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Geschäftsbericht 2015 Teil 2 (Finanzteil)

Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 2015 83 Daraus resultierend wurden der Österreichischen Post AG im Jahr 2015 Beiträge für die Jahre 1997 bis 2001 in Höhe von 28,2 Mio EUR vom Bundesfinanzgericht gutgeschrieben, die in den sonstigen Forderungen und sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Im Gegenzug bestehen für die Österreichischen Post AG Verpflichtungen für etwaige Ersatzleistungen, die sich auf Basis einer bestmöglichen Schätzung auf 5,2 Mio EUR belaufen werden und in den sonstigen Rückstellungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen werden. Darüber hinaus bestehen aus diesem Sachverhalt Rückforderungsansprüche aus offenen Rechtsmittelverfahren, deren Ausgang unsicher ist. Demgemäß handelt es sich um eine Eventualforderung gemäß IAS 37. Da weiterführende Angaben die Rechtsposition der Österreichischen Post AG ernsthaft beeinträchtigen würden, wird die Schutzklausel gemäß IAS 37.92 in Anspruch genommen und von der vollständigen Angabe der Informationen gemäß IAS 37.84-89 Abstand genommen. Dieser Eventualforderung steht eine Eventualverbindlichkeit für Verpflichtungen aus etwaigen Ersatz­ leistungen gegenüber. 7.5 Vermögenswerte und Schulden im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen Im Rahmen von Unternehmenserwerben sind Schätzungen im Zusammenhang mit der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie möglicher bedingter Kaufpreis­ verbindlichkeiten erforderlich. Für die erstmalige Bilanzierung von identifizierbaren Vermögenswerten und übernommenen Schulden werden alle ver­ fügbaren Informationen über die Umstände zum Erwerbszeitpunkt herangezogen. Sofern die Informationen noch nicht vollständig vorliegen, werden vorläufige Beträge angegeben. Zusätzliche Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden haben und innerhalb des Bewertungszeitraums (maximal ein Jahr) bekannt werden, führen zu einer rückwirkenden Berichtigung der vorläufig angesetzten Beträge. Änderungen aufgrund von Ereignissen nach dem Erwerbszeitpunkt führen nicht zu einer Berichtigung innerhalb des Bewertungszeitraums. Immaterielle Vermögenswerte werden je nach Art des Vermögenswerts und der Verfügbarkeit der Informationen anhand einer geeigneten Bewertungsmethode ermittelt. Für Kundenbeziehungen und Markenrechte erfolgt dies im Regelfall auf Basis von ertragswertorientierten Verfahren (Income Approach). Beizulegende Zeitwerte von Grundstücken und Gebäuden werden in der Regel durch externe Experten oder Experten im Konzern ermittelt. Diese Bewertungen sind neben den Annahmen über die künftige Entwicklung der geschätzten Cashflows auch wesentlich von den verwendeten Abzinsungs- sätzen beeinflusst. Analog zu den erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden werden auch für die erstmalige Bilanzierung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten alle verfügbaren Informationen über die Umstände zum Erwerbszeitpunkt herange- zogen. Zusätzliche Informationen über Fakten und Umstände, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden haben und innerhalb des Bewertungszeitraums bekannt werden, führen ebenfalls zu einer rückwirkenden Berichtigung der vorläufig angesetzten Beträge. Änderungen aufgrund von Ereignissen nach dem Erwerbszeitpunkt (wie die Erreichung eines angestrebten Ergeb- nisziels) werden nicht als Berichtigung innerhalb des Bewertungszeitraums behandelt, sondern führen zu einer ergebnis- wirksamen Anpassung der Kaufpreisverbindlichkeit. 7.6 Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen Die Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten, Geschäfts- oder Firmenwerten und Sachanlagen basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen. Die verwendeten Annahmen, die den Wertminderungstests von Firmenwerten zugrundegelegt wurden, sowie die sich daraus ergebenden Sensitivitäten werden im Kapitel „Erläuterungen zur Bilanz“ unter Punkt 9.1 Geschäfts- oder Firmenwerte erläutert. Österreichische Post AG  GEschäftsbericht 201583

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