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Philatelie-Veranstaltungen Mai
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Wann: 12.08.2026, 10 bis 13Uhr, Präsentation 11 Uhr Wo: Verband Österreichischer Philatelistenvereine, Getreidemarkt 1, 1060 Wien Bild Vortrag: © VÖPh, Mag. Helmut Kogler (VÖPh Präsident), Dr. Anita Kern (Briefmarkenkünstlerin), Renate Rebhandl (Verkaufsteamleitung Philatelie, Österreichische Post AG)
Eine weitere Briefmarke aus der Serie „Kunst aus Österreich“ zeigt ein Bildnis der Künstlerin Angela Eisenköck aus ihrer Werkserie „Fragments“. Angela Eisenköck wurde in Gumpoldskirchen geboren. Sie studierte Architektur an der Technischen Universität in Graz und arbeitete lange Zeit in Grazer Architekturbüros. Noch heute ist sie in dieser Stadt als Künstlerin und Feldenkrais-Lehrerin tätig.
In der neuen Serie „Plakatkunst“ stehen historische Plakate und ihre Gestalter*innen im Mittelpunkt. Den Anfang macht ein Plakat der ungarischen Grafikerin und Autorin Gitta Mallász.
Gitta – ihr eigentlicher Name war Margit – Mallász (1907–1992) besuchte die Kunstgewerbeschule in Budapest, wo sie Hanna Dallos kennenlernte. Gemeinsam mit ihr und deren Ehemann Joszef Kreutzer gründete sie ein erfolgreiches Kunstatelier, wo sie gemeinsam unter anderem Werbeplakate für den Tourismus entwarfen. Zu diesem Freundeskreis gehörte auch Lili Strausz, die wie Dallos und Kreutzer jüdischer Herkunft war. Mallász überlebte als Einzige der Gruppe den Krieg und zog später nach Frankreich. In ihrem Buch „Die Antwort der Engel“ veröffentlichte sie die spirituellen Gespräche und Erfahrungen, die die vier Befreundeten in der Besatzungszeit gemacht hatten. Für ihre Rettung hunderter jüdischer Frauen und Kinder in Budapest wurde sie von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem posthum als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt.
Plakate zeigen, wie sich Grafikdesign zwischen Kunst, Kommunikation und Werbung bewegt. Sie vermitteln nicht nur eine Botschaft, sondern spiegeln auch den Zeitgeist der jeweiligen Epoche wider. Gitta Mallász war in ihrer Jugend erfolgreiche Schwimmerin gewesen – dazu passt das Plakat mit dem Namen „Döblinger Strandbad“ aus 1927. An der genannten Adresse war einst ein öffentliches Bad untergebracht, an das heute noch die Aufschrift „Eingang zu den Bädern“ an der Fassade erinnert. Das Plakat stammt aus der Plakatsammlung der Wienbibliothek.
Wann: 28.08.2026, 9 bis 16 Uhr, Präsentation 10 Uhr Wo: Kongresshaus Gmunden, Toscanapark 6, 4810 Gmunden Gruppenbilder: Bild 1 Bild Vortrag: © VÖPh Gruppenbild v.l.n.r.: Dr. Christoph Leitl (Präsident der Europ. Bewegung Österreichs), Ing. Rudolf Spieler (Veranstaltungsleiter „phila“-Toscana), Martina Prinz (Leitung Verkaufsstellen Philatelie Ö. Post AG), Gottfried Blank (Obmann BSV Gmunden), Mag. Helmut Kogler (Präsident, Verband Österr. Philatelistenvereine), Dr. Harald Kunczier (Ö. Post AG Leitung Filialen) Mag. Stefan Krapf (Bürgermeister der Stadt Gmunden)
Das diesjährige Motiv der Serie „Historische Postfahrzeuge“ zeigt mit dem Steyr Saurer 4 SHFN-OL einen Postautobus für den Linienverkehr aus dem Jahr 1965.
Gebaut wurde er von zwei österreichischen Traditionsunternehmen. Steyr-Daimler-Puch hatte 1959 die Aktienmehrheit an den Österreichischen Saurer-Werken übernommen, und gemeinsam entwickelte man ab 1961 den Steyr Saurer 4 SH-O Autobus mit verschiedenen Typen und Ausstattungen. Die meisten Fahrzeuge gingen an die Österreichische Post, ein Teil auch an die Österreichischen Bundesbahnen.
Der Steyr Saurer 4 SHFN-OL basierte auf dem 4 SH-O und wurde bis 1971 gebaut. Er war wie das Basismodell ein Frontlenker – davor waren noch die „Schnauzer-Busse“ unterwegs – mit einer selbsttragenden Karosserie und einer leicht schrägen Heckpartie. Durch seine etwas längere Bauweise bot er 43 Sitzplätze und 21 Stehplätze, auch das Reisegepäck fand in einem Gepäckraum Platz und wurde nicht wie früher auf einer Dachgalerie transportiert. Motorisiert war der 4 SHFN-OL mit einem 150 PS starken Heckmotor: einem Viertakt-Dieselmotor von Saurer mit sechs Zylindern und 92 km/h Bauartgeschwindigkeit. Das Achtganggetriebe stammte von Steyr. Die Post hatte rund 190 dieser Busse in ganz Österreich im Einsatz, als zur damaligen Zeit meistverwendete Postbusse im klassischen gelben Postdesign prägten sie viele Jahre lang das österreichische Straßenbild. Noch heute kann man einige dieser Fahrzeuge in Museen oder bei Oldtimer-Vereinen bewundern, und bei manchen Gelegenheiten sind sie auch bei Sonderfahrten im Einsatz.
Er sieht schön aus, ist aber einer der giftigsten Pilze Europas: Der weiße Frühlings-Knollenblätterpilz führt zu einer lebensgefährlichen Vergiftung.
Der Frühlings-Knollenblätterpilz (Amanita verna) wird auch Weißer Knollenblätterpilz genannt und gehört zur Gattung der Wulstlinge. Charakteristisch ist seine Farbe: Hut, Stiel, Lamellen und Fleisch sind weiß, auch nach einem Anschnitt. Der dünne Stiel ist von einem feinen, hängenden Ring umgeben, an der verdickten Stielbasis ist noch deutlich die Hülle zu erkennen. Bei jungen Exemplaren ist der Hut halbkugelig, später flach ausgebreitet. Der Frühlings-Knollenblätterpilz riecht leicht süßlich, im Alter aasartig. Er wächst vorwiegend in Laubwäldern und Parkanlagen, besonders unter Eichen und Buchen. In Europa ist er vor allem in südlichen Regionen verbreitet. Im Gegensatz zu vielen anderen Pilzen ist er nicht nur im Herbst, sondern bereits im Frühling zu finden – daher stammt auch sein Name.
Amatoxine und Phallotoxine machen den Frühlings-Knollenblätterpilz zu einem der giftigsten und gefährlichsten Pilze Europas. Sie greifen vor allem die Leber und die Nieren an und wirken auch in geringen Mengen ohne sofortige Behandlung tödlich, daher darf der Pilz niemals auch nur in kleinen Mengen probiert werden. Vergiftungserscheinungen zeigen sich oft erst nach Stunden, was die Gefahr eines Irrtums noch erhöht. Verwechslungsgefahr besteht unter anderem mit dem essbaren Wiesenchampignon, der sich durch seine rosabraunen Lamellen von ihm unterscheidet, sowie mit anderen Wulstlingsarten.