Verteidigung der Marktführerschaft im Kerngeschäft – wird die Erweiterung und Adaptierung des Produktportfolios im Segment Brief, Werbe- post & Filialen gemäß den Anforderungen der Kunden als Chance betrachtet. Neue Online-Initiativen sollen das Leistungsspektrum der Österreichischen Post erweitern. Eine kontinuierliche E-Sub­ stitution wird in der Planung der Österreichischen Post bereits berücksichtigt, womit ein im Vergleich zu den ursprünglichen An- nahmen langsameres Voranschreiten des Rückgangs als Chance zu bewerten ist. Im Paketbereich werden die Potenziale neuer attrak- tiver Zustellmodelle wie Same-Day Delivery laufend geprüft Im zweiten strategischen Feld – Profitables Wachstum in definierten ­Märkten – ergeben sich Chancen in den interna­ tionalen Beteiligungen in Wachstumsmärkten in Südost- und Osteuropa. Insbesondere die Türkei ist ein rasch wachsender Markt, welcher der Österreichischen Post mit ihrer Beteiligung an Aras Kargo Potenziale bietet. Mögliche technologische Weiterent- wicklungen können die Chancen in der Türkei zusätzlich erhöhen. In der dritten Stoßrichtung – Effizienzsteigerung und Flexi­ - bi­ lisierung der Kostenstruktur – können durch Projekte wie „Operational Excellence“ und weitere Einkaufsinitiativen Impulse gesetzt und als Chance erkannt werden. Neue Teamstrukturen in der Zustellung können ebenso zu einer weiteren Effizienzsteige- rung führen wie der Einsatz modernster Sortiertechnologien in der Brief- und Paketlogistik. Für den vierten strategischen Eckpfeiler – Kundenorientierung und Innovation – ergeben sich beispielsweise Potenziale durch den Ausbau des Online- und Selbstbedienungsangebots sowie durch neue Geschäftsmodelle im Bereich E-Commerce.

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