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Sonderbriefmarken Oktober 2026
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Seit 1876 ist das Café Central in der Innenstadt nicht nur ein Kaffeehaus, sondern eine echte Wiener Institution mit viel Charme und Tradition.
Mit ihren 185 Jahren ist sie die älteste erhaltene Dampflokomotive auf dem europäischen Kontinent, heute kann die Ajax im Technischen Museum in Wien bewundert werden.
Gemeinsam mit der Lok Minotaurus wurde die Ajax 1841 von der englischen Lokomotivfabrik Jones, Turner & Evans für den Güter- und den Personenverkehr angekauft. Zum Einsatz kamen die beiden Schlepptenderlokomotiven mit innenliegenden Dampfzylindern und Stephensonsteuerung auf der Strecke von Floridsdorf nach Stockerau, einer Zweigstrecke der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn. Während die Minotaurus 1867 außer Dienst gestellt und 1871 ausgemustert wurde, war die Ajax noch länger unterwegs. In den 1850er- und 1860er-Jahren wurde ihr Kessel ausgetauscht und sie erhielt einen neuen Tender aus der Maschinenfabrik der Wien-Gloggnitzer Eisenbahn. Im Anschluss an ihre Außerdienststellung 1874 wurde die Ajax nicht verschrottet, sondern in einem Lokschuppen abgestellt, wo sie viele Jahre später wiederentdeckt wurde. 1911 gelangte sie ins Österreichische Eisenbahnmuseum, dessen Bestände später in das Technische Museum Wien übergingen. Nach einer fachgerechten Restaurierung 2006 hat die historische Dampflok Ajax heute gemeinsam mit ihrem Tender Nr. 37 ihren festen Platz im Technischen Museum und ist nun auch das erste Motiv der Serie „Eisenbahnen“ im neuen Design.
Mit diesem duftenden Briefmarkenblock setzt die Österreichische Post wieder neue Maßstäbe für die besonders innovative Gestaltung von Postwertzeichen.
Kaffee ist für viele Menschen unverzichtbar – ob in der Früh zum Munterwerden oder als aromatisches und belebendes Getränk zwischendurch. Was nach dem Kaffeegenuss übrig bleibt, ist der Kaffeesud: ein wertvoller Stoff, der zu schade ist, um ihn einfach wegzuwerfen. Getrockneter Kaffeesud kann als Dünger ausgestreut werden, er hilft auch gegen verschiedene Schädlinge und er wird in der Kosmetik verwendet, etwa als Peeling oder in Seifen zum Neutralisieren von Gerüchen.
Aus dem Sud wird auch sogenanntes Kaffeeleder hergestellt, und daraus besteht der originelle Briefmarkenblock. Dafür wurde feiner getrockneter Kaffeesud auf ein Naturvlies gesiebt, mit einem ökologischen Bindemittel besprüht und in mehreren Schritten zu einem dünnen Bogen verpresst. Dieses vegane Kaffeeleder ist flexibel und reißfest und hat nicht nur eine leicht körnige Oberfläche vom gemahlenen Kaffee, sondern es duftet auch ganz natürlich nach Kaffee. Nach dem Bedrucken wurde eine Klebefolie aufgebracht und die Form der Kaffeebohne ausgestanzt. Der schmale Streifen in der Mitte symbolisiert die typische Einkerbung einer Kaffeebohne und erinnert auch an das köstliche Aroma einer heißen Schale Kaffee. Durch Upcycling entstand so aus Kaffeesud, der aus Büros und Krankenhäusern gesammelt wurde, ein neues philatelistisches Produkt, das jedem Poststück einen Hauch von Kaffeeduft verleiht und nicht nur Kaffeetrinker*innen begeistern wird.
Das diesjährige Motiv der Serie „Moderne Architektur in Österreich“ zeigt mit der Landesgalerie Niederösterreich ein innovatives Architekturjuwel.
Die Landesgalerie Niederösterreich ist Teil des Ensembles der Kunstmeile Krems. Mit ihrer Lage in Krems an der Donau, am Eingang zur UNESCO-Welterbestätte Kulturland Wachau, bildet sie einen Schnittpunkt zwischen der Altstadt und dem mächtigen Fluss. Sie beherbergt die Kunstschätze des Landes Niederösterreich und ist Repräsentationsort für heimische Künstler*innen, aber auch Projekte internationaler Kunstschaffender werden ausgestellt. Die Kunstsammlung umfasst rund 100.000 Objekte, der Schwerpunkt liegt auf der Kunst des 19. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Werken.
Errichtet wurde das spektakuläre Gebäude ab 2016 nach Plänen des Vorarlberger Architekturbüros marte.marte architects. Die Architekten Bernhard und Stefan Marte verbanden mit dem Entwurf Tradition und Moderne. Das Gebäude besticht durch seine dynamische spiralartige Form: ein Kubus, der sich um sich selbst dreht und nach oben hin verjüngt. Dieser Drehung und der Fassade aus matten, silbergrauen Zinkschindeln, die an Pailletten erinnern, verdankt das Museum die Bezeichnung als „Tänzerin aus Krems“. Aus jedem Blickwinkel ergibt sich eine andere Ansicht. Weite Fensterbögen im Erdgeschoß sorgen für viel Licht, über vier Stockwerke gelangt man zur Terrasse, die einen wunderbaren Ausblick auf Stein und über die Donau zum Stift Göttweig bietet. Auch im Inneren des Gebäudes sind die Wände gewölbt, das dynamische Raumgefühl bleibt erhalten.
