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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

82 Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 corporate governance konzernlagebericht service Konzernabschluss KONZERNANHANG 7.1 Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder Der Bewertung der bestehenden Abfertigungs- Pensions- und Jubiläumsgeldrückstellungen liegen Annahmen zum Rechnungszinssatz, zum Pensionsantrittsalter, zur Lebenserwartung, zu Fluktuationsraten und zu künftigen Gehalts­ erhöhungen zugrunde. Eine Änderung des Rechnungszinssatzes um +/–1 Prozentpunkt, eine Änderung der Gehaltssteigerung um +/–1 Prozent- punkt sowie eine Änderung des Fluktuationsabschlages um +/–1 Prozentpunkt hätte bei Gleichbleiben aller übrigen Parameter folgende Auswirkungen auf die Höhe der in der Tabelle angeführten Rückstellungen: Mio EUR Rechnungszinssatz Gehaltssteigerung Fluktuationsabschlag –1%-Punkt +1%-Punkt –1%-Punkt +1%-Punkt –1%-Punkt +1%-Punkt Abfertigungen 13,9 –11,6 –11,5 13,5 0,3 –0,9 Jubiläumsgelder 7,7 –6,9 –6,9 7,5 0,9 –1,0 Die Auswirkungen auf die nach IFRS 5 umgegliederten Rückstellungen für Pensionen sind wie im Vorjahr unwesentlich. 7.2 Rückstellungen für Unterauslastung Zur Bewertung der Rückstellungen für Unterauslastung einzelner Organisationseinheiten werden Annahmen über Unterauslastungsgrad, Rechnungszinssatz, Gehaltssteigerungen und Fluktuationsabschlag der betroffenen Mitarbeiter getroffen. Eine Änderung des durchschnittlichen Unterauslastungsgrades und Fluktuationsabschlags um jeweils +/–10 Prozentpunkte bzw. eine Änderung des Rechnungszinssatzes oder der Gehaltssteigerungen um jeweils +/–1 Prozentpunkt hätte bei Gleichbleiben aller anderen Parameter folgende Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen: Mio EUR Unterauslastungs- grad Rechnungs- zinssatz Gehalts- steigerungen Fluktuations- abschlag –10%- Punkte +10%- Punkte –1%- Punkt +1%- Punkt –1%- Punkt +1%- Punkt –10%- Punkte +10%- Punkte Unterauslastung –19,1 18,2 11,8 –11,5 –11,5 11,5 23,0 –23,9 7.3 Anrechnung von Vordienstzeiten für beamtete Mitarbeiter Mit Entscheid vom 11. November 2014 hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) nach Vorlage durch den österreichischen Verwaltungsgerichtshof (VwGH) festgestellt, dass die im Jahr 2010 gesetzlich festgelegte Methodik zur Beseitigung der Altersdiskriminierungen im Gehaltssystem der Bundesbediensteten dem Unionsrecht widerspricht. Nachdem die Thema- tik der Anrechnung von Vordienstzeiten nicht nur die der Österreichischen Post AG zugeteilten Beamten sondern alle Beamten des Bundes betraf, hat der österreichische Nationalrat reagiert und bereits mit 21. Jänner 2015 eine umfassende Reform des Besoldungssystems des Bundes vorgenommen. Mit dieser Reform wurde der Hauptkritikpunkt des EuGH aufgegriffen und umfassend beseitigt. Vor diesem Hintergrund ist aus den zum Stichtag offenen Verfahren von rund 100 aktiven Beamten nach Einschätzung der Österreichischen Post der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht wahrscheinlich. Für beamtete Mitarbeiter, die der beschlossenen Dienstrechtsreform möglicherweise nicht unterliegen, wurde bereits im Vorjahr eine Rückstellung gebildet. 7.4 Rückforderung von Beiträgen aus der Gehaltsabrechnung der Beamten Die Österreichische Post AG bzw. ihre Rechtsvorgängerin haben im Zeitraum 1. Mai 1996 bis 31. Mai 2008 für die ihnen zugewiesenen Beamten Beiträge aus der Gehaltsabrechnung abgeführt. Aufgrund eines VwGH-Erkenntnisses des Jahres 2015 bestand dafür jedoch keine gesetzliche Verpflichtung. Abfertigungen 13,9 –11,6 –11,513,50,3 –0,9 Jubiläumsgelder 7,7 –6,9 –6,97,50,9 –1,0 Unterauslastung –19,118,211,8 –11,5 –11,511,523,0 –23,9

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