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Sonderbriefmarken Juni 2026
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Er war einer der herausragendsten Liederschreiber Österreichs und ist nun ein würdiges erstes Motiv der mit Hochprägung veredelten neuen Serie „Austropop“: Georg Danzer hätte heuer seinen 80. Geburtstag gefeiert.
Georg Danzer wurde 1946 in Wien geboren. Nach der Matura blieb seine Bewerbung an der Akademie für darstellende Kunst erfolglos, daraufhin begann er, Lieder zu schreiben, unter anderem auch für Wolfgang Ambros und Marianne Mendt. 1968 brachte er seine erste Single heraus, 1972 folgte das Kultlied „Tschik“ im Wiener Dialekt, der in der aufkommenden österreichischen Popmusik immer populärer wurde.
Die neue Serie „Diversität“ startet mit der Regenbogenparade. Bereits zum 30. Mal demonstrieren Menschen dabei gemeinsam für Akzeptanz, Respekt und Gleichberechtigung.
In Österreich fand die Regenbogenparade erstmals 1996 statt, um die politischen Forderungen der LGBTIQ-Community in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Rund 25.000 Teilnehmende und Schaulustige nahmen daran teil, für die aktuelle Parade am 13. Juni zum 30-Jahr-Jubiläum werden bereits mehrere hunderttausend Personen erwartet. Seit 1997 zieht die Parade „andersrum“ über die Ringstraße, also entgegen der Fahrtrichtung.
Die Regenbogenparade auf der Wiener Ringstraße ist der Höhepunkt der Vienna Pride, der größten LGBTIQ-Veranstaltung Österreichs. Zusätzliche Events sind etwa die Pride Konferenz, der Community Day, der Pride Run und viele weitere kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten. Die Regenbogenparade ist eine politische Demonstration, die die Sichtbarkeit von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-Personen, intergeschlechtlichen und queeren Menschen fördern und auf ihre Anliegen aufmerksam machen möchte. Anlässlich des Jubiläums setzt die Österreichische Post mit der Sonderbriefmarke ein Zeichen für uneingeschränkte Akzeptanz und Gleichstellung. Das Design wurde in einem Wettbewerb ermittelt und zeigt die Farben und Formen, die als Symbole der LGBTIQ-Community gelten und verschiedene sexuelle Orientierungen sowie People of Colour repräsentieren. Der Regenbogen mit seinen bunten Farben, seit den 1970ern ein Sinnbild für die Schwulen- und Lesbenbewegung, steht für Stolz, Vielfalt und Sichtbarkeit.
Er war einer der beliebtesten und vielseitigsten Unterhaltungskünstler seiner Zeit und ist bis heute unvergessen: Peter Alexander hätte heuer seinen 100. Geburtstag gefeiert.
Berühmt sind etwa die Operettenverfilmungen „Im Weißen Rössl“, „Die Fledermaus“ oder „Die lustige Witwe“ und Klassiker wie „Charleys Tante“ sowie die Filme über Graf Bobby. Oftmalige Filmpartner waren dabei Gunther Philipp und Theo Lingen. Große Popularität erlangte der Künstler auch durch seine Fernsehauftritte: Von 1963 bis zu seinem Rückzug 1996 waren die Peter-Alexander-Shows wahre Publikumsmagneten. Ebenso erfolgreich verliefen seine Konzerttourneen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz. Peter Alexander verstarb 2011 in Wien.
Der vielseitige Entertainer, Musiker, Schauspieler, Komödiant, Parodist und Pianist erreichte mit seinem unvergleichlichen Wiener Charme und Schmäh, seiner Freundlichkeit, Bodenständigkeit und Professionalität ein großes Publikum. Er war jemand, der den Menschen eine heile Welt zeigte und sie einfach gut unterhielt – und das viele Jahrzehnte lang.
Grafikentwurf: Theresa Radlingmaier Nennwert: 3,10 Euro Vorbezugstag: 05.06.2026 Ausgabetag: 30.06.2026 Ersttag: 1030 Wien Briefmarkengröße: 32,59 x 40,00 mm Odontometrische Zahl: 13½ x 13½ Druckart: Offsetdruck Auflage: 190.000 Sonderbriefmarken in Bögen zu 50 Stück Bestell-Nr.: 226340
Der Dominikanerorden wurde 1216 vom heiligen Dominikus als Predigerorden gegründet, um den katholischen Glauben zu verkündigen. In ganz Europa breitete sich der Orden rasch aus. Herzog Leopold VI. von Österreich und der Steiermark berief den Dominikanerorden 1226 nach Wien und stiftete ein Kloster in der Postgasse, wo der Konvent heute noch ansässig ist. Die erste Klosterkirche wurde bereits 1237 eingeweiht, 1634 folgte die heutige barocke Kirche, die in den nächsten Jahrzehnten weiter ausgeschmückt und 1927 zur Basilica minor erhoben wurde.
Das Wiener Dominikanerkloster ist eine Ausbildungsstätte des Ordens, die Brüder widmen sich der Glaubensverkündigung, der Seelsorge, der theologischen und philosophischen Forschung und Lehre sowie der Erwachsenenbildung und der geistlichen Begleitung.