Serie: Moderne Architektur in Österreich Grafikentwurf: Karin Klier Nennwert: 3,50 Euro Vorbezugstag: 02.10.2026 Ausgabetag: 29.10.2026 Ersttag: 3100 St. Pölten Briefmarkengröße: 34,80 x 42,00 mm Odontometrische Zahl: 13¾ x 14¼ Druck: Joh. Enschedé Stamps B.V. Druckart: Offsetdruck Auflage: 110.000 Sonderbriefmarken in Bögen zu 50 Stück Bestell-Nr.: 226430
Im Rahmen der Serie „Klassische Markenzeichen“ möchte die Österreichische Post sich diesmal selbst vorstellen, denn das Posthorn und die postgelbe Farbe sind einfach unverkennbar.
Die Geschichte der Post reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als Kaiser Maximilian I. die erste Reiterpost einrichtete, die auch private Poststücke transportieren durfte. Mit einem Posthorn kündigte der Postillon seine Ankunft und Abreise an. Im 18. Jahrhundert wurde die Postkutsche zum ersten regelmäßig verkehrenden öffentlichen Verkehrsmittel, und 1850 kam schließlich die erste österreichische Briefmarke heraus. Diese kleinen, aber kunstvollen Postwertzeichen stehen noch heute im Mittelpunkt der Philatelie.
Seit dieser Zeit hat sich vieles verändert. Das Angebot der Postdienstleistungen hat sich enorm vergrößert – das zeigt sich auch im Design der Briefmarke in den vielen kleinen Icons, die alle verschiedene Services der Post symbolisieren. Die Österreichische Post hat sich vom reinen Logistikdienstleistungsunternehmen zu einer Grundversorgerin entwickelt: Sie produziert nicht nur innovative Briefmarken und transportiert verlässlich Briefe und Pakete in alle Welt, sondern sie bietet mit der bank99 auch Finanzdienstleistungen sowie seit heuer mit YELLLOW auch Mobilfunk und Internet an – und das alles sowohl digital als auch vor Ort in Postfilialen und bei Postpartnern. Was sich jedoch nicht geändert hat, ist die traditionelle gelbe Farbe – das Postgelb ist heute eine geschützte Farbmarke – und das stilisierte Posthorn als Logo der Österreichischen Post.
Jakob Prandtauer gilt als bedeutendster Klosterbaumeister seiner Zeit. Zu seinem 300. Todestag wird er mit einer Sonderbriefmarke geehrt, die das Stift Melk zeigt.
Geboren wurde Jakob Prandtauer 1660 in Stanz bei Landeck in Tirol als Sohn eines Bergbauern. Er schloss eine Maurerlehre ab und war auch als Bildhauer tätig, nach seiner Heirat 1692 zog er nach St. Pölten. In den 1690er-Jahren wurde er erstmals mit Umbauarbeiten beauftragt. Der Neubau der Stiftskirche und der gesamten Klosteranlage in Melk, an dem er von 1702 bis zu seinem Tod arbeitete, gilt als sein Hauptwerk. Jakob Prandtauer verstarb 1726 in St. Pölten.
Gemeinsam mit Johann Bernhard Fischer von Erlach und Johann Lucas von Hildebrandt gehörte Jakob Prandtauer zu den wichtigsten Architekten und Baumeistern im österreichischen Barock. Prandtauer war vor allem im Klosterbau tätig, er schuf jedoch unter anderem auch Dorfkirchen, Palais, Brücken, Garten- und Lusthäuser, vieles davon im Raum St. Pölten. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Neu- und Umbauten vor allem in den Stiften Melk, Herzogenburg, Seitenstetten, St. Florian, Garsten, Klosterneuburg und Dürnstein sowie die Wallfahrtskirchen Christkindl und Sonntagberg, teils arbeitete er auch mit anderen Baumeistern, etwa seinem Neffen und Schüler Joseph Munggenast, zusammen. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen konnte Prandtauer sowohl künstlerisch anspruchsvolle Gebäude in einem unverkennbaren Stil entwerfen als auch den Bau dann mit allen technischen Herausforderungen selbst ausführen und beaufsichtigen.
Seit 1949 gibt die Österreichische Post alljährlich eine Sonderbriefmarke zum Tag der Briefmarke heraus. Der Zuschlag auf der Briefmarke dient der Förderung der Philatelie in Österreich.
Nicht nur Briefmarken, sondern auch Mineralien werden gerne gesammelt. Daher wurde als neues Thema für den Tag der Briefmarke „Mineralien – Bodenschätze Österreichs“ gewählt.
Auf der Briefmarke ist ein Muskovit abgebildet. Er stammt aus Ambach im Dunkelsteinerwald in Niederösterreich. Dort gibt es einen in Sammelkreisen als „Glitzergrube“ bekannten Fundort von interessanten Mineralien aus einer Abbaustätte für Pegmatit. Pegmatit ist ein grobkörniges magmatisches Gestein, das neben Muskovit auch andere Mineralien enthalten kann, etwa Feldspate, Bergkristall, Turmalin oder auch Biotit. Der Muskovit ist ein häufig vorkommendes Mineral der Glimmergruppe. Er ist hell und glänzend und hat eine blättrige Struktur. Die tafelartigen Kristalle lassen sich in sehr dünne, transparente Schichten spalten. Früher wurden große Tafeln von Muskovit als Ersatz für feuerfestes Glas verwendet, unter anderem in Moskau, daher stammt auch sein Name, der sich von „Moskauer Glas“ ableitet. Heute wird Muskovit wegen seiner guten elektrischen und thermischen Isolationseigenschaften in der Elektrotechnik und als Zusatz für hitzebeständige Baustoffe verwendet. In der Kosmetik und bei Autolacken dient er, fein vermahlen, als Perlglanzgpigment. Auf der Briefmarke ist der als Gouache ausgeführte Muskovit als Teil einer Stufe mit Feldspat und Quarz zu sehen, dazu die typische Kristallform und das schematische Kristallgitter.