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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

76 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance konzernlagebericht service Konzernabschluss KONZERNANHANG derungen werden ergebniswirksam erfasst. Ein Wegfall des Wertminderungsgrundes wird bei Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral und bei Fremdkapitalinstrumenten ergebniswirksam erfasst. Käufe und Verkäufe werden am Erfüllungs- tag, d. h. am Valutatag, gebucht. Finanzielle Vermögenswerte, für die kein geregelter Markt existiert und deren beizulegen- der Zeitwert auch durch Bewertungsmethoden nicht zuverlässig ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bewertet. Etwaige Wertminderungen dürfen in diesem Fall generell nicht rückgängig gemacht werden. Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Kredite und Forderungen“ werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dabei erfolgt die Bewertung bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert. Ein allenfalls bestehender Unterschied zwischen diesem Wert und dem Tilgungsbetrag (z. B. bei unverzinslichen oder vom Marktniveau abweichenden Zinsen) wird nach der Effektivzinsmethode periodengerecht abgegrenzt und im Finanzergebnis ausgewiesen. Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine ergebniswirksame Wertberichtigung bis auf den Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows vorgenommen. Im Österreichischen Post Konzern wird der Anteil der uneinbringlichen Forderungen unter Berücksichtigung der Kunden- und Marktstruktur auf Basis einer Fälligkeitsanalyse ermittelt. Zudem werden Wertminde- rungen dann erfasst, wenn aufgrund objektiver Hinweise nicht mit der Einbringlichkeit der Forderung zu rechnen ist. Objektive Hinweise umfassen im Wesentlichen Überfälligkeiten, direkte Rückmeldungen aus dem Vertrieb sowie Informa- tionen von Kreditschutzverbänden. Wertberichtigungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto gebucht. Bei Wegfall der Gründe für die Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten. Finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie „Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Verbindlichkeiten werden bei Zugang in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags abzüglich Transaktionskosten und zu-/abzüglich eines Agios/Disagios erfasst. Bei Bewertung zu fortgeführten Anschaf- fungskosten wird der Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. 6.13 Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente sind der IAS-39-Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ zugeord- net und werden bei Zugang sowie in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zum Zeitpunkt des Zugan- ges wird im Regelfall der Kaufpreis als bestmögliche Annäherung an den Fair Value als Anschaffungskosten angesetzt. Unrealisierte Bewertungsgewinne und -verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden in der Gewinn- und Verlust- rechnung erfasst. Vereinzelt werden im Österreichischen Post Konzern zur Begrenzung und Steuerung von Zins-, Währungs- und Preis­ risiken derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine derartigen Geschäfte abgeschlossen. Weiters wurden im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmensanteilen zukünftig ausübbare Rechte auf den Erwerb von weiteren Anteilen erworben (Call-Optionen) bzw. Verpflichtungen zum Erwerb eingegangen (Put-Optionen), die nach IAS 39 als derivative Finanzinstrumente einzustufen sind. Zum 31. Dezember 2015 bestehen derartige Rechte im Zusammenhang mit dem Erwerb der Aras Kargo a.s. und der Aktionsfinder GmbH. Derivative Instrumente deren Ausgleich unmittelbar in bar erfolgt werden unter den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbind- lichkeiten ausgewiesen. Derivative Finanzinstrumente im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmensanteilen werden unter den Anderen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. 6.14 Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit dem niedrigeren Betrag aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag. Die Bestandswertermittlung wird nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren durchgeführt. Wertminderungen aufgrund von Veralterung oder mangelnder Gängigkeit werden bei Ermittlung des Nettoveräuße- rungswerts berücksichtigt. 6.15 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwie- gend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn die Veräußerung höchstwahrscheinlich ist und der langfristige Vermögenswert in seiner jetzigen Beschaffenheit für einen sofortigen Verkauf verfügbar ist. Eine Veräußerung ist dann höchstwahrscheinlich, wenn

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