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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil) - Sonstige Angaben

Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 51 8 Sonstige Angaben 8.1 Internes Kontrollsystem und ­Risikomanagement im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Der Österreichische Post Konzern ist – als international tätiges Logistik- und Dienstleistungsunternehmen – im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit operativen Risiken ausgesetzt, mit denen sich das Unternehmen bewusst auseinandersetzt. Durch die Konzentration auf das Kerngeschäft sowie die jahrzehntelange Erfahrung in diesem Geschäft ist es dem Österreichischen Post Konzern möglich, diese Risiken frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten sowie geeignete Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung rasch zu setzen. 8.1.1 Kontrollumfeld Im Bereich Konzernrechnungslegung setzt sich die Aufbau­ orga­ nisation aus den lokal in den Konzernunternehmen für das Rech- nungswesen verantwortlichen Abteilungen sowie dem zentralen Konzern-Rechnungswesen der Österreichischen Post AG zu­ sammen. Die Tochterunternehmen erstellen auf Gesellschaftsebene zeitge- recht vollständige und richtige IFRS-Einzelabschlüsse gemäß den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften. Die IFRS-Einzelabschlüsse sind die Ausgangsbasis für die Weiter- verarbeitung im Zuge der Konzern-Konsolidierung. Die Erstellung des Konzernabschlusses obliegt der Konzern-Konsolidierung, deren Aufgaben- und Verantwortungsbereiche im Wesentlichen die Be- treuung der Meldedatenübernahme der Tochterunternehmen, die Durchführung der Konsolidierungs- und Eliminierungsmaßnah- men sowie die analytische Aufbereitung der Konzernabschlussda- ten und die entsprechende Erstellung von Finanzberichten umfassen. Der Ablauforganisation für die Erstellung des Konzernabschlusses liegt ein strikter Terminplan zugrunde. Die Termine werden jeweils für ein gesamtes Geschäftsjahr erstellt und veröffentlicht. Zusätzlich erhalten die Tochterunternehmen quartalsweise in Form von Konzerninformationsschreiben detaillierte Informatio- nen und Konzernvorgaben zu ausgewählten Themen der Erstel- lung von Quartalsabschlüssen. Entsprechend dem Fertigstellungs-/ Veröffentlichungstermin des Monats-/Quartalsabschlusses beste- hen sowohl in den lokalen Organisationseinheiten als auch im Konzern-Rechnungswesen detaillierte Terminpläne und Arbeits­ kalender zur Abschlusserstellung und Berichtsaufbereitung. 8.1.2 Risikobeurteilung Zur Vermeidung von wesentlichen Fehldarstellungen bei der Abbildung von Transaktionen wurden mehrstufig aufgebaute Qualitätssicherungsmaßnahmen mit der Zielsetzung implemen- tiert, dass die IFRS-Einzelabschlüsse für die Zwecke der Konsoli- dierung richtig erfasst sind. Diese Maßnahmen umfassen einer- seits automatisierte Kontrollen (Validierungen) in SAP SEM-BCS und andererseits manuelle Kontrollen der Mitarbeiter der Tochter- gesellschaften sowie der Mitarbeiter der Konzern-Konsolidierung. Ausgehend von den Abschlüssen der Tochterunternehmen führt die Konzern-Konsolidierung in mehreren Stufen umfangreiche Plausibilitäts- und Datenqualitätschecks durch. Sie sollen sicher- stellen, dass die Daten, welche die Transaktionen der Tochterun- ternehmen abbilden, für die Zwecke der Konsolidierung bzw. die Erstellung des Konzernabschlusses richtig erfasst sind. Erst nach Durchführung der Qualitätskontrollen auf allen Stufen erfolgt die Freigabe des Konzernabschlusses. 8.1.3 Kontrollmaßnahmen Der Konzernabschluss der Österreichischen Post wird auf Grund- lage von SAP SEM-BCS monatlich in Form einer Simultankonso­ lidierung erstellt. Die Erfassung der Anhangangaben sowie die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt ebenfalls über SAP SEM-BCS. Die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmetho- den sind im Konzernhandbuch zusammengefasst. IFRS-Neuerun- gen werden von der Konzern-Bilanzierung laufend überwacht und quartalsweise als IFRS-Updates in Konzerninformationsschreiben veröffentlicht. Einmal jährlich erfolgt die Einarbeitung der Up- dates in das Konzernhandbuch, dessen aktualisierte Jahresversion daraufhin veröffentlicht wird. Zusätzlich zum Konzernhandbuch bestehen Richtlinien und Fach- konzepte zu ausgewählten Konzernprozessen, insbesondere zu Konsolidierungskreisänderungen und Akquisitionen. Im Bereich der Stammdaten (z. B. SAP SEM-Positionen, SAP-Konzern­ konten­ plan, Kundendaten) sind zentrale Anlage-/Änderungsprozesse definiert worden. Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 201551

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