Die Jubiläumsbriefmarke ziert eine Initiale aus dem sogenannten Heuner-Missale, Cod. 415/212. Dieses zweibändige Messbuch aus 1476/1477 wurde dem Dominikanerkonvent vom Wiener Bürger Stephan Heuner gestiftet, es befindet sich in der Handschriftenbibliothek des Klosters und ist mit aufwendig gestalteten Initialen, floralen Dekorationen und Schriftverzierungen ausgestattet. Das Briefmarkenmotiv zeigt den Ordensgründer, den heiligen Dominikus, im Hintergrund sind vermutlich die mittelalterliche gotische Wiener Dominikanerkirche und die Stadtmauer zu sehen. Serie: Sakrale Kunst in Österreich Grafikentwurf: Kirsten Lubach Nennwert: 1,55 Euro Vorbezugstag: 05.06.2026 Ausgabetag: 14.06.2026 Ersttag: 1010 Wien Briefmarkengröße: 35,00 x 35,00 mm Odontometrische Zahl: 13¾ x 13¾ Druckart: Offsetdruck Auflage: 160.000 Sonderbriefmarken in Bögen zu 50 Stück Bestell-Nr.: 226240
Friederike Mayröcker gilt als herausragende Sprachkünstlerin. Sie schrieb unermüdlich und schuf über 120 Werke, vor allem Lyrik, Prosa, Hörspiele, Theaterstücke und Kinderbücher. Ihre Arbeiten voll „lyrischer Intensität“ sind völlig eigenständig, experimentell und vom Surrealismus beeinflusst, geschaffen in ihrer vor Notizen, Zeichnungen und Büchern strotzenden „Zettelhöhle“. Sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, so erhielt sie etwa für das gemeinsam mit Ernst Jandl geschriebene Hörspiel „Fünf Mann Menschen“ 1969 den Hörspielpreis der Kriegsblinden, mit dem Gedichtband „fleurs“ gewann sie 2016 den erstmals vergebenen Österreichischen Buchpreis. Ihr umfangreicher Nachlass befindet sich im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek. Das Zitat „Kein Leben, keine Liebe ohne Literatur“ bezeugt die enge Verflechtung ihres Schreibens mit ihrem Leben.
Serie: Literatur aus Österreich Grafikentwurf: Roland Vorlaufer Nennwert: 1,00 Euro Vorbezugstag: 05.06.2026 Ausgabetag: 10.06.2026 Ersttag: 1060 Wien Briefmarkengröße: 42,00 x 29,47 mm Kleinbogengröße: 124,00 x 187,40 mm Odontometrische Zahl: 13¼ x 13½ Druckart: Offsetdruck Auflage: 260.000 in Kleinbögen zu 10 Stück Bestell-Nr.: 226230 Bestell-Nr. Kleinbogen: 226760
Seit 1926 bringt die Rax-Seilbahn Passagiere auf das Rax-Plateau. Die Österreichische Post gratuliert mit einem originellen Briefmarkenblock zum 100. Geburtstag. Die Rax zählt – wie auch der Schneeberg – zu den Wiener Hausbergen und ist damit ein wichtiger Naherholungsraum und zugleich Landschafts- und Wasserschutzgebiet. Bereits um 1900 war die Raxalpe ein beliebtes Ausflugsziel, das jedoch nur zu Fuß zu erwandern war. Erst nach dem Ersten Weltkrieg konnte die Idee einer Aufstiegshilfe realisiert werden, und nach rund zwei Jahren Planungs- und Bauzeit wurde die Pendelbahn mit zwei Kabinen am 9. Juni 1926 eröffnet.
Bis heute gilt die Rax-Seilbahn, die erste Personenseilschwebebahn Österreichs, als technische Meisterleistung und Symbol für den Fortschritt. Die Fahrt von Hirschwang an der Rax bis zur Bergstation auf der Raxalpe in rund 1.550 Meter Seehöhe bietet den idealen Einstieg in die hochalpine Bergwelt mit zahlreichen Wanderwegen, Routen für Schneeschuhwanderungen, Klettertouren, Gasthäusern und bewirtschafteten Schutzhütten mit Übernachtungsmöglichkeiten.
Die elektrisch betriebene Rax-Seilbahn überwindet auf ihrer 2.160 Meter langen Fahrt in etwa acht Minuten rund 1.000 Höhenmeter und ist abgesehen von der Zeit für Revisionsarbeiten das ganze Jahr über in Betrieb. Die beiden Antriebsmotoren befinden sich in der Bergstation. 30 Personen finden in der Kabine Platz, pro Jahr werden etwa 200.000 Fahrgäste transportiert. Der aufklappbare Jubiläumsblock hat die Form einer modernen Kabine, die herauslösbare Briefmarke im Inneren zeigt ein historisches Foto der Seilbahn.
Grafikentwurf: Marion Füllerer Nennwert: 3,50 Euro Vorbezugstag: 12.06.2026 Ausgabetag: 12.06.2026 Ersttag: 2651 Reichenau an der Rax Briefmarkengröße: 25,00 x 25,00 mm Blockgröße: 65,00 x 45,00 mm Odontometrische Zahl: 13½ x 13½ Druckart: Offsetdruck Auflage: 100.000 Sonderbriefmarkenblöcke zu 1 Stück Bestell-Nr.: 226350