Offenes Briefmarkenalbum mit österreichischen Sondermarken 2026, darunter Albertina, Kiebitz, Hibiskus, Burgtheater, YELLLOW und EUROPA.

Philatelie-Veranstaltungen Juni

Veranstaltungs-Rückblick

11.08.2026 8 Min. Lesezeit
Philatelie

Ersttag der Sonderbriefmarke 100 Jahre Rax-Seilbahn

Sonderbriefmarkenübergabe: 9.06.2026, Schloss Reichenau, Schloßplatz 9, 2651 Reichenau an der Rax
Sonderpostamt: 12.06.2026 9-16 Uhr, Talstation – 2651 Reichenau an der Rax
Bild Vortrag: © Roman Zach-Kiesling, Österreichische Post AG

Foto 1 (v.l.): Bernd Josef Scharfegger (Geschäftsführer und Direktor der Rax-Seilbahn), Johanna Mikl-Leitner (Landeshauptfrau), Elisabeth Zehetner (Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus), Walter Oblin (Generaldirektor, Österreichische Post AG)

Eine Gruppe von Personen präsentieren eine Sonderbriefmarke.

100 Jahre Rax-Seilbahn - Höhenflug

Seit 1926 bringt die Rax-Seilbahn Passagiere auf das Rax-Plateau. Die Österreichische Post gratuliert mit einem originellen Briefmarkenblock zum 100. Geburtstag.
Die Rax zählt – wie auch der Schneeberg – zu den Wiener Hausbergen und ist damit ein wichtiger Naherholungsraum und zugleich Landschafts- und Wasserschutzgebiet. Bereits um 1900 war die Raxalpe ein beliebtes Ausflugsziel, das jedoch nur zu Fuß zu erwandern war. Erst nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Idee einer Aufstiegshilfe realisiert werden, und nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauzeit wurde die Pendelbahn mit zwei Kabinen am 9. Juni 1926 eröffnet. Bis heute gilt die Rax-Seilbahn, die erste Personenseilschwebebahn Österreichs, als technische Meisterleistung und Symbol für den Fortschritt. Die Fahrt von Hirschwang an der Rax bis zur Bergstation auf der Raxalpe in rund 1.550 Meter Seehöhe bietet den idealen Einstieg in die hochalpine Bergwelt mit zahlreichen Wanderwegen, Routen für Schneeschuhwanderungen, Klettertouren, Gasthäusern und bewirtschafteten Schutzhütten mit Übernachtungsmöglichkeiten.

Die elektrisch betriebene Rax-Seilbahn überwindet auf ihrer 2.160 Meter langen Fahrt in etwa acht Minuten rund 1.000 Höhenmeter und ist abgesehen von der Zeit für Revisionsarbeiten das ganze Jahr über in Betrieb. Die beiden Antriebsmotoren befinden sich in der Bergstation. 30 Personen finden in der Kabine Platz, pro Jahr werden etwa 200.000 Fahrgäste transportiert. Der aufklappbare Jubiläumsblock hat die Form einer modernen Kabine, die herauslösbare Briefmarke im Inneren zeigt ein historisches Foto der Seilbahn.

Ersttag der Sonderbriefmarke 30 Jahre Regenbogenparade

Wann: 11.06.2026 16:00 bis 20:00 Uhr
Präsentation 18:00 Uhr

Wo: Qwien Verein für queere Kultur und Geschichte, Ramperstorffergasse 39/7, 1050 Wien

Bild Vortrag: © Österreichische Post AG

Foto 1: Michael Luxenberger (Bezirksvorsteher Margareten), Harriet Leischko (Wirtschaftliche Leitung bei Qwien), Sabine Weber-Treiber (Diversitätsmanagement Ö. Post AG), Patricia Konrath (PM Blockchain Ö. Post AG), Martina Prinz (Leitung Verkaufsstellen Philatelie Ö. Post AG), Ina Pölzl (Generalsekretär*in HOSI Wien), Hannes Sulzenbacher (Kuratorische Leitung bei Qwien)

Eine Gruppe von Personen präsentieren eine Sonderbriefmarke.

30 Jahre Regenbogenparade - Bunte Vielfalt

Die neue Serie „Diversität“ startet mit der Regenbogenparade. Bereits zum 30. Mal demonstrieren Menschen dabei gemeinsam für Akzeptanz, Respekt und Gleichberechtigung.

In Österreich fand die Regenbogenparade erstmals 1996 statt, um die politischen Forderungen der LGBTIQ-Community in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Rund 25.000 Teilnehmende und Schaulustige nahmen daran teil, für die aktuelle Parade am 13. Juni zum 30-Jahr-Jubiläum werden bereits mehrere hunderttausend Personen erwartet. Seit 1997 zieht die Parade „andersrum“ über die Ringstraße, also entgegen der Fahrtrichtung.

Die Regenbogenparade auf der Wiener Ringstraße ist der Höhepunkt der Vienna Pride, der größten LGBTIQ-Veranstaltung Österreichs. Zusätzliche Events sind etwa die Pride Konferenz, der Community Day, der Pride Run und viele weitere kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten. Die Regenbogenparade ist eine politische Demonstration, die die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-Personen, intergeschlechtlichen und queeren Menschen fördern und auf ihre Anliegen aufmerksam machen möchte. Anlässlich des Jubiläums setzt die Österreichische Post mit der Sonderbriefmarke ein Zeichen für uneingeschränkte Akzeptanz und Gleichstellung. Das Design wurde in einem Wettbewerb ermittelt und zeigt die Farben und Formen, die als Symbole der LGBTIQ-Community gelten und verschiedene sexuelle Orientierungen sowie People of Colour repräsentieren. Der Regenbogen mit seinen bunten Farben, seit den 1970ern ein Sinnbild für die Schwulen- und Lesbenbewegung, steht für Stolz, Vielfalt und Sichtbarkeit. 

