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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

66 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance konzernlagebericht service Konzernabschluss KONZERNANHANG Der neue IFRS 16 – Leasingverhältnisse ersetzt die bisherigen Vorschriften des IAS 17 und der zugehörigen Interpretatio- nen, wobei insbesondere die bilanzielle Abbildung von Leasingverträgen beim Leasingnehmer neu geregelt wurde. Der Leasingnehmer erfasst nunmehr für jedes Leasingverhältnis eine Verbindlichkeit für die zukünftig zu leistenden Leasing- zahlungen. Gleichzeitig wird ein Nutzungsrecht in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in weiterer Folge linear abgeschrieben. Die bisherige Unterscheidung zwischen Operating und Finance Lease entfällt somit. Für Leasinggeber sind die Regelungen des neuen Standards dagegen ähnlich der bisherigen Vorschriften des IAS 17. IFRS 16 enthält darüber hinaus weitere Regelungen zu Sale-and-Lease-back-Transaktionen sowie zu den erforderlichen Anhang­ angaben. Da die Gesellschaften des Österreichischen Post Konzerns als Leasingnehmer bei Operating-Leasingverträgen auftreten, wird die Anwendung des IFRS 16 die oben genannten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertrags­ lage haben. Zu den am Stichtag bestehenden Operating-Miet- und Leasingverträgen verweisen wir auf Kapitel 11.2 Sonstige Verpflichtungen. Zielsetzung des IFRS 14 – Preisregulierte Absatzgeschäfte ist es, die Vergleichbarkeit von Abschlüssen solcher Unterneh- men zu erhöhen, die preisregulierte Absatzgeschäfte erbringen und IFRS-Erstanwender sind. Dementsprechend ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des Post Konzerns. Zusätzlich hat die Europäische Kommission entschieden, diesen Standard nicht in EU-Recht zu übernehmen. Sofern nicht anders angegeben, ergeben sich aus der zukünftigen Anwendung der folgenden geänderten Standards voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Österreichischen Post AG: Die Änderung des IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer stellt klar, dass Arbeitnehmerbeiträge nach wie vor in der Periode von dem Dienstzeitaufwand abgezogen werden können, in der die entsprechende Dienstzeit erbracht wurde, wenn der Betrag der Beiträge unabhängig von der Anzahl der Dienstjahre ist. Die Änderungen an IAS 16 – Sachanlagen und IAS 38 – Immaterielle Vermögenswerte stellen klar, dass umsatzbasierte Abschreibungsmethoden für Sachanlagen nicht und für immaterielle Vermögenswerte lediglich in bestimmten Ausnahme- fällen zulässig sind. Die Änderung des IFRS 11 – Gemeinsame Vereinbarungen regelt die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinn des IFRS 3 – Unternehmenszusammenschlüsse darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen Fällen die Angabepflichten des IFRS 3. Die Änderungen an IAS 1 enthalten die Klarstellung, dass Anhangangaben nicht durch Aggregation oder unwesentliche Informationen verschleiert werden sollen. Des Weiteren erfolgt die Klarstellung, wie Anteile am sonstigen Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Die Reihenfolge der Angaben soll nicht mehr nach einer bestimmten Reihenfolge, sondern in Erwägung von Verständlichkeit und Vergleichbarkeit erfolgen. Mit der Änderung des IAS 27 – Einzelabschlüsse wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an anderen Unternehmen in separaten Abschlüssen wieder zugelassen. Die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 dienen zur Klärung von Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer „Investment- gesellschaft“ erfüllt. Die Änderungen des IAS 12 stellen klar, dass unrealisierte Verluste aus der Abwertung von Schuldinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, zu abzugsfähigen temporären Differenzen und somit zum Ansatz von aktiven latenten Steuern führen. Dies ist unabhängig davon, ob das Unternehmen tatsächlich die Absicht hat, die Wertpapiere bis zu ihrer Wertaufholung zu halten. Im Rahmen der Initiative zur Verbesserung der Angabepflichten, der sogenannten Disclosure Initiative, wurde IAS 7 dahingehend geändert, dass nunmehr zusätzliche Angaben über die Änderungen von Finanzverbindlichkeiten zu machen sind, deren Zahlungsströme im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt werden. Die geforderten Angaben können in Form einer Überleitungsrechnung der Bilanzposten dargestellt werden.

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