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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil) - VORWORT DES VORSTANDS

6 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance konzernlagebericht Konzernabschluss service Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre! Die Österreichische Post kann auf eine solide operative Entwick- lung im Geschäftsjahr 2015 zurückblicken. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen konnte der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,6% auf 2.401,9 Mio EUR gesteigert werden. Der Paketbereich verzeichnete dabei mit einem Plus von 2,9% ebenso einen Zuwachs wie der Briefbereich mit einem Plus von 0,9%. Einmal mehr setzten sich die Basistrends des Brief- und Logistikmarktes der letzten Jahre auch 2015 fort: Die Volumina adressierter Briefsendungen stehen – aufgrund der Substitution von klassischen Briefen durch elektronische Kommunikationsfor- men – national und international unter Druck. Die Paketmengen an Privatkunden nehmen hingegen – gestützt durch den anhalten- den Trend zum Online-Shopping – stetig zu. Trotz verstärkten Wettbewerbs konnten wir in diesem Umfeld unsere starke Markt- position auf dem Heimmarkt halten. Gute Entwicklung im Heimmarkt In der Division Brief, Werbepost & Filialen gelang es uns, 2015 in einem strukturell schrumpfenden Markt ein Umsatzplus von 0,9% zu erzielen. Dabei half eine Tarifanpassung per 1. März 2015 ebenso wie Impulse durch die steigende internationale Sendungsabwick- lung mit Drittländern. Im Bereich Filialnetz haben wir den Ausbau unseres Selbstbedienungsangebots konsequent vorangetrieben: Per Ende 2015 standen den Kunden 300 SB-Zonen zur Verfügung, die mit modernen Frankierautomaten, Packstationen, Versand­ boxen und größtenteils auch bereits mit Abholstationen ausgestattet sind. Die Division Paket & Logistik erzielte in der Berichtsperiode – bei einer regional sehr unterschiedlichen Entwicklung – insgesamt ein Umsatzwachstum von 2,9%. Im österreichischen Paketmarkt ermöglichte die hervorragende Logistik- und Servicequalität der Österreichischen Post eine Volumensteigerung von 8% auf 80 Mio Pakete. Auf unseren internationalen Märkten entwickelte sich das Paketgeschäft in Südost- und Osteuropa positiv. In Deutschland hingegen blieb die Geschäftsentwicklung der trans-o-flex Gruppe hinter den Erwartungen zurück. Vor diesem Hintergrund haben wir bereits im Lauf des Jahres begonnen, alle in Betracht kommen- den strategischen Optionen zu prüfen. Auf dieser Grundlage haben wir uns entschlossen, einen strategischen Käufer zu suchen und die trans-o-flex Gruppe als „zur Veräußerung gehalten“ in den Büchern auszuweisen. In diesem Zusammenhang mussten Wertminderungen (non-cash) in Höhe von 125,8 Mio EUR vorgenommen werden. Solide Performance durch Impairment beeinträchtigt Bereinigt um Sondereffekte, vor allem jene im Zusammenhang mit der trans-o-flex Gruppe, betrug das Betriebsergebnis (EBIT) der Österreichischen Post im Jahr 2015 198,0 Mio EUR, während das ausgewiesene EBIT bei 89,0 Mio EUR lag. Im operativen Geschäft haben wir dabei die Maßnahmen zur Kostenoptimie- rung und Effizienzsteigerung konsequent fortgesetzt. Insbesondere wurden im Jahr 2015 Investitionen in eine moderne Fahrzeug­ flotte und neue Betriebs- und Geschäftsausstattung getätigt. Bei einem insgesamt umfangreichen Investitionsprogramm zeigt sich der Cashflow weiterhin äußerst robust und bildet damit eine solide Basis für die zukünftige Investitions- und Dividendenfä- higkeit der Österreichischen Post. Auf dieser Grundlage werden wir der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,95 EUR pro Aktie für das Geschäftsjahr 2015 vorschlagen und damit – Zustimmung vorausgesetzt – unsere attraktive Dividendenpolitik weiter fortsetzen. Stabile Entwicklung angepeilt Generell ist davon auszugehen, dass sich die aktuellen Basistrends des Brief- und Logistikmarktes auch im Jahr 2016 fortsetzen werden. Zusätzlich hängen die Umsatzprognosen der Österreichi- schen Post für das Jahr 2016 jedoch von möglichen Portfolioverän- derungen ab. Neben einer Entkonsolidierung der trans-o-flex könnte dies eine Erhöhung unseres Anteils an der türkischen Paket- tochter Aras Kargo sein, über die im Lauf des Jahres entschieden wird. Abgesehen von diesen beiden Maßnahmen strebt die Österreichische Post 2016 eine weitgehend stabile Umsatzentwick- lung an. Das Ergebnis wird 2016 von der Entwicklung der Brief- Vorwort des vorstands der Österreichischen Post im Jahr 2015198,0 Mio EUR, während

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