Ersttag der Sonderbriefmarke Sakrale Kunst Dominikaner

Wann: 14.06.2026, 11 bis 15:00 Uhr
Präsentation: 13:00 Uhr
Wo: Petrus-Hutner-Saal, Dominikanerkonvent, Postgasse 4, 1010 Wien
Gruppenbild: 

Bild Vortrag: © Gilde St. Gabriel/Hrncir

Gruppenbild v.l.n.r.: Wilhelm Remes (Obmann Österr. Philatelistenverein St. Gabriel), Pater Prior Markus Langer OP, Kardinal Dr. Christoph Schönborn OP, Mag. Susanna Hiegesberger (Kuratorin Briefmarkenarchiv, Österr. Post AG), Kirsten Lubach (Graveurmeisterin, Briefmarkenkünstlerin), 

Eine Gruppe von Personen präsentiert eine Sonderbriefmarke.

Heiliger Dominikus - 800 Jahre Dominikaner in Wien

Anlässlich des Jubiläums „800 Jahre Dominikanerkonvent Wien“ zeigt das diesjährige Motiv der Serie „Sakrale Kunst in Österreich“ eine Initiale aus einer wertvollen mittelalterlichen Handschrift.

Der Dominikanerorden wurde 1216 vom heiligen Dominikus als Predigerorden gegründet, um den katholischen Glauben zu verkündigen. In ganz Europa breitete sich der Orden rasch aus. Herzog Leopold VI. von Österreich und der Steiermark berief den Dominikanerorden 1226 nach Wien und stiftete ein Kloster in der Postgasse, wo der Konvent heute noch ansässig ist. Die erste Klosterkirche wurde bereits 1237 eingeweiht, 1634 folgte die heutige barocke Kirche, die in den nächsten Jahrzehnten weiter ausgeschmückt und 1927 zur Basilica minor erhoben wurde. Das Wiener Dominikanerkloster ist eine Ausbildungsstätte des Ordens, die Brüder widmen sich der Glaubensverkündigung, der Seelsorge, der theologischen und philosophischen Forschung und Lehre sowie der Erwachsenenbildung und der geistlichen Begleitung.

Die Jubiläumsbriefmarke ziert eine Initiale aus dem sogenannten Heuner-Missale, Cod. 415/212. Dieses zweibändige Messbuch aus 1476/1477 wurde dem Dominikanerkonvent vom Wiener Bürger Stephan Heuner gestiftet, es befindet sich in der Handschriftenbibliothek des Klosters und ist mit aufwendig gestalteten Initialen, floralen Dekorationen und Schriftverzierungen ausgestattet. Das Briefmarkenmotiv zeigt den Ordensgründer, den heiligen Dominikus, im Hintergrund sind vermutlich die mittelalterliche gotische Wiener Dominikanerkirche und die Stadtmauer zu sehen.

Ersttag der Sonderbriefmarke Serie Austro Pop Georg Danzer

Wann:  27.06.2026 16:00 bis 20:00 Uhr
Wo: Postzelt, Rathausplatz, 3270 Scheibbs

Bild Vortrag: © Österreichische Post AG
Mag. David Pöcksteiner (Bürgermeister Scheibbs), Martina Prinz (Leitung Verkaufsstellen Philatelie Ö. Post AG), Ulli Bäer (Musiker), Christian Becker (Musiker)
 
Eine Gruppe von Personen präsentiert eine Sonderbriefmarke.

Georg Danzer - Jö schau!

Er war einer der herausragendsten Liederschreiber Österreichs und ist nun ein würdiges erstes Motiv der mit Hochprägung veredelten neuen Serie „Austropop“: Georg Danzer hätte heuer seinen 80. Geburtstag gefeiert.

Georg Danzer wurde 1946 in Wien geboren. Nach der Matura blieb seine Bewerbung an der Akademie für darstellende Kunst erfolglos, daraufhin begann er, Lieder zu schreiben, unter anderem auch für Wolfgang Ambros und Marianne Mendt. 1968 brachte er seine erste Single heraus, 1972 folgte das Kultlied „Tschik“ im Wiener Dialekt, der in der aufkommenden österreichischen Popmusik immer populärer wurde. Seinen endgültigen Durchbruch erzielte er 1975 mit „Jö schau“, in dem er den „Nackerten im Hawelka“ besingt, gefolgt von Humorigem wie „Hupf in Gatsch“, aber auch tiefgründigen Liedern wie „Lass mi amoi no d’Sunn aufgeh’ segn“. Zunehmend fand er Anerkennung als Poet und ernsthafter Komponist, zahlreiche Tourneen und mehr als 30 Alben folgten. 1997 trat er erstmals mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich als „Austria 3“ auf, eine Formation, die ursprünglich nur für ein Benefizkonzert gegründet wurde. Neben Konzerten und Alben mit anderen Künstler*innen sowie Soloprojekten war Danzer unter anderem auch als Schauspieler tätig, er schrieb Bücher, übersetzte Romane aus dem Spanischen und engagierte sich für soziale Anliegen. 2007 verstarb er an Krebs.

Bis heute gilt Georg Danzer als Pionier der österreichischen Musikgeschichte. Anlässlich seines 80. Geburtstags finden zahlreiche Konzerte mit hochrangigen Gästen statt, ein Teil der Einkünfte geht traditionsgemäß an die St. Anna Kinderkrebsforschung.