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Geschäftsbericht 2015 Teil 1 (Magazinteil)

ÖSTERREICHISCHE POST AG  GESCHÄFTSBERICHT 2015 59 Energieeffizienz ist in der Unternehmenspolitik der Post schon seit langem ein zentrales Thema. Was war auf diesem Gebiet der größte Erfolg der letzten Jahre? ANDREAS FREY: Vor allem die neuen Photovoltaikanlagen auf unseren Logistikzentren in Wien und Allhaming haben dem Thema Energieeffizienz im Unternehmen merklich Rückenwind verliehen. Nicht zuletzt deshalb konnten wir auch in der Gebäudetech- nik viel weiterbringen – etwa durch die laufende Um- stellung der Beleuchtungssysteme unserer Logistikzen- tren auf LED-Technik und den Tausch alter Heizungen und Warmwasserbereitungen gegen neue, energieeffizi- ente Anlagen. Auf diese Weise haben wir eine beacht- liche Verringerung unseres Energieverbrauchs erzielt. Neben den positiven Umweltauswirkungen fällt das natürlich auch finanziell ins Gewicht. Die Erkenntnis, dass sich durch Energieeffizienz nachhaltig Geld sparen lässt, zählt vermutlich zu den wichtigsten Errungen- schaften der letzten Jahre, weil sie unseren Anstrengun- gen in diesem Bereich einen weiteren Spin gibt. Wann, meinen Sie, wird in Sachen Energieeffizi- enz das Limit des Machbaren erreicht sein? Das wird wohl noch länger dauern. Wir beschäftigen uns laufend mit dem Identifizieren neuer Einspa- rungspotenziale und stoßen dabei regelmäßig auf Bereiche, in denen wir den Energieverbrauch weiter optimieren können. Auch 2015 haben wir solche Möglichkeiten zur Reduktion entdeckt und entspre- chende Maßnahmen entwickelt. An deren Umsetzung arbeiten wir jetzt. In Wien entsteht derzeit die neue Unternehmens- zentrale der Post. Sie wurde bereits baubeglei- tend für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Worauf haben Sie bei der Planung besonders geachtet? Wir hatten bei der Post am Rochus von Anfang an eine moderne und innovative Arbeitsumgebung vor Augen, in der wir mit weniger Energieaufwand mehr bewegen können. Deshalb haben wir vom Beleuchtungskonzept bis zur Heizung, Kühlung und Lüftung viele Details berücksichtigt, die nun die Grundlage für den ressour­ censchonenden Betrieb des Hauses bilden. Wir fördern auch jene Kollegen, die mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen – etwa durch Duschräume und sichere Ab- stellmöglichkeiten. Andreas Frey, Leitung Facility Management bei der Post, über wichtige Meilensteine auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. „MIT WENIGER ENERGIEAUFWAND MEHR BEWEGEN.“ Wien wird grüner Ein weiteres Klimaschutzprojekt aus dem Be- reich Mobilität verfolgt die Post mit ihrem Pro- gramm „Grünes Wien“. Bis Ende dieses Jahres soll die Zustellung von Briefen und Werbesen- dungen an Privatkunden in Wien ausschließlich mit Elektrofahrzeugen oder zu Fuß erfolgen. In 14 der 23 Wiener Gemeindebezirke wurde das Ziel bereits erreicht. Offiziell unterstützt wird die Post bei diesem ambitionierten Vorhaben vom Förderprogramm „klima:aktiv mobil“ des Mini- steriums für ein lebenswertes Österreich sowie vom Klima- und Energiefonds der Bundesregie- rung. Gemeinsam stark im Klimaschutz In Kooperation mit den Österreichischen Bun- desbahnen (ÖBB) arbeitet die Post bereits seit längerem daran, Elektromobilität auch im öffent- lichen Verkehr zu stärken – konkret mit einer Beteiligung an einem Leuchtturmprojekt der ÖBB, das Elektromobilität und öffentlichen Ver- kehr nachhaltig miteinander verknüpfen möch- te. Das Projekt läuft unter dem Titel „eMORAIL“ und ermöglicht es Pendlern, jene Wegstrecken, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer oder gar nicht zu bewältigen sind, umweltfreundlich in E-Fahrzeugen zurückzulegen. An einem Pilotstandort im niederösterreichi- schen Edlitz-Grimmenstein teilen sich ein Pend- ler und die Post ein Elektroauto. Der Pendler nutzt das Fahrzeug für seinen Weg von zu Hause zum Bahnhof und retour. Tagsüber verwendet es ein Mitarbeiter der Post für die Zustellung von Briefen und Paketen. Während des Wochenen- des kann der Pendler frei über das Auto verfü- gen. In Folge dieses Projekts startete die Post 2015 unter dem Titel „E-Mob 2.0“ auch eine Zusam- menarbeit mit EMIL-Carsharing in Salzburg. Ein Nissan-Kleintransporter mit Elektroantrieb steht dabei an Werktagen zwischen 6:00 und 16:00 Uhr der Post für die Zustellung zur Verfü- gung und kann zu allen anderen Zeiten von pri- vaten EMIL-Kunden genutzt werden. Erneuerbare Energie effizient eingesetzt Mit den Anstrengungen der Post für mehr Elek- tromobilität ist es aber nicht getan. Bereits seit 2012 setzt das Unternehmen im Gebäudebereich auf elektrische Energie aus erneuerbaren Quel- len. Der Strom, den die E-Flotte der Post benöti- gt, wird aus zwei hauseigenen Photovoltaikanla- gen gewonnen. Auf dem Flachdach ihres Logistik­zentrums in Wien-Inzersdorf etwa be- treibt die Post eine Anlage mit einer Leistung von 882 Kilowattpeak. Die zweite Anlage der „ ÖSTERREICHISCHE POST AG  GESCHÄFTSBERICHT 201559

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